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Der ‚Verlust‘ des Schreibenden/Sendenden, der ‚Aufstieg‘ des Zuschauers

Überlass die Wahl deiner Nachrichten nicht dem Algorithmus - entscheide selbst, was du liest. Füge 12punto zu deinen bevorzugten Quellen hinzu!

Als der französische Semiotiker Roland Barthes verkündete, dass der Autor/Sender seinen Platz dem Leser/Zuschauer überlässt, zeigte der Kalender das Jahr 1968. In der Soziologie und Kommunikation lag das Interesse nicht mehr auf dem Produzierenden, sondern auf dem Konsumierenden.

Es ist die Entscheidung des Zuschauers, aus dem Produzierten auszuwählen und Befriedigung zu erlangen. Was diese Entscheidung bestimmt, ist der freie Wille des Individuums! Ja, der freie Wille! Ist das nicht ein schönes Wort?

Im Grunde genommen liegen diese Entscheidungen innerhalb der herrschenden Ideen eines Gefüges aus organisierten und materiellen Gewinnen sowie Beziehungen, die durch die historischen Prozesse in der Gesellschaft, in der man lebt, entstanden sind. Der besagte freie Wille ist durch das, was in der Gesellschaft vorhanden ist, und durch die Position des Individuums in der Gesellschaft bestimmt. Kurz gesagt: Er ist eingerahmt. Aber es ist eben ein „freier“ Wille!

In unserer heutigen Zeit, in der nicht der Produzierende oder die Produktion, sondern der Konsum und der Konsumierende/Zuschauer im Vordergrund stehen, in diesem Zeitalter des Populismus, ist da die Bestimmtheit des Bestimmenden nicht auch ein Spiegelbild dieses freien Willens?

DIE OPFER DER PRAKTIKUMS- UND LEHRLINGSVERSICHERUNG GEBEN NICHT AUF

Die Opfer der Praktikums- und Lehrlingsversicherung geben den Kampf nicht auf. Ihre Forderung ist, dass die ersten Eintrittsdaten in die Arbeitswelt, die im E-Devlet (E-Government) ersichtlich sind, als Beginn der Sozialversicherung (SGK) anerkannt werden. Das ist ihre einzige Forderung. Sie haben in Berufsschulen, technischen Schulen und Lehrlingsschulen gelernt und Praktika absolviert. Unter ihnen gibt es diejenigen, die an ihren Arbeitsplätzen Unfälle hatten, verletzt wurden oder bleibende Schäden davontrugen. Es gibt sogar diejenigen, die bei Unfällen ihr Leben verloren haben…

Die Opfer der Praktikums- und Lehrlingsregelung besitzen Versicherungskarten, die von der SGK ausgestellt wurden. Die dortigen Arbeitsbeginndaten erscheinen als SGK-Registrierung, wenn man sich bei E-Devlet einloggt. Dennoch werden diese SGK-Einträge nicht als Beginn der Versicherung angerechnet. Sie erheben bei jeder Gelegenheit ihre Stimme. Sie haben Vereine und Plattformen im ganzen Land. Zuletzt hielten sie in Bursa eine Pressekonferenz ab. Hunderte Menschen wurden zu einer Stimme für ihre Rechte. Sie fordern, dass der Beginn der Praktikums- und Lehrlingsversicherung als SGK-Arbeitsbeginndatum anerkannt wird. Wenn Sie mich fragen: Sie sind entschlossen und es sieht nicht so aus, als würden sie aufgeben.

SINKT DIE INFLATION?

Der Vizepräsident betonte, dass die Risiken in der Wirtschaft gesenkt und die Widerstandsfähigkeit gegen Schocks erhöht worden seien, und erklärte, dass die Türkei nun mit einer viel solideren Struktur ihren Weg fortsetze.

Er drückte aus, dass die Inflation während der Risikominimierung vorübergehend etwas gestiegen sei, und fuhr wie folgt fort:

„Wir sagten zuvor: ‚Die Inflation wird etwas steigen, aber dann sinken. Besonders in der zweiten Jahreshälfte werden Sie einen deutlichen Rückgang sehen‘. Gott sei Dank wurden wir nicht enttäuscht; sie war im Mai auf bis zu 75,5 Prozent gestiegen, seit Juni hat ein Rückgangsprozess begonnen, in den letzten 3 Monaten gab es einen Rückgang um 23,5 Punkte und sie ist auf 52 Prozent gesunken. Nächsten Monat wird in Kürze ein Wert unter 50, eine Zahl im 40er-Bereich, erwartet. Zum Jahresende haben wir eine Prognose von etwa 41,5 Prozent. Um diese Zeit im nächsten Jahr haben wir eine Erwartung zwischen 20 und 30 Prozent, zum Jahresende unter 20 Prozent.“

Nun, weiß der Bürger, der auf den Markt geht, von diesem Bild, das man zu zeichnen versucht? Spürt er die Wirkung der Versprechen, schließt sich die Kluft zwischen dem Geld in seiner Tasche und der Kaufkraft?

Güngör Uras kommentierte die Wirtschaft oft mit den Worten: „Wie viel kostet es, die Einkaufstasche von Tante Ayşe zu füllen?“ Wie viel muss Tante Ayşe für ihre Grundbedürfnisse ausgeben? Haben Sie jemals gefragt? Kann sie es sich überhaupt leisten?