Bemerkenswerter Kommentar zu Bahçelis Nordzypern-Vorstoß: 'Es war als Botschaft gedacht'
Der Minister für öffentliche Arbeiten und Verkehr der TRNZ, Erhan Arıklı, bewertete die Aussage des MHP-Vorsitzenden Devlet Bahçeli, die "TRNZ solle die 82. Provinz werden", als "Botschaft". Arıklı sprach zudem die Bemühungen zur Gründung einer eigenen Fluggesellschaft der TRNZ sowie die Diskussionen über ein Präsidialsystem an.
Der Minister für öffentliche Arbeiten und Verkehr der TRNZ, Erhan Arıklı, äußerte sich zu der Aussage des MHP-Vorsitzenden Devlet Bahçeli, die TRNZ solle die "82. Provinz werden". Arıklı erklärte, dass diese Äußerung Bahçelis als "Botschaft" zu verstehen sei und es absurd wäre, dies rechtlich oder politisch ernsthaft zu diskutieren. Arıklı betonte, er glaube, dass Bahçeli mit dieser Aussage nicht direkt die TRNZ adressiert habe, sondern das Ziel verfolgte, anderen Parteien eine Botschaft zu senden.
Arıklı unterstrich, dass das Fehlen einer nationalen Fluggesellschaft für die TRNZ ein großes Handicap darstelle. Er gab an, nach seinem Amtsantritt Kontakt zu allen Fluggesellschaften in der Türkei aufgenommen zu haben und dass ein großer, in Russland ansässiger Reiseveranstalter positiv auf dieses Projekt reagiert habe. Aufgrund des Status quo sei dieses Vorhaben jedoch blockiert worden, so Arıklı: "Wir müssen unbedingt eine Fluggesellschaft gründen, und wir werden es auch tun." Er erinnerte daran, dass dieser Schritt seit 10 bis 15 Jahren nicht vollzogen worden sei, und fügte hinzu: "Wir wollten eine Fluggesellschaft gründen, die bisher niemand aufbauen konnte, doch einige fühlten sich dadurch gestört. Trotzdem werden wir dieses Vorhaben zum Erfolg führen."
PLÄNE ZUR ERZIELUNG VON EINNAHMEN FÜR DIE TÜRKEI DURCH SOLARENERGIE
Bezüglich der Energieprojekte wies Arıklı auf das Potenzial der TRNZ bei der Nutzung von Solarenergie hin. Trotz des Scheiterns des von Südzypern jahrelang verfolgten EuroAsia-Projekts sei die Tatsache, dass die TRNZ jährlich 2400 Sonnenstunden verzeichnen könne, ein großer Vorteil. Arıklı erklärte, dass durch die Erneuerung der bestehenden Übertragungsleitungen auf jedem Hausdach Solarpaneele installiert werden könnten und man plane, den überschüssigen Strom an die Türkei zu verkaufen. Auf diese Weise wolle man sowohl den Energiebedarf der TRNZ decken als auch die überschüssige Energie in die Türkei exportieren.
Arıklı äußerte, dass die Politik der Zwei-Staaten-Lösung auf der Insel nicht ausreichend mit Inhalten gefüllt worden sei und der Konföderationsprozess, der in der Zeit von 1998 bis 1999 zur Sprache kam, bis heute nicht erfolgreich vorangekommen sei. Er betonte, dass die griechisch-zyprische Seite die Wahrnehmung schüre, die türkisch-zyprische Gemeinschaft werde mit der Zeit auf ihren Staat verzichten, und sagte, dass sich diese Wahrnehmung nach den Crans-Montana-Gesprächen im Jahr 2017 verstärkt habe.
Arıklı argumentierte, dass das parlamentarische System das Land nicht tragen könne, und betonte, dass die TRNZ zu einem Präsidialsystem übergehen müsse. Er wies darauf hin, dass die 1960 gegründete Republik Zypern mit einem Präsidialsystem ins Leben gerufen wurde, und betonte, dass dieses System in Südzypern erfolgreich funktioniere. Die Einführung des parlamentarischen Systems in der TRNZ im Jahr 1983 bezeichnete er als historischen Fehler und erklärte, dass dieses System keine Stabilität gewährleiste.
Arıklı gab an, dass die Ideen zur Notwendigkeit eines Präsidialsystems für das Land weitgehend auf Zustimmung stießen. Er erinnerte jedoch daran, dass die Gesellschaft in Bezug auf Verfassungsänderungen eine status-quo-orientierte Haltung einnehme und selbst der für 2020 geplante Vorschlag zur Erhöhung der Richterzahl abgelehnt worden sei. Arıklı betonte, dass für den Übergang zum Präsidialsystem eine ernsthafte Verfassungsänderung erforderlich sei.
Erhan Arıklı erklärte, dass verschiedene Projekte zur Lösung der Probleme, mit denen die TRNZ konfrontiert ist, zügig umgesetzt würden, und betonte, dass wichtige Schritte wie die Stromerzeugung aus Solarenergie und der Übergang zum Präsidialsystem für die Zukunft des Landes notwendig seien.
Nachrichtenquelle : 12punto
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