Die 17.-25.-Dezember-Behauptung, die Jahre später wieder aufkommt... Erdoğan packte seine Sachen! Diese Person hielt ihn auf
Der Journalist Sedat Bozkurt hat eine bemerkenswerte Behauptung über den Prozess vom 17. bis 25. Dezember aufgestellt. Laut Bozkurt bereitete sich der damalige Premierminister Erdoğan darauf vor, sein Büro zu räumen, ließ jedoch nach dem Eingreifen des Unterstaatssekretärs des Premierministeriums, Efkan Ala, von diesem Vorhaben ab. Hier sind die Details...
Der Journalist Sedat Bozkurt teilte in seinem Artikel mit dem Titel „Ist der Staat mit Erdoğan oder Erdoğan mit dem Staat?“, der auf kısadalga.net veröffentlicht wurde, brisante Informationen über die Hintergründe der Operationen vom 17. bis 25. Dezember, die einen Wendepunkt in der jüngeren politischen Geschichte der Türkei darstellten.
Bozkurts Behauptung zufolge hatte der damalige Ministerpräsident Erdoğan in den ersten Tagen der Operation begonnen, seine persönlichen Gegenstände aus seinem Büro zu räumen. Doch der damalige Unterstaatssekretär des Ministerpräsidenten, Efkan Ala, der in diesem Prozess eingriff, brachte Erdoğan dazu, von dieser Entscheidung abzurücken, woraufhin der Staatsapparat schnell reagierte.
ERDOĞAN DACHTE DARÜBER NACH, SEIN AMT NIEDERZULEGEN
Laut Bozkurts Schilderung erlitt Ministerpräsident Erdoğan nach der ersten Untersuchung, die am 17. Dezember 2013 begann, einen schweren Schock. Das Ausmaß der Operation, die vorliegenden Aufzeichnungen und die Wirkung auf die Öffentlichkeit waren so groß, dass Erdoğan in sein Büro ging und begann, seine persönlichen Sachen zusammenzupacken.
Genau in diesem Moment schaltete sich der Unterstaatssekretär des Ministerpräsidenten, Efkan Ala, ein und sagte zu Erdoğan, dass sie „diesen Angriff abwehren könnten“. So sah Erdoğan davon ab, seinen Posten aufzugeben.
STAATSMECHANISMUS HANDELTE SCHNELL
Mit dem Eingreifen von Efkan Ala wurde ein umfassender Gegenangriff gegen die Operationen gestartet. Der Polizeichef von Istanbul und der Gouverneur wurden ihres Amtes enthoben, woraufhin Ala als Innenminister in das Kabinett eintrat. Der stellvertretende Ministerpräsident Bekir Bozdağ griff an der Justizfront ein, leitete die Ernennungen von Staatsanwälten und Richtern und wurde später zum Justizminister ernannt. Binali Yıldırım leistete als politischer Akteur in Erdoğans engstem Umfeld entscheidende Unterstützung.
In diesem Prozess wurden die Operationen nicht mehr als Korruptionsermittlungen definiert, sondern als ein von Justiz und Polizei gesteuerter Versuch gegen die Regierung.
WARUM WURDEN DIE ERMITTLUNGEN EINGESTELLT?
Bozkurt erklärte, dass der Staat nach diesen Entwicklungen seine gesamte Macht um Erdoğan herum positionierte. Im Artikel heißt es: „Das Eingreifen des Unterstaatssekretärs des Ministerpräsidenten, also des ranghöchsten Bürokraten des Staates, Efkan Ala, ist das deutlichste Zeichen dafür, dass der ‚Staat‘ für jenen Tag die Aufgabe übernommen hatte.“
Es wurde betont, dass der Staat, einschließlich der Justiz, der Sicherheitsbürokratie und sogar der Elemente, die in den Folgejahren einen Putschversuch unternehmen sollten, sich auf die Seite Erdoğans stellte. Mit dieser Entscheidung seien die Akten vom 17. bis 25. Dezember vollständig geschlossen worden.
WER MACHT MIT WEM GEMEINSAME SACHE?
Sedat Bozkurt äußerte sich im letzten Teil seines Artikels wie folgt:
„Damals vertrat Efkan Ala als ranghöchster Bürokrat den ‚Staat‘. Es wäre keine Übertreibung zu sagen, dass heute Bahçeli, der ‚Öcalan als Anführer bezeichnet‘, den Staat vertritt. Es wird ein neues Regime aufgebaut, und dieses Regime funktioniert nicht ohne Erdoğan.“
Bozkurt wies darauf hin, dass Erdoğan trotz sinkender Umfragewerte politisch sehr entspannt sei, und kritisierte die Schwäche der Opposition mit folgenden Worten:
„Lassen Sie sich nicht davon täuschen, dass ich sie als Rivalen bezeichne; sie tauchen in den Umfragen auf, aber ob sie zum Zeitpunkt der Wahl wirklich da sind oder nicht, bleibt die größte offene Frage.“
Im Artikel wurde auch daran erinnert, dass der Prozess vom 17. bis 25. Dezember vom MHP-Vorsitzenden Devlet Bahçeli als „Woche des Kampfes gegen Bestechung und Korruption“ bezeichnet wurde. Laut Bozkurt ist dies auch der richtige Ausgangspunkt, um die Justizdebatten zu verstehen, in die auch die CHP verwickelt ist.
Nachrichtenquelle : 12punto
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