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Haben wir uns für die Kaz-Dağları genauso stark gemacht wie für das, was Wanda Nara Icardi angetan hat?

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Es geht nicht darum, gefangen zu sein, sondern sich nicht zu ergeben; das ist der ganze Punkt…

Heute ist der 10. November. Als Bürgerin eines Landes, das den Weg unseres Retters und Gründers unserer Republik, unseres Atatürks, nicht konsequent weitergegangen ist, das die Werte Atatürks nicht schützen konnte und sich der Untertanenkultur ergeben hat, empfinde ich tiefe Trauer.

Meine Hoffnung für die Zukunft schwindet von Tag zu Tag. Denn nur ein Teil von uns beugt sich nicht mutig dem Bestehenden.

Zum Beispiel war das meistdiskutierte Ereignis dieser Woche der Sieg von Galatasaray gegen Tottenham im Ali-Sami-Yen-Stadion.

Wir haben England, dem Erfinder des Fußballs, gezeigt, „wie man Fußball spielt“.

Aber haben wir uns für die Bäume, die von Cengiz İnşaat in den Kaz-Dağları massakriert wurden, genauso lautstark eingesetzt, wie wir über die Verletzung von Icardi und das, was Wanda Nara ihm angetan hat, traurig waren und uns empört haben?

Wir haben keine Toleranz für Misserfolge im Fußball. Selbst den weltberühmten Trainer Jose Mourinho machen wir wegen ausbleibender Erfolge nieder und wollen ihn loswerden.

Aber für den Mindestlohn, der tausende Lira unter der Armutsgrenze liegt, machen wir nicht annähernd so viel Lärm.

Wir hören im Land keine Rufe nach einem „Rücktritt der Regierung“.

Das Thema, das Väter, die aufgrund der Lebenshaltungskosten kaum noch ein Kilo Fleisch für ihre Familie nach Hause bringen können, beschäftigt, ist nicht die Armut, sondern ob das Geld für die hohe Ablösesumme von Osimhen aufgebracht werden kann.

Ob Wanda Nara zu Icardi zurückkehrt oder ob Jose Mourinho bei Fenerbahçe bleibt, wird mehr diskutiert als der Mord an Narin oder die Wirtschaft, die wie ein Auto mit geplatztem Reifen ungebremst auf den Abgrund zusteuert.

Es gibt ein Problem, das weder die politische Macht noch die Opposition anspricht.

Die Wasserknappheit, die schon bald auch die Städte in ihren Bann ziehen wird!

Kurz vor dem Wassermangel wünsche ich Ihnen allen eine Woche voller Icardi, Jose Mourinho und Osimhen.