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Wer wird von Englands neuem Investorenvisum profitieren?

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England strebt ein neues Investorenvisum an.

Es soll nicht nur Geld ins Land bringen; man möchte zudem, dass es „Wissenschaft bringt, künstliche Intelligenz mitbringt und mit Wasserstoff atmet“.

Das klingt gut.

Doch dieses Visum klopft nicht bei jedem an, der Geld hat.

Diesmal verlangen sie vom Investor nicht nur Geld, sondern „sauberes Geld“.

Sie sagen:

„Du musst mindestens 3 Millionen Pfund haben... aber du musst auch die Herkunft ordnungsgemäß nachweisen. Komm nicht mit einem Koffer, mein Freund, komm über die Bank.“

Die Briten, die schon lange versuchen, eine Lösung für das Einwanderungsproblem zu finden, verschließen ihre Türen niemals vor Einwanderern, die Geld haben oder qualifiziert sind. Bei uns hingegen hält sich die Mentalität „Komm, egal wer du bist“. Wir sind sogar ein Auffanglager für Einwanderer, die Europa nicht will!

DIE FARBE DES GELDES IST WICHTIG

Englands neuer Visumplan befindet sich derzeit noch im Entwurfsstadium, aber einige Details sind bereits ans Licht gekommen. Zum Beispiel: Die Investitionssumme wird mindestens 3 Millionen Pfund betragen. Dieses Geld muss auf legalem Wege erworben worden sein. Es wird erklärt, dokumentiert und bei Bedarf wird sogar bis zum Großvater zurück geprüft.

Es wird eine Residenzpflicht von mindestens 6 Monaten in England geben. Das bedeutet, dieses Visum funktioniert nicht nach der Mentalität: „Ich investiere mein Geld und kehre nach Bodrum zurück.“ Die Investition ist nicht nur Geld; sie muss auch einen Beitrag leisten. Sie muss Auswirkungen auf Englands Wirtschaft, Technologie und Beschäftigung haben. Zudem wird erwartet, dass die Investition in Bereichen wie saubere Energie, Biotechnologie oder künstliche Intelligenz erfolgt. Keine Immobilien. Und erst recht keine Dönerladen-Kette.

Und vielleicht der entscheidende Punkt:

Mit dem Visum kann innerhalb von 3 bis 5 Jahren eine unbefristete Aufenthaltserlaubnis (ILR) erworben werden.

Natürlich nur, wenn Ihre Investition England beeindruckt hat.

ROTER TEPPICH FÜR INVESTOREN, ROTE KARTE FÜR ARBEITER

Fügen wir diesem Bild nun noch die Arbeitsvisa hinzu.

Für diejenigen, die ein Visum für Fachkräfte erhalten, läuft es nicht gerade „wissenschaftlich“ ab.

Einige, die als IT-Experten einreisten, wurden in London Dönerverkäufer,

diejenigen, die als Softwareingenieure ausgegeben wurden, waschen in Camden Geschirr.

Denn Beratungsfirmen verlangen von den Einwanderern fast 20.000 Pfund unter dem Namen „Vermittlungsgebühr“, und obendrein stellt sich heraus, dass die betreffende Person 60 Stunden pro Woche arbeiten muss.

Es wird ein legales Gehalt ausgewiesen, aber zwei Drittel dieses Gehalts werden bar zurückgefordert.

Ein System moderner Sklaverei mit Visum. Man zahlt also Geld an die Firma, die einen sponsert!

Das britische Innenministerium ist sich dieser Betrügereien bewusst.

Einige Unternehmen mit Sponsorenlizenz wurden überprüft, einige wurden suspendiert.

Aber die Ironie an der Sache ist: Die Dönerverkäufer, die mit einem Visum kommen, werden hinterfragt, aber wer kontrolliert, was die „Investoren“, die mit 3 Millionen Pfund kommen, wirklich zur Technologie beitragen?

Das Ziel der Regierung ist gut: „Wir geben dem Investor kein Visum, sondern eine Vision“, sagen sie. Aber wir haben diesen Film schon einmal gesehen.

Das Tier-1-Investorenvisum, das 2022 abgeschafft wurde, versprach ebenfalls einen „Beitrag zur Wirtschaft“, entwickelte sich dann aber zu einem Sumpf der Geldwäsche. Es wurde zum Tunnel für russische Oligarchen nach London.

Kann ein Investor aus der Türkei dieses Visum beantragen? Ja, technisch gesehen ist das möglich. Aber die Investition ist nicht nur Geld; es ist eine PR-Angelegenheit.

Das heißt, die Banken müssen die Herkunft des Geldes nachweisen, man muss detailliert erklären, in welchem Bereich man investiert, das Projekt muss wissenschaftlich fundiert sein und nach Möglichkeit sollte man einen vom britischen Staat anerkannten Projektpartner haben.

Das Vereinigte Königreich fragt nicht mehr nur: „Hast du Geld?“

Es schaut darauf: „Von wem kommt dein Geld, mit welcher Akte und mit wem kommt es?“

Es geht also nicht nur um Kapital; es geht um Verbindungen, Sektor und Strategie.

Und natürlich ein wenig darum, wer man ist...

Da es bei uns aber nicht darauf ankommt, wer man ist, sondern wen man kennt und von wem man Aufträge erhält, um dieses Kapital zu finden, werden auch bei diesem Visum wieder die Privilegierten die Antragsteller sein.