Finanzielle Hintergründe des Angriffs auf Özgür Özel werden untersucht! Bankkonten unter der Lupe
Die Hintergründe des Faustschlags gegen den CHP-Vorsitzenden Özgür Özel werden derzeit ermittelt. Die Vergangenheit und die finanzielle Situation des Angreifers Selçuk Tengioğlu stehen im Fokus der Untersuchungen. Die Bankkonten von Tengioğlu, der wegen der Tötung seiner zwei Kinder zu lebenslanger Haft verurteilt und später auf Bewährung entlassen worden war, werden geprüft, um festzustellen, ob ein finanzielles Motiv hinter dem Angriff steckt.
Der CHP-Vorsitzende Özgür Özel wurde beim Verlassen des Atatürk-Kulturzentrums (AKM), wo er an einer Gedenkveranstaltung für den verstorbenen stellvertretenden Parlamentspräsidenten und DEM-Parteien-Abgeordneten für Istanbul, Sırrı Süreyya Önder, teilgenommen hatte, Opfer eines Faustschlags.
HAT ZWEI KINDER GETÖTET UND WAR AUF BEWÄHRUNG FREI
Während der CHP-Chef nach dem Angriff seinen Kopf festhielt und zu Boden sackte, griffen seine Personenschützer sofort ein. Es stellte sich heraus, dass es sich bei dem festgenommenen Angreifer um den 66-jährigen Selçuk Tengioğlu handelt, der im Jahr 2004 zwei seiner Kinder getötet und zwei weitere verletzt hatte. Der Täter war zu lebenslanger Haft verurteilt worden und wurde 2020 auf Bewährung entlassen.
Während der Angriff aus allen gesellschaftlichen Kreisen verurteilt wurde, richtet sich der Blick nun auf die Identität und den Hintergrund des Angreifers.
BANKKONTEN WERDEN GEPRÜFT
Wie Mynet berichtet, werden die Bankkonten des Angreifers untersucht. Die Polizei, die im Zusammenhang mit dem Angriff wegen des Verdachts auf „finanzielle Interessen“ ermittelt, prüft insbesondere, ob es materielle Anhaltspunkte hinter der Tat gibt.
Es wurde bekannt, dass die Polizei ihre Ermittlungen in diese Richtung intensiviert hat.
GEWAHRSAMSDAUER VERLÄNGERT
Unterdessen wurde die Gewahrsamsdauer des Angreifers um einen Tag verlängert; zudem wurde seine erste Aussage bekannt.
In einer schriftlichen Erklärung der Staatsanwaltschaft hieß es: „Die Gewahrsamsdauer des Verdächtigen wurde im Rahmen der Vertiefung der Ermittlungen vorerst um einen Tag verlängert; über weitere Entwicklungen wird informiert.“
ERSTE AUSSAGE: „ICH HABE VON DER VERANSTALTUNG GEHÖRT“
Der Angreifer Selçuk Tengioğlu gab in seiner ersten Aussage an, er habe von der Veranstaltung gehört und daraufhin das Hotel verlassen, in dem er untergebracht war.
Es wurde bekannt, dass Tengioğlu wie folgt ausgesagt hat: „Ich hatte mich zuvor bei der Republikanischen Volkspartei (CHP) um eine Essensmarke beworben, aber da ich kein Parteimitglied bin, haben sie mir kein Essen gegeben. Deshalb war ich schon lange verärgert. Den Zorn, den ich über den Aufruf der CHP an die Jugend, auf die Straße zu gehen, angestaut hatte, trug ich in mir. Ich habe das Apartmenthotel in Taksim verlassen, nachdem ich von der Veranstaltung gehört hatte. Als ich dort ankam, hatte ich eigentlich keine Absicht anzugreifen, aber als ich ihn sah, konnte ich meine Wut nicht mehr beherrschen.“
VOR DEM ANGRIFF TEE GETRUNKEN UND GEPLAUDERT
Zuvor waren bereits Aufnahmen von Tengioğlu aus dem Hotel in Beyoğlu aufgetaucht, in dem er übernachtete. Es war zu sehen, wie Tengioğlu vor seinem Aufbruch noch eine Weile Tee trank und sich unterhielt.
Nachrichtenquelle : 12punto
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