EILMELDUNG... Urteil im Fall İmamoğlu gefallen: 1 Freispruch, 2 Verurteilungen
Gegen den im Silivri-Gefängnis inhaftierten Präsidentschaftskandidaten der CHP und Bürgermeister von Istanbul, Ekrem İmamoğlu, wurde im dritten Verhandlungstag des Akın-Gürlek-Prozesses eine Freiheitsstrafe von 1 Jahr und 8 Monaten verhängt.
Gegen den im Silivri-Gefängnis inhaftierten Präsidentschaftskandidaten der CHP und Bürgermeister von Istanbul, Ekrem İmamoğlu, wurde im Akın-Gürlek-Prozess eine Freiheitsstrafe von 1 Jahr und 8 Monaten verhängt. Vom Vorwurf der Zielscheibenbildung wurde İmamoğlu hingegen freigesprochen.
Beim Prozess, den auch der CHP-Vorsitzende Özgür Özel verfolgte, bildeten Bürger, die Ekrem İmamoğlu unterstützen wollten, bereits in den frühen Morgenstunden eine Menschenmenge vor dem Silivri-Gefängnis. Während sich der Bereich vor dem Gerichtssaal in eine Art Kundgebungsplatz verwandelte, betrat İmamoğlu den Saal unter dem Jubel von „Präsident İmamoğlu“-Sprechchören und Applaus.
DIALOG MIT DEM VORSITZENDEN RICHTER: „SO KURZ WIE DAS LEBEN“
Als der Richter İmamoğlu daran erinnerte, dass er in der vorangegangenen Sitzung lange gesprochen habe, und ihn aufforderte, diesmal ein kürzeres Plädoyer zu halten, antwortete dieser: „Das Leben ist ohnehin kurz, es wird so kurz wie das Leben sein.“ Diese Worte lösten im Saal Applaus aus.
SPANNUNGEN MIT DEM STAATSANWALT: „IST ES MIR VERBOTEN, SIE ANZUSEHEN?“
İmamoğlu erhielt eine Verwarnung, weil er während seines Plädoyers in Richtung des Staatsanwalts gesprochen haben soll. Daraufhin reagierte İmamoğlu mit der Frage: „Ist es mir verboten, den Herrn Staatsanwalt anzusehen?“, woraufhin die Anwälte und Zuschauer im Saal ihn mit Klopfen auf die Tische und Applaus unterstützten. Der Richter warnte: „Wenn das noch einmal vorkommt, lasse ich den Saal räumen.“
STRAFE UND FREISPRUCH IM SELBEN URTEIL
Das Gericht verhängte im „Beleidigungs“-Prozess gegen İmamoğlu eine Freiheitsstrafe von 1 Jahr und 8 Monaten. Vom Vorwurf der „Zielscheibenbildung“ wurde er jedoch freigesprochen. Während das Urteil von den Zuschauern protestiert wurde, kündigten İmamoğlus Anwälte an, Berufung einzulegen.
Der Anwalt von İmamoğlu, der während der Verhandlung das Wort ergriff, sagte: „Selbst Erdoğan war keinen Tag in Untersuchungshaft, er trat die Strafe erst nach Rechtskraft an. İmamoğlu hingegen ist seit 120 Tagen inhaftiert. Es ist nicht einmal klar, was ihm vorgeworfen wird, es gibt keine Anklageschrift.“ Zudem wurde daran erinnert, dass auch İmamoğlus Anwalt Mehmet Pehlivan inhaftiert ist.
İmamoğlu ging während der Verhandlung auch auf den Gesundheitszustand von Murat Çalık ein. Er kritisierte die Regierung scharf mit den Worten: „Ich möchte, dass mein Bruder Mehmet Murat Çalık nach Hause zurückkehrt. Diese Angelegenheit steuert auf einen Mord zu!“ Zudem richtete er einen Appell an die MHP und die DEM-Partei und warnte: „Nutzen Sie den Prozess für eine Türkei ohne Terror nicht für Ihre eigenen politischen Ambitionen.“
Nachrichtenquelle: 12punto
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