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Wir haben den Salat!

Ob Afghanen, Syrer oder Afrikaner – die Türkei ist für jeden, der vor einem Krieg flieht oder ein neues Leben plant, zum Rettungsanker geworden. Und nicht nur für sie: Auch gesuchte Kriminelle, Mafia-Bosse und Terroristen aus ihren eigenen Ländern kommen mit dem Gedanken „Auf in die Türkei“ völlig ungehindert ins Land.

Und jetzt kommt auch noch die Krise im Nahen Osten und die Gefahr eines Krieges, die uns wieder einmal treffen wird, oder?

Dass Israel nach dem Gazastreifen nun auch Angriffe auf den Libanon gestartet hat, hat eine neue Flüchtlingswelle in Richtung Türkei ausgelöst. Es stellte sich heraus, dass bei der nationalen libanesischen Fluggesellschaft Middle East Airlines alle Tickets für Flüge von Beirut nach Istanbul ausverkauft sind. Die Flughäfen sind überfüllt!

Unterdessen wurde bekannt, dass die libanesischen Behörden beschlossen haben, Bürgern die Ausreise zu gestatten, auch wenn sie keinen Reisepass besitzen. Wohin gehen diese Menschen ohne Pass wohl?

Ich war gerade dabei, dies niederzuschreiben, als die Nachricht von Irans Raketenangriff auf Israel über die Nachrichtenagenturen verbreitet wurde…

Was passiert, wenn Israel darauf reagiert? Die Bürger, die nicht im Iran bleiben wollen und vor dem Krieg fliehen, werden sich ebenfalls auf den Weg machen. Und die werden wohl kaum daran denken, nach Papua-Neuguinea zu gehen, wenn die Türkei direkt vor der Haustür liegt…

Die Migrationspolitik muss dringend von einer vernünftigen Kommission auf den Prüfstand gestellt werden. Vielleicht eine Kommission, der Politiker, Militärs, Soziologen, Psychologen und Historiker angehören…

Unsere Grenzen sind so offen, dass wir praktisch eine Invasion von Migranten erleben. Wenn es in diesem Tempo weitergeht, ist es unvermeidlich, dass wir im eigenen Land zur Minderheit werden.

Was macht Europa? Es nutzt die Türkei als Puffer, damit Migranten nicht die eigene demografische Struktur verändern. Sie zahlen Geld unter dem Deckmantel der Hilfe, um sicherzustellen, dass Menschen, die wahrscheinlich migrieren würden, von ihren Ländern ferngehalten werden und in der Türkei bleiben.

Wir regen uns doch immer darüber auf: „Warum ist die Gesundheitsversorgung für Syrer kostenlos, aber für uns kostenpflichtig?“ oder „Warum wird Migranten geholfen, uns aber nicht?“ Nun, diese Hilfen gibt es nicht, weil der Staat an die Migranten denkt und nicht an euch, sondern weil ein Teil der erhaltenen Gelder für diese Bedürfnisse ausgegeben werden muss…

Vorgestern hat die İYİ-Partei beim Staatsrat (Danıştay) Klage eingereicht, um die Verfahren zur Verleihung der türkischen Staatsbürgerschaft an 238.768 syrische Staatsangehörige sowie an andere Ausländer durch den Erwerb von Immobilien zu annullieren.

Der Vorsitzende der İYİ-Partei, Müsavat Dervişoğlu, erklärte, dass die türkische Staatsbürgerschaft nicht wie ein Werbegeschenk verteilt werden dürfe, und sagte: „Wir werden niemals zulassen, dass die Türkei zu einem Flüchtlingslager wird.“

Aber sind wir nicht alle ein wenig zu spät dran? Der Zug ist längst abgefahren. Er ist sogar schon am Ziel angekommen. Bald wird er noch zum Stadtteilvorsteher (Muhtar) gewählt.

Die von der İYİ-Partei veröffentlichte Zahl ist nur die Liste derjenigen, die durch Investitionen die Staatsbürgerschaft erhalten haben. Die Zahl derjenigen, die ohne Investitionen die Staatsbürgerschaft oder eine Aufenthaltserlaubnis im Land erhalten haben, kennen nicht einmal die offiziellen Stellen!

Kann irgendjemand vorhersagen, wie hoch der Anteil der ethnisch türkischen Staatsbürger in der Türkei in 50 Jahren sein wird?

Entweder wir ergreifen sofort Maßnahmen, oder wir müssen Arabisch lernen! Wir haben uns immer darüber beklagt, dass wir „die Grabsteine unserer Vorfahren nicht lesen können“, aber mittlerweile verstehen wir nicht einmal mehr, was auf den Schildern der Geschäfte steht!