Antrag auf Parteiausschluss von İmamoğlus Berater: CHP-Vorstoß gegen Ertan Yıldız
Ertan Yıldız, ein Berater von Ekrem İmamoğlu, der im Rahmen der Korruptionsermittlungen gegen die Stadtverwaltung Istanbul (İBB) verhaftet wurde, hat einen Antrag auf Kronzeugenregelung gestellt. Während Yıldız' Aussage, gegen den nun ein Ausschlussverfahren aus der CHP eingeleitet wurde, für Diskussionen sorgt, wurden gegen zwei Anwälte von İmamoğlu Ermittlungen wegen angeblicher „Druckausübung“ aufgenommen.
Wie bekannt wurde, wurde ein Antrag auf Ausschluss von Ertan Yıldız, dem Berater von İmamoğlu, aus der CHP gestellt. Yıldız war im Rahmen der Ermittlungen gegen die İBB verhaftet worden und hatte einen Antrag auf Kronzeugenregelung gestellt. Unterdessen hat die Istanbuler Generalstaatsanwaltschaft Ermittlungen gegen zwei Anwälte von İmamoğlu eingeleitet, nachdem Vorwürfe laut wurden, sie hätten Druck auf Yıldız ausgeübt.
Es wurde bekannt, dass Ertan Yıldız, der im Rahmen der „Korruptionsermittlungen“ gegen die Stadtverwaltung Istanbul (İBB) verhaftet wurde – er ist Vorsitzender der Kommission für städtische Beteiligungen und Tochtergesellschaften der İBB-Versammlung sowie Berater des Bürgermeisters Ekrem İmamoğlu –, einen Antrag auf Kronzeugenregelung gestellt und eine neue Aussage gemacht hat.
Yıldız behauptete, dass von Unternehmen im Gegenzug für Ausschreibungen bestimmte Forderungen gestellt worden seien, verwendete jedoch in Bezug auf die Bestechungsvorwürfe Formulierungen wie „ich habe gehört“, „ich vermute“ und „ich denke“.
Die Istanbuler Generalstaatsanwaltschaft, die die Aussagen von Yıldız als nicht ausreichend erachtete, schickte ihn zurück in das Gefängnis Kandıra, wo er in Untersuchungshaft sitzt.

ANTRAG AUF AUSSCHLUSS
Wie die Zeitung Cumhuriyet berichtet, hat der CHP-Bezirksverband Kadıköy den Antrag auf Ausschluss von Yıldız aus der Partei an die Parteiführung weitergeleitet.
In dem vom stellvertretenden Vorsitzenden des CHP-Bezirksverbands Kadıköy, Okan Karamanlı, eingereichten Antrag wird gefordert, dass Yıldız, der auch CHP-Mitglied der İBB-Versammlung für den Bezirk Bakırköy ist, zunächst vor das Disziplinarkomitee geladen und anschließend aus der Partei ausgeschlossen wird.
Es wurde bekannt, dass Yıldız kurz vor den Kommunalwahlen am 31. März 2024 Mitglied der CHP geworden war.
ERMITTLUNGEN GEGEN IMAMOGLUS ANWÄLTE
Andererseits teilte die Istanbuler Generalstaatsanwaltschaft mit, dass am 11. Mai in sozialen Medien und einigen Presseorganen Berichte erschienen seien, wonach Yıldız „einen Antrag auf Kronzeugenregelung gestellt und eine Aussage mit Inhalten zur Kronzeugenregelung gemacht habe“.
In der Fortsetzung der Erklärung hieß es: „Nach diesen Berichten wurde insbesondere in den letzten drei Tagen unter der Organisation der Anwälte des Verdächtigen Ekrem İmamoğlu, der als Kopf einer kriminellen Vereinigung gilt, nämlich Kemal Polat und Mehmet Pehlivan, versucht, durch Anwälte, die in keinem Mandatsverhältnis zu dem Verdächtigen Ertan Yıldız stehen, im Marmara-Gefängnis, wo er derzeit inhaftiert ist, eine Presseerklärung unterzeichnen zu lassen, wonach 'die besagte Aussage unter Druck zustande gekommen sei'. Aufgrund von Hinweisen, dass Yıldız und seine Familie hierfür bedroht wurden, sowie aufgrund von Feststellungen der Gefängnisverwaltung hat unsere Generalstaatsanwaltschaft von Amts wegen Ermittlungsverfahren eingeleitet.“
Nachrichtenquelle: 12punto
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