Erkan Baş zur „Kandidaturgebühr“: „Man darf leider nicht vergessen, dass Geld ein einflussreicher Akteur ist“
Der Vorsitzende der TİP, Erkan Baş, äußerte sich zu den Diskussionen, die nach der Ankündigung der „Kandidaturgebühr“ seiner Partei aufgekommen waren.
Der Vorsitzende der Arbeiterpartei der Türkei (TİP), Erkan Baş, äußerte sich im Rahmen des Wahlprogramms „O Seçim Bu Seçim“ seiner Partei.
„WAS ANDERE PARTEIEN MIT MILLIONEN TUN, ERLEDIGEN WIR MIT EIN PAAR TAUSEND LIRA“
Baş sprach über die Kandidaturgebühr und äußerte sich wie folgt:
„Wir versuchen, die Vorherrschaft von 1. Geld und 2. Religion in der Politik zu beseitigen. Unter den Parteien, die mit einem bestimmten Anspruch in diese Wahl gehen, ist die TİP die einzige, die keine staatliche Parteienfinanzierung erhält. Seit unserer Gründung führen wir unsere politischen Aktivitäten mit der Unterstützung unserer Mitglieder und Bürger durch. Wir wollen den Kapitalismus stürzen, aber die Wahlen, an denen wir teilnehmen, finden innerhalb der Grenzen des bestehenden Systems statt, und man darf leider nicht vergessen, dass Geld ein einflussreicher Akteur ist. Was andere Parteien mit Millionen tun, erledigen wir mit ein paar tausend Lira, aber letztendlich brauchen wir diese paar tausend Lira auch.
Lassen Sie mich auch Folgendes sagen: ‚Dass ein Freund, der für die TİP kandidieren möchte oder dessen Kandidatur vom jeweiligen Provinz- oder Bezirksverband vorgeschlagen wurde, aufgrund von Geldmangel nicht kandidieren kann...‘ So etwas kann es nicht geben. Das wäre eine Haltung, die unseren Prinzipien völlig widerspricht.“
KANDIDATURGEBÜHR
Laut einer Erklärung der Arbeiterpartei der Türkei wurden die Bedingungen für die Bewerbung als Kandidat für die Kommunalwahlen festgelegt. Zu den festgelegten Bedingungen gehörte auch eine Kandidaturgebühr.
Für die Bewerbung als Kandidat für das Amt des Oberbürgermeisters wurden 30.000 TL, für das Amt des Bürgermeisters einer Provinz 20.000 TL, für das Amt des Bürgermeisters eines Großstadtbezirks 15.000 TL, für das Amt des Bürgermeisters eines Bezirks ohne Großstadtstatus 10.000 TL, für das Amt des Bürgermeisters einer Gemeinde 7.500 TL, für die Kandidatur als Mitglied des Gemeinderats 2.000 TL und für die Kandidatur als Mitglied des Provinzrats 3.000 TL als Gebühr festgelegt.
Zudem wurde mitgeteilt, dass von Frauen, LGBTI+-Personen, Jugendlichen unter 25 Jahren sowie Personen mit einem ärztlichen Attest über eine Behinderung von mindestens 40 % nur die Hälfte der angekündigten Bewerbungsgebühr erhoben wird.
Nachrichtenquelle: 12punto
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