512-Million-TL-Betrug bei Diyarbakır-Operation „Geier“ aufgedeckt
Ein Betrügernetzwerk, das Bürger auf der Suche nach zinslosen Krediten im Internet ins Visier nahm und sich als Bankmitarbeiter ausgab, wurde zerschlagen. Von 25 Verdächtigen, die bei gleichzeitigen Razzien in 14 Provinzen festgenommen wurden, sind 18 in Untersuchungshaft. Laut einem MASAK-Bericht wickelte das kriminelle Netzwerk Transaktionen im Wert von 512 Millionen TL ab.
Im Rahmen einer groß angelegten Betrugsermittlung der Polizeidirektion Diyarbakır, die unter dem Namen „Operation Geier“ (Akbaba Operasyonu) durchgeführt wurde, konnte eine bedeutende kriminelle Organisation aufgedeckt werden. Es wurde festgestellt, dass die Verdächtigen gezielt Bürger ansprachen, die im Internet nach „zinslosen Krediten“ suchten, und sich dabei als Bankangestellte ausgaben, um sie zu betrügen.
Die Verdächtigen nahmen Kontakt zu den Bürgern auf und täuschten sie mit der Lüge, es gebe „verdächtige Transaktionen auf ihrem Konto“. Es wurde ermittelt, dass die erbeuteten Gelder über Krypto-Wallets ins Ausland transferiert wurden. MASAK-Berichte belegen, dass die von den Verdächtigen genutzten Krypto-Wallets mit Krypto-Büros im Ausland verbunden waren, wo die Gelder in Bargeld umgewandelt wurden.
2 MONATE ÜBERWACHUNG, GLEICHZEITIGE OPERATION IN 14 PROVINZEN
Ein 30-köpfiges Spezialteam der Polizei von Diyarbakır führte zwei Monate lang eine akribische Überwachung durch. Berichte des Finanzkriminalitäts-Untersuchungsrates (MASAK) wurden geprüft und Hunderte von Bankbewegungen analysiert, um die Identität der 25 Verdächtigen zu ermitteln.
Die Operationen gegen die Verdächtigen fanden zeitgleich mit dem Zentrum in Diyarbakır sowie in Istanbul, Ankara, Izmir, Adana, Muğla, Aydın, Manisa, Mersin, Malatya, Kahramanmaraş, Gaziantep, Sivas und Kastamonu statt. Bei den Einsätzen, an denen auch Spezialeinheiten teilnahmen, wurden 25 Personen festgenommen.
Während der Razzien gerieten einige Verdächtige beim Anblick der Spezialeinheiten, die ihre Häuser stürmten, in Panik und warfen ihre Waffen sowie Laptops mit kritischen Dokumenten aus dem Fenster.
MASAK-BERICHT: 512 MILLIONEN TL AN VERDÄCHTIGEN TRANSAKTIONEN
Auch das finanzielle Ausmaß der Operation sorgte für Aufsehen. In dem von MASAK erstellten Bericht wurde ein Volumen an verdächtigen Transaktionen auf den Konten der Verdächtigen von insgesamt 512 Millionen TL festgestellt. Es wird davon ausgegangen, dass ein Teil dieses Betrags in Kryptowährungen umgewandelt und ins Ausland geschafft wurde.
Bei den durchgeführten Operationen wurden zahlreiche Häuser, Arbeitsplätze, Fahrzeuge und Bankkonten beschlagnahmt. Bei den Durchsuchungen wurden zwei nicht registrierte Pistolen sowie digitales Material sichergestellt.
18 PERSONEN INHAFTIERT, 7 UNTER AUFLAGEN FREIGELASSEN
Die 25 Verdächtigen wurden nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen dem Gericht überstellt. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft wurden 18 Personen inhaftiert und in ein Gefängnis überführt. Gegen die verbleibenden 7 Personen wurde eine Freilassung unter gerichtlicher Aufsicht angeordnet.
Nachrichtenquelle: İHA
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