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Gerechtigkeit ist das schönste Gesicht der Menschheit!

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DER STEIN IST SCHWER AN SEINEM ORT – 143. VERGESSEN WIR NICHT, LASSEN WIR NICHT VERGESSEN

Das Fundament der Gerechtigkeit beruht darauf, in der Gesellschaft Recht von Unrecht, Richtig von Falsch und Wahr von Unwahr zu unterscheiden.

Auch wenn die Methoden der Rechtsdurchsetzung im öffentlichen Raum und die dazu Befugten von Land zu Land und je nach gesellschaftlicher und politischer Lage variieren, existiert im Bewusstsein der Menschheit stets ein Begriff und ein Verlangen nach Gerechtigkeit.

Ohne Gerechtigkeit ist ein nachhaltiges gesellschaftliches Leben auf der Welt nicht möglich.

Die Menschheit hatte dies bereits in sehr frühen Zeitaltern erkannt.

Gerechtigkeit entwickelt sich im Rahmen gemeinsamer positiver Werte, auf die sich Menschen einigen.

Die größte Ungerechtigkeit gegenüber dem kulturellen Erbe der Welt ist die Verschleppung historischer Kunstwerke, die aus ihrer Heimat herausgerissen wurden, in andere Länder und ihre dortige Ausstellung.

Deshalb gilt: „Der Stein ist schwer an seinem Ort."

Deshalb wird individueller, lokaler und gesellschaftlicher Frieden erreicht, „wenn die Steine an ihren Platz zurückkehren".

Die Menschheit kämpft seit Jahrhunderten darum, universelle Gerechtigkeit herzustellen.

In diesem Zusammenhang müssen historische Kunstwerke, die sich in fremden Ländern befinden, unverzüglich an ihre Entstehungsorte, in ihre Heimatländer, zurückgegeben werden, um Gerechtigkeit herzustellen.

In dieser Hinsicht gibt es auf der ganzen Welt Bemühungen.

Auf dem „2. Kongress der Architekten und Fachleute für historische Gebäude", der 1964 in Venedig abgehalten wurde, wurde mit der „Charta von Venedig" (Venice Charter) zum Schutz historischer Kunstwerke und historischer Stätten eine international bedeutsame Entscheidung getroffen.

In Artikel 7 dieser Charta heißt es: „Ein Denkmal ist ein untrennbarer Bestandteil der Geschichte, deren Zeuge es ist, und seiner Umgebung. Die Versetzung eines Denkmals als Ganzes oder in Teilen darf nicht gestattet werden, es sei denn, der Schutz des Denkmals erfordert dies oder es liegen sehr wichtige nationale oder internationale Interessen vor."

Im darauffolgenden Jahr 1965 gründete die UNESCO (Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur) zur Umsetzung und Wahrung dieser Charta eine Organisation unter dem Namen ICONOMOS – „Internationaler Rat für Denkmäler und Stätten" (International Council on Monuments and Sites).

ICONOMOS, dessen Hauptsitz sich heute in Paris befindet, hat mehr als 7.500 Fachleute als Mitglieder, darunter Architekten, Archäologen, Stadtplaner, Ingenieure, Kunsthistoriker und Künstler.

Anschließend öffnete die UNESCO 1970 das „Übereinkommen – Convention 1970" zur Unterzeichnung, das Maßnahmen zur Verhinderung und zum Verbot der illegalen Ein- und Ausfuhr sowie der Eigentumsübertragung von Kulturgütern vorsieht.

Bis 2019 hatten 140 Länder dieses Abkommen unterzeichnet, bis 2023 waren es 195 Länder.

Auf Initiative der UNESCO fanden in den Jahren 2000 und 2018 in Paris sowie 2019 in Rom Treffen statt, um die Anforderungen dieser Übereinkommen zum Schutz historischer Kunstwerke und zur Verhinderung ihrer Verbringung ins Ausland zu erfüllen.

Aus all dem geht hervor, dass die Welt über den „Schmuggel historischer Kunstwerke und über historische Kunstwerke, die sich außerhalb ihrer Entstehungsländer befinden" informiert ist und entsprechende Entscheidungen trifft.

Das Bewusstsein für die Rückgabe dieser Werke ist vorhanden.

Es gibt internationale Abkommen.

Warum aber sind trotzdem manche „blind und taub" gegenüber der Ungerechtigkeit, dass der Zeusaltar von Bergama und seine historischen Kunstwerke sowie die ins Ausland verbrachten historischen Schätze Anatoliens sich noch immer dort befinden?

Zumal Bergama auf der Liste des „Welterbes" der UNESCO, der Eigentümerin all dieser Entwicklungen, als Nummer 999 eingetragen ist.

Wo bleibt die menschliche Gerechtigkeit!

Wo ist der Marmorfries mit dem traurigen Antlitz des Riesen/Giganten Ephialtes, der an der Ostseite des Zeusaltars von Bergama mit Apollon, dem Gott des Lichts, kämpft?

Wo bleibt die Zivilisation!

Gerechtigkeit ist für jene, die Unrecht erzwingen, Tyrannei – und für jene, die eine friedliche Welt anstreben und sich darum bemühen, sie zu schaffen, „das schönste Gesicht der Menschheit".

„Das gesellschaftliche Fest" ist der Tag, an dem Gerechtigkeit in allen Bereichen verwirklicht wird.

DER ZEUSALTAR UND DIE KUNSTWERKE AUS BERGAMA GEHÖREN NICHT INS KALTE UND NEBLIGE BERLIN, SONDERN INS SCHÖNE BERGAMA. SIE MÜSSEN UNBEDINGT ZURÜCKKEHREN, NACH HAUSE KOMMEN!

(Kaynak: https://tr.wikipedia.org/wiki/Venedik_T%C3%BCz%C3%BC%C4%9F%C3%BC)///(Kaynak:https://en.unesco.org/fighttrafficking/1970: https://tr.euronews.com/2021/04/30/almanya-somurge-doneminde-nijerya-dan-kac-r-lan-benin-bronzlar-n-iade-edecek: https://www.trthaber.com/haber/dunya/fransa-beninden-kacirilan-tarihi-eserleri-iade-edecek-615607.html///https://www.unesco.org/en/fight-illicit-trafficking/about///https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Pergamonmuseum_-_Antikensammlung_-_Pergamonaltar_05.jpg.)