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Drei Schlussfolgerungen von Murat Yetkin zu Erdoğans MİT-Rede

Der Journalist Murat Yetkin hat aus der Rede von Präsident Recep Tayyip Erdoğan anlässlich des 97. Jahrestages des türkischen Geheimdienstes (MİT) drei Schlussfolgerungen für die Sicherheit der Türkei gezogen.

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Drei Schlussfolgerungen von Murat Yetkin zu Erdoğans MİT-Rede

Präsident Recep Tayyip Erdoğan forderte am 10. Januar in seiner Rede anlässlich des 97. Jahrestages des Milli İstihbarat Teşkilatı (MİT), dass öffentliche Einrichtungen unter der Anleitung des MİT von türkischen Unternehmen entwickelte Messaging-Apps nutzen sollen.

Hier sind die drei Schlussfolgerungen, die der Journalist Murat Yetkin am 10. Januar aus der Rede von Präsident Erdoğan bei der 97-Jahr-Feier des MİT gezogen hat:

Der entsprechende Abschnitt aus Yetkins Artikel lautet wie folgt:

„Wir sind uns bewusst, dass die aufrechte und entschlossene Haltung der Türkei in regionalen Krisen, insbesondere angesichts der Massaker in Gaza, einige Akteure stört und deren Pläne durchkreuzt. Die Zunahme von Spionageaktivitäten gegen unser Land in jüngster Zeit ist nur eine der Manifestationen dieses Unbehagens.“

Erste Schlussfolgerung: Die Spionageaktivitäten gegen die Türkei nehmen zu. Gehen diese Spionageaktivitäten nur von Israel aus, wie es das Beispiel von Erdoğan nahelegt? Bei welchen anderen Ländern und Organisationen ist ein Anstieg der Spionageaktivitäten zu beobachten? Befinden sich darunter neben NATO-Verbündeten der Türkei wie den USA und Griechenland auch regionale Konkurrenten wie Russland, der Iran oder arabische Länder? Gab es neben den auf israelischer Seite arbeitenden niederrangigen Spionen – meist Palästinenser – auch Spione aus anderen Ländern, die gefasst, der Justiz übergeben oder des Landes verwiesen wurden?

„Wir verfolgen mit Stolz die Erfolge des MİT bei der Abwehr von Cyberangriffen auf Staatsbedienstete und kritische Institutionen.“

Zweite Schlussfolgerung: Wir erfahren, dass in der aktuellen Phase Cyberangriffe auf Staatsbedienstete und kritische Institutionen verübt wurden und diese vom MİT abgewehrt werden konnten. Gegen wen und welche Institutionen richteten sich diese Angriffe und wer steckte dahinter? Wurden einige der Täter gefasst, der Justiz übergeben oder verurteilt?

„Mit der Verbreitung von Smartphones hat auch die Nutzung ausländischer Messaging-Apps unter Beamten zugenommen. Leider werden über diese Anwendungen auch viele Informationen, Dokumente, Notizen und Unterlagen unserer offiziellen Institutionen geteilt. Es ist offensichtlich, dass dies eine ernsthafte Schwachstelle für die Informationssicherheit darstellt.“

Dritte Schlussfolgerung: Der Präsident sagt, dass hochrangige Beamte offizielle Informationen und Dokumente über ihre Mobiltelefone teilen und dies eine Schwachstelle für die Informationssicherheit darstellt. Sind auf diesem Weg vertrauliche Informationen oder Dokumente in die Hände feindlicher Länder und Organisationen gelangt? Erdoğan forderte im weiteren Verlauf, dass öffentliche Einrichtungen unter der Anleitung des MİT von türkischen Unternehmen entwickelte Messaging-Apps nutzen sollen, wobei er darauf verwies, dass einige europäische Länder Beschränkungen für „Beamte auf bestimmten Ebenen und in bestimmten Funktionen“ eingeführt haben. Wird der MİT die Kompetenz und Sicherheit dieser Software garantieren? Wird der MİT verantwortlich sein, falls es erneut zu Problemen kommt? Und wird auf diesem Weg neben dem offiziellen Schriftverkehr auch die gesamte inoffizielle Kommunikation über diese Software durch den Filter des MİT laufen?


Nachrichtenquelle: 12punto

Milli İstihbarat Teşkilatı Recep Tayyip Erdoğan