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Forschungsergebnisse überraschen: Adipöse Menschen sind glücklicher

Eine umfassende Studie in der Türkei hat ergeben, dass adipöse Menschen ein höheres Glücksempfinden aufweisen als andere. Als wesentliche Quellen für das Glück wurden soziale Unterstützung und ein Lebenssinn identifiziert.

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Forschungsergebnisse überraschen: Adipöse Menschen sind glücklicher

In einer landesweiten Glücksstudie, die von Prof. Dr. Ercan Yılmaz von der Necmettin-Erbakan-Universität, dem Experten Abdullah Aktürk und der psychologischen Beraterin Demet Yılmaz mit rund 1700 Teilnehmern durchgeführt wurde, konnten bemerkenswerte Ergebnisse erzielt werden.

Im Rahmen der Untersuchung wurden die Auswirkungen von Einkommensniveau, Bildungsstand, Familienstruktur, Lebensbedingungen, psychologischer Einstellung und sozialen Beziehungen auf das Glücksempfinden detailliert analysiert. Die Ergebnisse zeigten, dass soziale Unterstützung, ein Gefühl von Freiheit, ein Lebenssinn und die Lebenseinstellung weitaus bedeutender sind als wirtschaftliche Bedingungen.

Während 35,93 Prozent der Teilnehmer sich als "glücklich" und 27,56 Prozent als "sehr glücklich" bezeichneten, gab fast jeder sechste Befragte an, generell eine positive Grundstimmung zu haben. Es wurde festgestellt, dass das Glücksniveau bei adipösen Personen im Vergleich zu untergewichtigen, normalgewichtigen und leicht übergewichtigen Menschen signifikant höher ist. Dieser Befund verdeutlicht, dass nicht das äußere Erscheinungsbild, sondern das soziale und psychologische Umfeld die Stimmung maßgeblich beeinflusst.

SOZIALE UNTERSTÜTZUNG UND LEBENSINN GEWINNEN AN BEDEUTUNG

Prof. Dr. Ercan Yılmaz äußerte sich in seiner Bewertung der Studie wie folgt: „Bevor wir die Forschung begannen, gingen wir aufgrund unserer Beobachtungen von der Annahme aus, dass ein Großteil der Gesellschaft unglücklich sei. Doch die Ergebnisse, die wir erzielt haben, waren ziemlich überraschend. Wir haben gesehen, dass Menschen mehr Freude am Leben haben und sich glücklicher fühlen, wenn sie ein Ziel im Leben haben. Zudem ist die Glücksrate bei Personen, die soziale Unterstützung aus ihrem Umfeld erhalten, bemerkenswert hoch. Was adipöse Menschen betrifft, so wird in der Gesellschaft oft angenommen, dass sie unglücklich seien, doch unsere Ergebnisse zeigen das genaue Gegenteil. Adipöse Menschen sind glücklicher als Nicht-Adipöse. Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Erfüllung von familiären Pflichten; auch dies hat einen glückssteigernden Effekt.“

In der Studie wurde zudem ein auffälliger Zusammenhang zwischen Bildungsniveau und Glück festgestellt. Grundschul- und Universitätsabsolventen erwiesen sich als glücklicher als Personen mit einem Mittel- oder Oberschulabschluss. Darüber hinaus wurde festgehalten, dass Arbeitsbedingungen und die Art der Tätigkeit das Glücksempfinden der Individuen positiv oder negativ beeinflussen können.

EINKOMMENSGLEICHHEIT UND DER EINFLUSS ANDERER FAKTOREN

In der Untersuchung zeigte sich, dass der Einfluss des Einkommens auf das Glück ab einem gewissen Punkt nicht weiter zunimmt. Obwohl Menschen mit einem Einkommen unter dem Mindestlohn unglücklicher sind, wurde festgestellt, dass Einkommensunterschiede oberhalb dieser Schwelle das Glücksempfinden nicht signifikant verändern. Prof. Dr. Yılmaz erklärte: „Es wurde zudem festgestellt, dass das Nacheifern von Luxusleben in Fernsehserien und der Vergleich mit dem komfortablen Leben in anderen Ländern das Gefühl der Unzufriedenheit bei den Menschen verstärkt. Wer seine Lebensentscheidungen frei treffen kann, ist glücklicher. Betrachtet man zudem die Familienform, so ist die Glücksrate bei Menschen in Kernfamilien höher.“

Zu den regionalen Ergebnissen der Studie zählt die Beobachtung, dass sich Bewohner in Südost- und Ostanatolien im Vergleich zu anderen Regionen unglücklicher fühlen. Es wurde betont, dass eine komplexe Denkweise und eine komplizierte Herangehensweise an Ereignisse die Menschen unglücklicher machen. Zudem wurde aufgezeigt, dass ein übermäßiges Interesse an Nachrichten und Politik das Unglücksempfinden bei Individuen steigert.

Schließlich wurde kein nennenswerter Unterschied im Zusammenhang zwischen dem Wohnort (Dorf, Kleinstadt, Stadt, Metropole) und dem Alter festgestellt. Es hat sich erneut gezeigt, dass die wahren Bestimmungsfaktoren für das Glück weniger wirtschaftliche oder ökologische Faktoren sind, sondern vielmehr die soziale Unterstützung und die Lebenseinstellung des Einzelnen.


Nachrichtenquelle: 12punto

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