Erdoğans letzter Trumpf enthüllt: 'Bis Oktober 2027...'
Während über Formeln für vorgezogene Neuwahlen und eine Verfassungsänderung für eine erneute Kandidatur von Präsident Erdoğan diskutiert wird, macht in politischen Kreisen ein bemerkenswertes Szenario die Runde. Behauptungen zufolge könnte Erdoğan je nach Umfrageergebnissen im Oktober 2027 eine Verfassungsänderung ins Parlament einbringen, die eine Rückkehr zum parlamentarischen System vorsieht.
Auf der politischen Agenda wird weiterhin über mögliche Formeln für eine erneute Kandidatur von Präsident Recep Tayyip Erdoğan debattiert. Während die Option, die regulär für 2028 geplanten Wahlen vorzuziehen, in der Öffentlichkeit diskutiert wird, heißt es, dass in den Kulissen der Regierungspartei auch andere Szenarien geprüft werden.
In einem Prozess, in dem die Opposition weiterhin auf den Straßen Neuwahlen fordert und verschiedene Szenarien mit unterschiedlichen Namen kursieren, wird darauf hingewiesen, dass innerhalb der AKP alternative Wege sowohl für einen Wahlsieg als auch für eine erneute Nominierung Erdoğans erörtert werden.
„ZEITPLAN“-KALKULATION FÜR ERDOĞAN
Die Nefes-Kolumnistin Nuray Babacan berichtete in ihrem heutigen Artikel von bemerkenswerten Hintergründen. Demnach sollen einige AKP-Mitglieder erklärt haben, dass Erdoğan nach Wegen suchen werde, die Wahl zu einem für ihn günstigen Zeitpunkt bis Oktober 2027 abzuhalten.
Babacan berichtete, es werde eingeschätzt, dass Erdoğan „den Wahltermin festlegen wird, sobald er glaubt, daraus einen Vorteil ziehen zu können“.
SZENARIO EINER RÜCKKEHR ZUM PARLAMENTARISCHEN SYSTEM
Das hervorstechende Thema im Artikel war die Behauptung einer Rückkehr zum parlamentarischen System. Es wurde erklärt, dass die Rückkehr zum parlamentarischen System, die zu den Wahlversprechen der Republikanischen Volkspartei (CHP) gehört, in den Kulissen als eine der Möglichkeiten für Erdoğan diskutiert wird.
Der Behauptung zufolge soll, falls durchgeführte Umfragen und Analysen auf eine Wahlniederlage hindeuten, im Oktober 2027 eine Verfassungsänderung vor das Parlament gebracht und eine Rückkehr zum parlamentarischen System vorgeschlagen werden. Denjenigen zufolge, die diese Behauptung aufstellen, kalkuliere Erdoğan, dass er in diesem System bessere Chancen hätte.
Nach Einschätzung von AKP-Mitgliedern wird in diesem Szenario auch berücksichtigt, dass das Versprechen einer Rückkehr zum parlamentarischen System auf dem letzten Parteitag der CHP in den Vordergrund gerückt wurde. Demnach wird geäußert, dass die CHP Mansur Yavaş als Präsidentschaftskandidaten aufstellen und im Falle eines Wahlsiegs Ekrem İmamoğlu das Amt des Ministerpräsidenten anbieten könnte.
Sollte dieses Szenario nicht eintreten, so wird in den Kulissen kommentiert, dass man einem CHP-Präsidenten mit den derzeitigen Befugnissen zuvorgekommen wäre.
Während darauf hingewiesen wird, dass für eine erneute Kandidatur Erdoğans eine Verfassungsänderung oder Neuwahlen erforderlich sind, sorgten auch die Erklärungen des Partners der Volksallianz, Devlet Bahçeli, der Neuwahlen eine Absage erteilte, für Diskussionen.
Nach Interpretation von AKP-Mitgliedern beziehe sich Bahçeli auf den Zeitraum der nächsten zwei Jahre. Während eingeschätzt wird, dass die Wirtschaftsindikatoren kurzfristig keine Wahl ermöglichen, wird darauf hingewiesen, dass eine Wahl im März 2028 als „vorgezogene Wahl“ und nicht als „Neuwahl“ angesehen werden könnte. Es heißt, dass es innerhalb der Partei Stimmen gibt, die auf November 2027 hindeuten, jedoch müssten für eine solche Entscheidung bestimmte Schwellenwerte bei den Wirtschaftsindikatoren überschritten werden.
Am Ende ihres Artikels führte Babacan die Einschätzung eines AKP-Politikers aus einem Hintergrundgespräch an. Der namentlich nicht genannte Politiker sagte: „Der Wähler ist wie eine Frau; er ist geduldig, er wartet, aber wenn er sich eines Tages entscheidet zu gehen, wird er seine Entscheidung nicht mehr rückgängig machen, egal was man tut. Er tut es so schnell, dass man überrascht ist. Politik bedeutet, eine emotionale Bindung zum Wähler aufzubauen. Wenn diese reißt, findet man niemanden mehr hinter sich. Die meisten unserer Politiker ignorieren das. Mit normaler mathematischer Logik kann man diese Beziehung nicht verstehen...“
Nachrichtenquelle : 12punto
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