Familiendrama in Ankara
Im Bezirk Yenimahalle in Ankara hat ein Vater seine Ehefrau, von der er sich scheiden lassen wollte, sowie seine fünfjährige Tochter getötet und anschließend versucht, sich das Leben zu nehmen.
Der Vorfall ereignete sich im Bezirk Yenimahalle in Ankara. Berichten zufolge rief Yakup Koca (55) seine Ehefrau Semiha Koca, die sich in einem Scheidungsprozess befand, in den Pavillon des Wohnkomplexes, um mit ihr zu sprechen. Semiha Koca (43) kam mit ihrer fünfjährigen Tochter H.K. zum Pavillon.
Yakup Koca und Semiha Koca begannen aus noch ungeklärten Gründen zu streiten. Im Verlauf der Auseinandersetzung zog Yakup Koca eine mitgeführte Waffe, schoss auf seine Frau und seine Tochter H.K. und versuchte anschließend, sich durch einen Schuss in den eigenen Kopf das Leben zu nehmen.
Nach dem Notruf wurden Polizei und Rettungskräfte zum Tatort entsandt. Die eintreffenden Sanitäter des 112-Notdienstes stellten den Tod der Mutter und ihrer fünfjährigen Tochter fest. Yakup Koca wurde in ein Krankenhaus eingeliefert. Die Polizei hat Ermittlungen zu dem Vorfall eingeleitet.

"NACH DEM SCHUSS HÖRTE ICH DIE STIMME EINES KINDES"
Eine Augenzeugin des Vorfalls, Fatma Erciyes, schilderte die Ereignisse wie folgt:
"Zuerst dachte ich, es seien Geräusche von Spielzeugpistolen. Es war nicht sehr laut. In diesem Moment rannte eine Frau geradeaus. Wie ich später erfuhr, war sie die Schwester des Täters. Ich wollte den Moment des Geschehens aufnehmen, hatte aber Angst, dass er auch auf mich schießen könnte. Der Vorfall ereignete sich im Pavillon. Zuerst fielen ein oder zwei Schüsse, dann hörte ich die Stimme eines Kindes, das rief: 'Hör auf Papa, tu das nicht'. Als die Frau dann in diese Richtung rannte, fiel ein weiterer Schuss. Ich vermute, dass der Mann zuletzt auf sich selbst geschossen hat."
Als sie später nachsahen, lagen alle am Boden. Die Frau war wohl vor etwa einem Monat zu ihrer Mutter gezogen. Sie wollte sich scheiden lassen, aber die Familien wollten, dass sie sich wieder versöhnen.
Die Schwester war wohl gekommen, damit sie sich treffen und sprechen konnten, aber die Frau wollte sich auf keinen Fall mit ihm treffen. Das sagen zumindest die Nachbarn, ich selbst hatte keinen engen Kontakt. Er soll gesagt haben: 'Lass mich das Kind ein letztes Mal sehen', und so brachte sie es nach unten. So hat sich der Vorfall ereignet. Er war bewaffnet gekommen.
Die Schwester wusste wohl, dass er mit einer Waffe kam, wollte die beiden aber dennoch versöhnen. Zuerst schoss er auf seine Frau. Dann schoss er auf das Kind und auf sich selbst. Ich habe gehört, dass die Frau verstorben ist, und das Kind lag ebenfalls leblos da. Das Kind lag auf dem Boden, die Frau im Pavillon. Es war ein Kind im Alter von fünf oder sechs Jahren. Es war eine Ehe, die kurz vor dem Aus stand. Wie immer bei einem Femizid hieß es: Entweder du gehörst mir oder der schwarzen Erde.
Nachrichtenquelle: İHA
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