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Das Spiel, der Affe und Mourinho!

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Das Derby zwischen Galatasaray und Fenerbahçe hat die türkische Agenda erneut auf den Kopf gestellt. Die Ereignisse nach dem Spiel stellten das Spiel selbst sogar in den Schatten. Ich sehe, dass es mittlerweile ein Davor und ein Danach bei den Spielen gibt.

Auch die Spiele von Fenerbahçe dauern nicht nur 90 Minuten. Es gibt die Leistung auf dem Spielfeld und es gibt die Leistung von Jose Mourinho in den Pressekonferenzen.

Meine Beobachtung ist, dass sich Fenerbahçe in dieser Saison sehr an das zweigeteilte Spiel gewöhnt hat.

Die Leistung im Spiel gegen Galatasaray war nicht besonders hart umkämpft. Sie spielten strategisch. Das Nicht-Verlieren war ihnen wichtiger als der Sieg. Meiner Meinung nach kam dabei ein mittelmäßiges Spiel heraus.

Das eigentliche Spiel fand jedoch in den Pressekonferenzen statt.

Okan Buruk bezeichnete Mourinho als “Crying one”. Er nannte ihn also einen „Heulsusen-Typ“. Mourinho hingegen machte eine Äußerung, die weitaus mehr Anlass zur Diskussion bietet.

Über die Herangehensweise der Galatasaray-Spieler sagte er: „Sie springen herum wie Affen.“

Aufgrund dieser Worte wurde Mourinho vor das Disziplinarkomitee geladen; es wird mit einer Sperre von mindestens zwei bis vier Spielen gerechnet.

Das eigentliche Problem für Mourinho ist, dass Galatasaray ihn bei der UEFA gemeldet hat. Die UEFA ist in Sachen Rassismus sehr sensibel. Er könnte mit einer harten Strafe konfrontiert werden.

Mourinho, der nach einer glanzvollen Karriere in die Türkei kam, scheint das Klima dieses Landes nicht gut getan zu haben. Er wurde zunehmend aggressiver.

Mourinho ist es gewohnt, Spiele an zwei Fronten zu führen, aber in der Türkei wehen raue Winde, die selbst er nicht kontrollieren kann. Diese Winde könnten Mourinho mit sich reißen. Der Vorwurf des Rassismus könnte selbst ihm schaden.

Diese Geografie ist eine besondere. Selbst ein „Krieger“-Trainer wie Mourinho könnte hier zum ersten Mal einen Krieg außerhalb des Spielfelds verlieren.

Wie es im Lied heißt: „Mein Land ist etwas ganz Besonderes…“