Fatih Portakal zur Cumhuriyet-Zeitung: 'Warum sollte ich zur Gala einer unverbesserlichen, befleckten Führung gehen, die sich für bezahlte Berichterstattung hergibt?'
Der Journalist Fatih Portakal hat erklärt, warum er nicht an der 100-Jahr-Feier der Cumhuriyet-Zeitung im Cemil-Reşit-Rey-Saal der Stadtverwaltung Şişli teilgenommen hat. Portakal hatte bereits zuvor heftige Kritik an der Zeitungsführung geübt, die im vergangenen Jahr durch einen Skandal um bezahlte Berichterstattung in die Schlagzeilen geraten war. Der Markenwert und das Ansehen der Zeitung hatten in diesem Prozess schweren Schaden genommen.
Die Cumhuriyet-Zeitung, eine der angesehensten Zeitungen der türkischen Presse, feierte kürzlich ihr 100-jähriges Bestehen mit einer Veranstaltung, an der auch prominente Persönlichkeiten aus Kunst, Wirtschaft und Politik teilnahmen.
Der Journalist Fatih Portakal, der der Veranstaltung fernblieb, äußerte sich dazu über seinen Social-Media-Account.
Ich bin nicht zur 100-Jahr-Feier der Cumhuriyet-Zeitung gegangen. Warum sollte ich zur Gala einer unverbesserlichen, meiner Meinung nach befleckten Führung gehen, die sich für bezahlte Berichterstattung hergibt und Leute entlässt, weil sie dies aufgedeckt haben? Soll ich mich etwa mit ihrem Charakter gemein machen?
Im vergangenen Jahr war die Cumhuriyet-Zeitung durch einen Skandal in die Schlagzeilen geraten, bei dem es darum ging, dass die Zeitung gegen Bezahlung Berichte veröffentlichte, die sich gegen das E-Commerce-Gesetz einer chinesischen E-Commerce-Plattform richteten.
Während der heftigen Debatten, die daraufhin entbrannten, wurde der Name der Zeitung beschmutzt, und in verschiedenen Medien erschienen Berichte darüber, in welche Lage die Stiftungsmanager die Zeitung gebracht hatten.
Einer derjenigen, die scharfe Kritik an der Zeitungsführung und der Praxis der bezahlten Berichterstattung übten, war der bekannte Journalist Fatih Portakal.
Portakal veröffentlichte seinen Social-Media-Beitrag, in dem er erklärte, warum er nicht an der 100-Jahr-Feier der Zeitung teilgenommen hatte, auf seinem Twitter-Account, dem über 9 Millionen Menschen folgen.
Der erfahrene Journalist betonte, dass er die für den Skandal verantwortliche Zeitungsführung als 'befleckt' betrachte.
Ich bin nicht zur 100-Jahr-Feier der Cumhuriyet-Zeitung gegangen. Warum sollte ich zur Gala einer unverbesserlichen, meiner Meinung nach befleckten Führung gehen, die sich für bezahlte Berichterstattung hergibt und Leute entlässt, weil sie dies aufgedeckt haben? Soll ich mich etwa mit ihrem Charakter gemein machen? @cumhuriyetgzt ihren institutionellen Namen und ihre Vergangenheit so sehr...
— fatih portakal (@fatihportakal) 9. Mai 2024
Nachrichtenquelle: 12punto
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