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Älteste genetische Beweise für Haushunde in Europa und der Türkei entdeckt

Eine in Nature veröffentlichte Studie hat das Wissen über den Ursprung von Haushunden verändert. Die 15.800 Jahre alten Überreste, die in Karaman Pınarbaşı gefunden wurden, zeigen, dass Menschen bereits in der Jäger-und-Sammler-Zeit mit Hunden zusammenlebten und eine starke Bindung zu ihnen aufbauten.

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Älteste genetische Beweise für Haushunde in Europa und der Türkei entdeckt

Eine bahnbrechende Studie, die in der weltweit renommiertesten Wissenschaftszeitschrift Nature veröffentlicht wurde, hat die Geschichte der Domestizierung von Hunden verändert. Die in Karaman-Pınarbaşı gefundenen 15.800 Jahre alten Hundeüberreste beweisen, dass Menschen ihre „Tische teilten“, noch bevor sie sesshaft wurden und Ackerbau betrieben, als sie noch als Jäger und Sammler lebten.

Die Spuren der ältesten Verbindung, die der Mensch zur Natur aufgebaut hat, kamen im Herzen Anatoliens ans Licht. Eine internationale Studie unter der Leitung von Wissenschaftlern aus Oxford, Liverpool und dem Natural History Museum in London untersuchte Überreste aus der Eiszeit in der Türkei und Europa und enthüllte eine verblüffende Wahrheit: Hunde traten bereits vor etwa 16.000 Jahren in unser Leben, also 5.000 Jahre früher als bisher angenommen.

PINARBAŞI: DAS ZENTRUM DER ERSTEN DOMESTIZIERUNG

Der kritischste Punkt der Forschung war die archäologische Stätte Pınarbaşı in der Nähe von Karaman. Antike DNA- und Isotopenanalysen der dort gefundenen Hundeknochen zeigten, dass sich diese Tiere bereits vollständig von wilden Wölfen unterschieden. Den Ergebnissen zufolge hatten die Jäger-und-Sammler-Gemeinschaften in Pınarbaşı bereits Hunde bei sich aufgenommen, noch bevor sie irgendeine Pflanze oder Tiere wie Schafe und Ziegen domestiziert hatten.

MIT FISCH GEFÜTTERT UND GEMEINSAM BESTATTET

Was die Entdeckung so erschütternd macht, ist die emotionale Bindung, die über die bloße „Domestizierung“ hinausgeht. Die Analysen bewiesen, dass diese antiken Hunde von den Menschen gezielt mit Fisch gefüttert wurden. Zudem wurden diese treuen Gefährten nach ihrem Tod sorgfältig neben den Menschen, auf den Gräbern, beigesetzt – genau wie ein Familienmitglied. Diese „rituelle Bestattung“ vor 16.000 Jahren zeigt, dass Hunde nicht nur Jagdhelfer, sondern ein Teil des Haushalts waren.

„ANATOLIEN IST DIE HEIMAT DER MODERNEN HUNDE“

Dr. William Marsh, einer der Co-Autoren der Studie, erklärt, dass diese Hunde, die in Pınarbaşı und in der Gough’s Cave in England gefunden wurden, die direkten Vorfahren der heute bekannten europäischen und nahöstlichen Hunderassen (wie Boxer, Saluki usw.) sind. Diese Daten bestätigen, dass sich Hunde am Ende der Eiszeit schnell über ein weites geografisches Gebiet zwischen Anatolien und Europa verbreiteten.


Nachrichtenquelle: 12punto