Der Bericht der DEM hat es in sich! Hier ist der 99-seitige Öffnungsbericht der DEM-Partei...
Im 99-seitigen Bericht der DEM wurden die Forderungen der PKK aufgelistet. Die AKP hingegen hat ihren Bericht noch immer nicht dem Parlament vorgelegt. Hier sind die bemerkenswerten Forderungen der DEM...
Die DEM-Partei sorgte mit einem 99-seitigen Bericht, den sie der Kommission für eine „Türkei ohne Terror“ in der Großen Nationalversammlung der Türkei (TBMM) vorlegte, für Aufsehen. In dem Bericht wurden die Forderungen der PKK und Wünsche bezüglich des Lösungsprozesses detailliert aufgelistet. Während die im Bericht enthaltenen Forderungen landesweit zu Diskussionen führen, wird berichtet, dass der Bericht der AKP zu diesem Thema noch nicht fertiggestellt werden konnte und innerhalb der Partei unterschiedliche Ansichten bestehen.
Laut einem Bericht von Veli Toprak von der Zeitung Sözcü ist eine der Hauptforderungen im Bericht der DEM, dass der PKK-Anführer Abdullah Öcalan als „Hauptansprechpartner“ anerkannt wird. Zudem wurde gefordert, ein „Recht auf Hoffnung“-Gesetz für Öcalan zu erlassen und ihm das Recht einzuräumen, mit Personen seiner Wahl zu kommunizieren. Im Bericht wird zum Ausdruck gebracht, dass Öcalan nicht nur als Anführer einer Terrororganisation, sondern auch als Schlüsselakteur des Friedensprozesses anerkannt werden müsse.
Die DEM forderte in ihrem Bericht eine Reduzierung der militärischen Präsenz in der Region. Im Bericht wurde betont, dass gepanzerte Fahrzeuge in Ost- und Südostanatolien abgezogen und das Dorfschützersystem abgeschafft werden müsse. Zudem wurde erklärt, dass auch die Spezialeinheiten in der Region abgezogen werden sollten.
KURDISCH SOLL OFFIZIELLE SPRACHE WERDEN
In Bezug auf Bildung und öffentliche Dienstleistungen forderte die DEM, dass Kurdisch auch als Bildungssprache anerkannt wird. In dem Bericht, in dem gefordert wird, dass Kurdisch vom Kindergarten bis zur Universität im Bildungswesen präsent ist, wurde vorgeschlagen, dass Kommunen Dienstleistungen auf Kurdisch anbieten, Verkehrsschilder auf Kurdisch beschriftet werden und die TBMM Kurdisch offiziell anerkennt.
Hier sind die Schlagzeilen aus dem Bericht
- Öcalan ist der „Hauptansprechpartner“, ein „Recht auf Hoffnung“-Gesetz soll erlassen werden, Öcalan soll mit jedem sprechen dürfen, den er wünscht.
- Öcalan ist in den Augen von Millionen Bürgern ein politisches Subjekt und ein Schlüsselakteur des Friedens. Öcalans rechtliche und politische Rechte sollen ebenfalls anerkannt werden.
- Militärische gepanzerte Fahrzeuge sollen aus Ost- und Südostanatolien abgezogen werden, das Dorfschützersystem soll abgeschafft und deren Waffen eingesammelt werden. Die Spezialeinheiten in der Region sollen abgezogen werden.
- Kommunen sollen Dienstleistungen auf Kurdisch anbieten, Verkehrsschilder sollen ebenfalls auf Kurdisch sein. Die TBMM soll Kurdisch anerkennen.
- Mit dem Übergang zur Phase eines Gesellschaftsvertrags soll eine Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ermöglicht und eine Wahrheits- und Gerechtigkeitskommission gegründet werden.
- Damit offene Wunden heilen können, sollen die Grabstätten historischer Persönlichkeiten wie Scheich Said, Seyit Rıza und Said-i Nursi bekannt gegeben werden.
- Predigten sollen auf Kurdisch gehalten werden, Medresen sollen anerkannt werden. Kurdische Universitäten sollen eröffnet werden.
- Das Rückkehrrecht der Bevölkerung von Machmur (logistische Basis der PKK) soll garantiert werden.
- Ein „Gesetz zur demokratischen Integration“ soll erlassen werden. Das Anti-Terror-Gesetz, das türkische Strafgesetzbuch, die Strafprozessordnung und das Strafvollzugsgesetz sollen geändert werden.
- Die Befugnis der Zentralregierung zur Ernennung von Treuhändern (Kayyum) soll aufgehoben werden.
- Das Dorfschützersystem soll abgeschafft werden, die Waffen in den Händen der Dorfschützer sollen eingesammelt werden.
- Die Befugnis der Zentralregierung zur Ernennung von Treuhändern soll aufgehoben werden.
- PKK-Mitglieder sollen freigelassen werden, diejenigen, die aus den Bergen herabsteigen, sollen amnestiert werden.
Während die Schritte der Regierung bezüglich des İmralı-Prozesses andauern, hat der Bericht, den die AKP dem Parlament vorlegen will, innerhalb der Partei zu Diskussionen geführt. Der Journalist İsmail Saymaz erklärte, dass der İmralı-Prozessbericht der AKP ständig geändert werde, und erläuterte die Gründe für die herrschende Unsicherheit. Demnach wurde der Bericht in den letzten Tagen mehrfach geändert, der Text ständig überarbeitet und noch immer konnte keine Entscheidung über die endgültige Fassung getroffen werden. Während es aus AKP-Kreisen heißt, dass der Vorbereitungsprozess des Berichts schmerzhafter als erwartet verlaufe, wurde bekannt, dass der Text aufgrund unterschiedlicher Ansichten innerhalb der Partei immer wieder neu geschrieben wurde.
Jeder neue Eingriff in den Bericht machte die vorherige Version ungültig. Aus diesem Grund wurde auch der Zeitplan für die Übergabe des Textes verschoben. Es wird erklärt, dass innerhalb der Partei noch keine gemeinsame Auffassung darüber erzielt werden konnte, in welchem Rahmen der Bericht vorgelegt werden soll. Der Bericht der AKP zum İmralı-Prozess soll morgen Erdoğan vorgelegt werden. Danach wird erwartet, dass der Text an das Parlamentspräsidium weitergeleitet wird. Die politische Richtung, die dem Bericht gegeben wird, wird für die nächsten Schritte des İmralı-Prozesses entscheidend sein. Unterdessen hat der Parlamentspräsident Numan Kurtulmuş gestern den Bericht mit den Fraktionsvorsitzenden besprochen.
Nachrichtenquelle : 12punto
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