Begann das Leben auf der Erde in der Türkei? Wissenschaftler haben geforscht
Forscher haben bei Untersuchungen in vulkanischen Regionen in der Türkei, Italien und Peru entdeckt, dass Blitze die Quelle für Stickstoff, einen Grundbaustein des Lebens, gewesen sein könnten.
Forscher der Sorbonne-Universität in Paris haben die Hypothese aufgestellt, dass Blitzeinschläge während Vulkanausbrüchen den Stickstoff liefern könnten, den die ersten Lebensformen benötigten. Demnach wird angenommen, dass vulkanische Aktivitäten in der Türkei, in Peru und in Italien zur Entstehung des Lebens auf der Erde beigetragen haben könnten.
Den Behauptungen der Forscher zufolge könnten Blitze, die während der Vulkanausbrüche in der Türkei, Italien und Peru auftraten, die Entstehung des Lebens auf der Erde ausgelöst haben.
Es wird angenommen, dass durch die Kombination von Vulkanausbrüchen und Blitzen Stickstoff und Sauerstoff reagieren und Stickoxide bilden. Diese entstandenen Stickoxide könnten anschließend Stickstoff in den Boden eingebracht haben, der das Leben erschaffen und erhalten konnte.
Die Sorbonne-Forscher fanden in Proben aus drei antiken Vulkanregionen in der Türkei, Italien und Peru große Mengen an "atmosphärischem Nitrat". Dies deutet darauf hin, dass die Quelle des Stickstoffs nicht die Vulkane selbst waren, sondern dass er infolge von Blitzeinschlägen aus der Atmosphäre stammte.
Der Leiter der Studie, Slimane Bekki, erklärte, dass bei großen Vulkanausbrüchen sehr viele Blitze auftreten. Bekki und sein Team besuchten den Süden Perus, die zentralanatolische Region der Türkei sowie eine vulkanische Insel vor der Küste von Neapel in Italien. Es ist bekannt, dass diese Regionen alte vulkanische Ablagerungen beherbergen.
Die Forscher fanden große Mengen an Nitrat im Boden und gaben an, dass diese eher durch Blitze aus der Atmosphäre gelangten als durch die Vulkane selbst. Das Nitrat, das die Blitze überall auf der Erde verteilten, könnte durch die schnelle Bildung vulkanischer Ablagerungen große Mengen an fixiertem Stickstoff enthalten haben, was ein wichtiger Faktor für die Entwicklung des Lebens gewesen sein könnte.
Einer separaten Studie zufolge stellten Forscher der Johns Hopkins University und der Karls-Universität in der Tschechischen Republik fest, dass vulkanische Blitze zur Bildung von Stickoxiden führen und dadurch die Freisetzung von Aminosäuren in den Boden bewirken. Dies könnte den Grundstein für die Entstehung historischer Mikroorganismen, also der "ersten Lebensformen", gelegt haben.
Der Chemiker Stephen Fried von der Johns Hopkins University, der die Forschung leitete, sagte: "Wir sehen in jedem Organismus, vom Menschen bis hin zu Bakterien, dieselben Aminosäuren. Der Grund dafür ist, dass jede Lebensform auf der Erde durch einen Organismus miteinander verbunden ist, der der gemeinsame Vorfahre aller Lebewesen ist."
Nachrichtenquelle: 12punto
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