Fahrettin Altun fordert einheimische soziale Medien
Der Kommunikationsdirektor des türkischen Präsidenten, Fahrettin Altun, hat vor dem Hintergrund der gegen Instagram verhängten Zugangssperre erklärt, dass die Türkei eigene, einheimische und nationale Social-Media-Plattformen entwickeln müsse.
Die Behörde für Informations- und Kommunikationstechnologien (BTK) hatte eine Zugangssperre für Instagram verhängt. Auch nach über 48 Stunden ist der Zugriff auf Instagram weiterhin nicht möglich.
Der Kommunikationsdirektor des Präsidenten, Fahrettin Altun, rief während seiner Rede beim „Menschenrechtsschulungsprogramm“ in der AKP-Parteizentrale vor dem Hintergrund der Instagram-Sperre zu 'einheimischen und nationalen' Medien auf.
'HAT DIE UNGERECHTIGKEIT AUF GLOBALER EBENE VERSCHÄRFT'
Wie die Nachrichtenagentur AA berichtet, sagte Altun in dem entsprechenden Teil seiner Rede:
"So wie unsere einheimischen und nationalen Medienorganisationen in diesem Prozess entstanden sind und Marken hervorgebracht wurden, muss Ähnliches auch im digitalen Bereich, im Bereich der digitalen Medien, produziert werden. Ich möchte mich an die Eigentümer konventioneller Medienunternehmen wenden: 'Kommen Sie, investieren Sie viel mehr in neue Medien, in digitale Medien.' Ich spreche nicht nur von der Erstellung von Inhalten. Ich spreche vom Aufbau einheimischer und nationaler Social-Media-Plattformen. Die Social-Media-Plattformen, denen wir gegenüberstehen, sind Institutionen mit dem Status privater Unternehmen. Nachdem sie in diesen Bereich investiert haben, fanden sie ein weites Feld vor und haben heute leider die Ungerechtigkeit und die Krise der Wahrheit auf globaler Ebene verschärft. Dagegen müssen wir unsere eigenen einheimischen und nationalen Social-Media-Plattformen schaffen. An diesem Punkt kommt unserem Privatsektor eine wirklich sehr wichtige Rolle zu. Der Erfolg unseres Serien-Sektors in der Welt ist offensichtlich. Der Erfolg türkischer Unternehmen in der Welt ist offensichtlich. Wir müssen nur daran glauben. Wir müssen uns selbst vertrauen. Wir als Institution sind bereit, in diesem Prozess jede erdenkliche Erleichterung zu bieten."
URALOĞLU HATTE GESAGT: 'WIR HABEN NICHT DAS ERREICHT, WAS WIR WOLLTEN'
Heute führten Bürokraten des Ministeriums für Verkehr und Infrastruktur ein Gespräch mit Vertretern von Instagram; die Gesprächsanfrage war von Instagram gekommen. Nach dem Treffen wurde eine endgültige Entscheidung bezüglich Instagram erwartet. Doch der Minister für Verkehr und Infrastruktur, Abdulkadir Uraloğlu, erklärte nach dem um 19.00 Uhr beendeten Treffen: "Wir haben bei den Gesprächen zur Freischaltung von Instagram nicht das Ergebnis erzielt, das wir uns erhofft hatten. Ich dachte, wir könnten diese Angelegenheit heute abschließen, aber das war nicht der Fall. Es gibt keinen Fortschritt in der Angelegenheit Instagram", sagte er.
Nachrichtenquelle: 12punto
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