Brisante Kulisseninformationen zur CHP vor dem Parteitag: Die wahre Abrechnung folgt nach den Kommunalwahlen
Der Sözcü-Kolumnist Aytunç Erkin erklärte in seinem Artikel mit dem Titel „Die Machtverhältnisse in der CHP haben sich in zwei Wochen verschoben“, dass die eigentliche Abrechnung innerhalb der Partei erst nach den Kommunalwahlen stattfinden werde.
Der Journalist Aytunç Erkin übermittelte aus den Kulissen der CHP folgende Einschätzungen: „Die Lage in der CHP ist zu Beginn der Parteitagswoche unübersichtlich… Wer auch immer den Parteivorsitz gewinnt, die Listen für den Parteirat werden in Rekordhöhe durchgestrichen werden. Die wahre Abrechnung erfolgt nach den Kommunalwahlen. In der Zwischenzeit wird die Seite, die das Narrativ ‚Wir gewinnen‘ besser vermittelt, eine Auflösung auf der Gegenseite bewirken.“
„EIN KOPF-AN-KOPF-RENNEN“
Erkin äußerte in seinem heutigen Artikel, den er wenige Tage vor dem Parteitag verfasste, folgende Einschätzungen:
Erste Feststellung: Zum ersten Mal kann vor einem CHP-Parteitag niemand eine sichere und selbstbewusste Prognose abgeben. Das ist in gewisser Weise gut. Es zeigt, dass es ein Kopf-an-Kopf-Rennen ist. Andererseits ist es schlecht, da ein Misstrauen gegenüber den Delegierten herrscht. Stellen Sie es sich so vor… In Istanbul hat Ekrem İmamoğlu Unterschriften von Delegierten gesammelt. 185 Delegierte haben unterschrieben. Aber wen man auch fragt, die Mehrheit sagt: „Schau nicht auf die Unterschriften… Sie geben zwar ihre Unterschrift, stimmen aber anders ab.“ Dies ist ein Bild, das die Spaltung, das Misstrauen und die Politiklosigkeit in der Partei verdeutlicht. Der CHP-Vorsitzende hat das Motto des Parteitags als „Demokratie und Einheit im zweiten Jahrhundert“ festgelegt, aber die „Einheit“ existiert nur auf dem Papier. Bevor wir zu den Prognosen kommen, wer wie viele Stimmen erhalten wird, schauen wir uns die Schachzüge beider Seiten an.
„IN DEN LETZTEN ZWEI WOCHEN HABEN DIE ‚VERÄNDERER‘ AN MACHT GEWONNEN“
Zweite Feststellung: In den letzten zwei Wochen haben die „Veränderer“ an Macht gewonnen. Dabei spielt eine Rolle, dass die Veränderer organisierter arbeiten und über größere wirtschaftliche Möglichkeiten verfügen. Dennoch: Kılıçdaroğlus Treffen mit den Bezirksvorsitzenden der DEVA-Partei, seine Erklärungen darüber, an wen er die Partei übergeben wird, und sein Vorschlag, Ekrem İmamoğlu zum Vorsitzenden des Tagungspräsidiums zu ernennen. Diese drei Ereignisse haben die Veränderer gestärkt.
„80 PROZENT DER DELEGIERTEN HABEN SICH BEREITS ENTSCHIEDEN“
Dritte Feststellung: 80 Prozent der Delegierten haben ihre Entscheidung bereits endgültig getroffen. 20 Prozent sind noch unentschlossen. Kılıçdaroğlu wird in der letzten Woche versuchen, seine Botschaft „Ich bin bis zur Kommunalwahl hier, richtet eure Kalkulationen danach aus“ zu verstärken, indem er sich mit den Provinzvorsitzenden trifft und die Bürgermeister im Auge behält.
„DIE DELEGIERTEN AUS SÜDOST-ANATOLIEN IM FOKUS DES VERÄNDERUNGSFLÜGELS“
Vierte Feststellung: Der Veränderungsflügel versucht hingegen, unter Einsatz aller Mittel insbesondere auf die Delegierten aus Südost-Anatolien Einfluss zu nehmen. Dabei darf man auch nicht Özgür Özels Vorstoß vergessen, dass die mit der Zafer-Partei getroffene Vereinbarung die kurdischen Wähler verprellt habe.
Nachrichtenquelle: 12punto
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