Debatte um das „Recht auf Hoffnung“ beendet: Klare Botschaft von AKP-Führungskräften!
Die Forderung nach dem „Recht auf Hoffnung“, die im Rahmen des von MHP-Chef Devlet Bahçeli initiierten zweiten Öffnungsprozesses aufgekommen war, wurde von der AKP-Seite zurückgewiesen. Parteiquellen erklärten: „Dieses Thema wird nicht einmal zur Diskussion gestellt.“ Hier sind die Einzelheiten...
Im İmralı-Prozess gibt es neue Entwicklungen. Der Prozess, den der Vorsitzende der MHP, Devlet Bahçeli, am 22. Oktober eingeleitet hat, wird über eine eigens in der Großen Nationalversammlung der Türkei (TBMM) eingerichtete Kommission geführt. Die Debatte über das „Recht auf Hoffnung“, die Bahçeli zu Beginn des Prozesses für Abdullah Öcalan, den Anführer der Terrororganisation PKK, ins Spiel gebracht hatte, ist erneut in den Mittelpunkt der politischen Agenda gerückt.
İMRALI-PROZESS WIRD ÜBER KOMMISSION FORTGESETZT
Nach Bahçelis Aufruf setzt die in der TBMM gebildete Kommission ihre Kontakte bezüglich des Prozesses fort. Während der laufenden Phase hat die DEM-Partei das Thema „Recht auf Hoffnung“ mehrfach auf die Tagesordnung gebracht. Parteivertreter waren diesbezüglich mit Justizminister Yılmaz Tunç aneinandergeraten.
VORSTOSS VON ARINÇ: „WENN NÖTIG, SPRECHE ICH MIT ÖCALAN“
In den vergangenen Tagen sorgte der ehemalige Parlamentspräsident Bülent Arınç mit der Aussage „Wenn nötig, gehe ich nach İmralı und spreche mit Öcalan“ für Aufsehen. Arınç’ Worte führten zu Interpretationen, dass das „Recht auf Hoffnung“ innerhalb der AKP wieder auf der Tagesordnung stehe. Nach dieser Entwicklung wurden auch in den regierungsnahen Medien neue Informationen über den Prozess veröffentlicht.
VORBEREITUNG AUF NEUE REGELUNG NACH „FESTSTELLUNG DER WAFFENNEDERLEGUNG“
Dem Bericht der Zeitung Türkiye Gazetesi zufolge soll im Parlament eine gesetzliche Regelung getroffen werden, sobald die Bestätigung vorliegt, dass der „Prozess der Waffeniederlegung abgeschlossen ist“. In diesem Rahmen ist geplant, einen neuen Gesetzentwurf in die TBMM einzubringen. Die Regelung soll Bestimmungen darüber enthalten, wer in den Anwendungsbereich fällt und unter welchen Bedingungen dies bewertet wird.
ERKLÄRUNG VON AKP-FÜHRUNGSKRÄFTEN: „KEINE AMNESTIE FÜR ÖCALAN“
In dem Bericht wurden auch die Einschätzungen von AKP-Führungskräften zu dem Thema wiedergegeben. Unter Hinweis auf die bereits geltende Regelung für Mitglieder der Organisation, die die Waffen niederlegen, äußerten sich die Führungskräfte wie folgt:
„In diesem Rahmengesetz wird es keine Generalamnestie, keine Amnestie für Öcalan oder eine andere Strafvollzugsregelung geben. Es wird lediglich die Situation der Mitglieder einer Terrororganisation beschrieben, die die Waffen niederlegt und sich auflöst.“
Es wurde auf die Bestimmung zur „tätigen Reue“ in Artikel 221, Absatz 2 des türkischen Strafgesetzbuches verwiesen. Im bestehenden rechtlichen Rahmen wurde daran erinnert, dass bei einer freiwilligen Kapitulation von Organisationsmitgliedern, die keine Straftaten begangen haben, keine Strafe verhängt wird.
Es wurde angegeben, dass eine ähnliche Bestimmung auch in die neue Regelung aufgenommen werden soll und dass diese Bestimmung nur für Personen gelten wird, die nicht in Straftaten verwickelt sind. Mit dem Inkrafttreten des Gesetzes könnten Personen, die nicht straffällig geworden sind, in die Türkei zurückkehren und sich wieder in das gesellschaftliche Leben integrieren.
In dem Bericht wurde darauf hingewiesen, dass der Prozess nicht nur für diejenigen, die die Waffen niederlegen, sondern auch für Organisationsmitglieder, die in Straftaten verwickelt sind, einen speziellen Bewertungsprozess beinhalten wird.
Demnach wurde mitgeteilt, dass die Regierung Optionen wie eine „umfassende Strafmaßreduzierung“ oder eine „Neubewertung der Bestimmungen zur Bewährungsstrafe“ prüfe.
„RECHT AUF HOFFNUNG WIRD NICHT DISKUTIERT“
AKP-Quellen schlossen die Tür für Diskussionen über das Thema „Recht auf Hoffnung“ hingegen vollständig. Parteiquellen äußerten sich dazu wie folgt:
„Solange vom Staat nicht bestätigt wird, dass die Organisation endgültig die Waffen niedergelegt hat, wird kein Schritt unternommen. Es wird Regelungen geben, die die Gesellschaft nicht beunruhigen und die Familien von Märtyrern und Veteranen nicht kränken. Forderungen wie das Recht auf Hoffnung werden nicht zur Diskussion gestellt.“
Nachrichtenquelle : 12punto
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