Bemerkenswerter Artikel von Kılıçdaroğlu... 'Türkei, Trump, Netanjahu-Konsens': Betonung auf BOP-Co-Vorsitz
Kemal Kılıçdaroğlu kritisierte in seiner Kolumne in der Zeitung Karar die Entwicklungen in Syrien, die Außenpolitik der Türkei und die Schritte der USA im Rahmen des Projekts Großraum Nahost (BOP) mit scharfen Worten. Der ehemalige CHP-Vorsitzende erklärte, die Türkei sei zu einem Teil eines globalen Konsenses gemacht worden. Hier sind die Details...
Der ehemalige Vorsitzende der CHP, Kemal Kılıçdaroğlu, äußerte in einem für die Zeitung Karar verfassten Artikel bemerkenswerte Kommentare zu den jüngsten Entwicklungen in Syrien. Kılıçdaroğlu erklärte, dass die Sicherheitsmaßnahmen der Türkei Israel beunruhigten, und betonte, dass der laufende Prozess im Rahmen einer „stillschweigend zwischen der Türkei, Trump und Netanjahu getroffenen Übereinkunft“ zu lesen sei.
„HINTER DEM PROZESS STEHEN DIE USA UND DIE GME“
Kemal Kılıçdaroğlu bewertete die Syrien-Politik der USA im Kontext des „Projekts Großer Naher Osten“ (GME). Er wies darauf hin, dass Washington in Syrien sowohl die mit Al-Qaida verbundene Dschulani-Führung als auch die SDF, deren Rückgrat die PYD bildet, wie gleichberechtigte Akteure an denselben Tisch setze. Dies zeige, dass eine verdeckte kurdische Autonomiestruktur in Syrien faktisch akzeptiert werde.
„Dass die neue syrische Führung mit der SDF als gleichwertig angesehen wird und die PYD ohne Waffenabgabe Teil des politischen Prozesses wird, zeigt, dass die USA im Rahmen der GME zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen“, so Kılıçdaroğlu, der hinzufügte, dass Washington mit diesem Schachzug seinen strategischen Zielen in der Region einen Schritt näher gekommen sei.
EINE BOTSCHAFT VON ISRAEL UND DER EU AN DIE TÜRKEI?
Kılıçdaroğlu interpretierte zudem die kurzfristige Absage des geplanten Treffens des EU-Außenbeauftragten mit Außenminister Hakan Fidan sowie die Bombardierung einiger Flughäfen in Syrien durch Israel als „Botschaft an die Türkei“.
Andererseits merkte Kılıçdaroğlu an, dass auch Trumps lobende Worte über Präsident Erdoğan in dieser Gleichung von Bedeutung seien, und äußerte: „All diese Entwicklungen könnten Anzeichen für eine stillschweigend zwischen der Türkei, Trump und Netanjahu getroffene Übereinkunft sein.“
„ERDOĞAN HATTE EINGERÄUMT, KO-VORSITZENDER DER GME ZU SEIN“
In seinem Artikel verwies Kılıçdaroğlu auch auf die Aussage von Präsident Erdoğan aus dem Jahr 2006, in der er sagte: „Ich bin der Ko-Vorsitzende der GME“, und betonte, dass die Türkei in diesem Projekt nicht nur als Zielland, sondern auch in die Position eines Umsetzers gebracht worden sei.
Der ehemalige CHP-Chef wies zudem auf Trumps frühere Aussage hin, wonach „der Schlüssel zu Syrien in den Händen der Türkei liegt“, und argumentierte, dass die zentralistische Struktur des Präsidialsystems es globalen Mächten erleichtere, ihre Projekte in der Türkei umzusetzen.
„EINE TÜRKEI ALS TRÄGERIN GLOBALER PLÄNE“
Kılıçdaroğlu schloss seinen Artikel mit den Worten: „Die Türkei bestimmt nicht mehr nur über ihr eigenes Schicksal, sondern hat auch die Rolle eines Subunternehmers für globale Pläne in der Region übernommen. Stillschweigende Übereinkünfte und undurchsichtige Bündnisse entfernen unser Land vom Prinzip der Unabhängigkeit in der Außenpolitik.“
Nachrichtenquelle : 12punto
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