Rechtsextremismus in Europa auf dem Vormarsch: Metiner warnt AKP: 'Was auch immer nötig ist...'
Der ehemalige AKP-Abgeordnete und Yeni-Şafak-Kolumnist Mehmet Metiner argumentiert, dass der Aufstieg der extremen Rechten im Europäischen Parlament auch die Türkei beeinflussen werde. Er betonte: „Es ist aus Vorsichtsgründen unerlässlich, sich bereits jetzt geistig auf mögliche Auswirkungen auf die Türkei vorzubereiten und mit einer neuen politischen Vernunft Lösungswege für mögliche Szenarien zu erarbeiten.“
Bei den Wahlen zum Europäischen Parlament (EP) haben rechtsextreme Parteien nach Österreich nun auch in Frankreich den ersten Platz belegt. Der Yeni-Şafak-Kolumnist Mehmet Metiner verfasste einen Artikel mit dem Titel „Wird uns der Aufstieg der extremen Rechten in Europa beeinflussen?“.
In dem Abschnitt seines Artikels mit dem Titel „Risikobereiche in der Türkei“ listete Metiner die Punkte „Flüchtlingsproblematik, wirtschaftliche Probleme, Nordsyrien und die kurdische Frage“ auf.
„Wir müssen das wirtschaftliche Problem lösen, was auch immer nötig ist“, so Metiner, und fügte hinzu: „Andernfalls könnte dies in Verbindung mit der Flüchtlingsproblematik dazu führen, dass unser Land in falsche und gefährliche politische Bahnen gelenkt wird. In diesem Fall könnten Parteien, die Populismus betreiben, indem sie versprechen, ‚jedem großzügig etwas zu verteilen‘, durchaus aus der Wahlurne hervorgehen. Oder sie könnten als neue Option, die die politische Stabilität gefährdet, die politische Bühne betreten.“
Der entsprechende Teil von Metiners Artikel lautet wie folgt:
„Das Problem hierbei ist: Eine Dauerhaftigkeit, die zu einem sichtbaren demografischen Wandel führen wird, könnte zusammen mit einem forcierten ethnischen Nationalismus in Fremdenfeindlichkeit umschlagen. Wir müssen das wirtschaftliche Problem lösen, was auch immer nötig ist. Andernfalls könnte dies in Verbindung mit der Flüchtlingsproblematik dazu führen, dass unser Land in falsche und gefährliche politische Bahnen gelenkt wird. In diesem Fall könnten Parteien, die Populismus betreiben, indem sie versprechen, ‚jedem großzügig etwas zu verteilen‘, durchaus aus der Wahlurne hervorgehen. Oder sie könnten als neue Option, die die politische Stabilität gefährdet, die politische Bühne betreten.
Sollte die AK-Partei keine Schritte zur Behebung dieser Problembereiche unternehmen, wird sie schnell aufhören, die Hoffnung der Nation zu sein, und ich fürchte, dass das daraus entstehende politische Vakuum von Parteien genutzt wird, die rechtsextreme Argumente verwenden.“
Nachrichtenquelle: 12punto
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