Neues Kapitel im Diplom-Streit: Ist der Dekan zurückgetreten?
Während die Ermittlungen zum Diplom des Istanbuler Bürgermeisters Ekrem İmamoğlu andauern, wird behauptet, dass der Dekan der betriebswirtschaftlichen Fakultät der Universität Istanbul, Ahmet Köse, zurückgetreten sei. Im Rahmen der Ermittlungen soll Unregelmäßigkeiten bei einem Hochschulwechsel festgestellt worden sein.
Während die Ermittlungen zum Diplom des Bürgermeisters der Stadtverwaltung Istanbul (İBB), Ekrem İmamoğlu, andauern, ist die Behauptung aufgekommen, dass Ahmet Köse, der Dekan der betriebswirtschaftlichen Fakultät der Universität Istanbul, zurückgetreten sei.
Den von Nedim Şener übermittelten Informationen zufolge hat eine vom Hochschulrat (YÖK) und der Universität Istanbul eingesetzte Untersuchungskommission im Rahmen der Ermittlungen Unregelmäßigkeiten beim Hochschulwechsel von İmamoğlu festgestellt.
Den Behauptungen zufolge hat Dekan Ahmet Köse, der durch die Diskussionen um den Diplomprozess unter Druck geraten war, sein Rücktrittsschreiben bei der Universitätsleitung eingereicht. Eine offizielle Stellungnahme zu Köses Rücktritt liegt jedoch nicht vor.
WAS WAR GESCHEHEN?
Die Universität Istanbul hatte mitgeteilt, dass das Ermittlungsschreiben der Generalstaatsanwaltschaft Istanbul sowie Schreiben des Hochschulrats (YÖK) bezüglich der Behauptung, das Universitätsdiplom von İBB-Bürgermeister İmamoğlu sei gefälscht, bei der Universität eingegangen seien.
In der Erklärung der Universität hieß es: "Das Schreiben der Generalstaatsanwaltschaft Istanbul vom 24. Februar 2025 mit dem Aktenzeichen 2025/44681 sowie das Schreiben des Hochschulrats vom 27. Februar 2025 zum Thema 'Ermittlungsakte' sind bei unserer Universität eingegangen. In diesem Rahmen werden unter Berücksichtigung der Feststellungen im Schreiben des Hochschulrats, des Schreibens der Generalstaatsanwaltschaft Istanbul sowie des beigefügten 'Forschungsberichts' des Hochschulaufsichtsrats vom 17. Februar 2025 die notwendigen Prüfungen und Verfahren innerhalb unserer Universität durchgeführt, und die zuständigen Institutionen sowie die Öffentlichkeit werden über das Ergebnis informiert."
Die Generalstaatsanwaltschaft Istanbul hatte aufgrund von Anzeigen, wonach das Bachelor-Diplom von İBB-Bürgermeister Ekrem İmamoğlu gefälscht sei, sowie aufgrund von Feststellungen in einem vom Hochschulrat erstellten Bericht, die auf eine Fälschung des Diploms hindeuten, ein Ermittlungsverfahren wegen des Vorwurfs der "Urkundenfälschung" eingeleitet.
İmamoğlu war im Rahmen der Ermittlungen zur Aussage bei der Staatsanwaltschaft geladen worden.
Die Generalstaatsanwaltschaft hatte in einem Schreiben an die Universität Istanbul im Rahmen des gegen İmamoğlu wegen des Vorwurfs der "Urkundenfälschung" eingeleiteten Ermittlungsverfahrens gefordert, dass die notwendigen Schritte unverzüglich eingeleitet werden, um sicherzustellen, dass alle auf Basis des Diploms von İmamoğlu zu treffenden Maßnahmen und Entscheidungen rechtmäßig sind.
Nachrichtenquelle : 12punto
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