Polizeiaussage aufgetaucht: Seltsame Frage an İmamoğlus Leibwächter! 'Warum bist du ihm so nah?'
Es wurde bekannt, dass Bektaş Kamburoğlu, der viele Jahre lang als enger Personenschützer des Bürgermeisters von Istanbul, Ekrem İmamoğlu, tätig war, in seiner polizeilichen Vernehmung einer umfassenden Befragung unterzogen wurde, die sich auf seine Beziehungen zu İmamoğlus Familie und dessen engem Umfeld sowie auf Hunderte von Telefonaten und Funkzellendaten stützte.
Die Aussage von Bektaş Kamburoğlu, dem engen Leibwächter des İBB-Bürgermeisters Ekrem İmamoğlu, die er nach seiner Ingewahrsamnahme machte, ist an die Öffentlichkeit gelangt.
Nach Informationen des BirGün-Autors Timur Soykan wurde in Kamburoğlus Aussage seine Nähe zu İmamoğlu sowie der Kontakt, den er zu dessen Familie und Arbeitskollegen pflegte, detailliert behandelt.
Bektaş Kamburoğlu, der am Samstag, dem 7. Februar, in seinem Haus in Beşiktaş-Etiler festgenommen wurde, wurde zwei Tage lang bei der Polizei festgehalten. Nach Abschluss der Verfahren wurde Kamburoğlu an das Istanbuler Justizgebäude in Çağlayan überstellt und unter gerichtlicher Aufsicht wieder auf freien Fuß gesetzt.
Es wurde bekannt, dass die erste Frage, die Kamburoğlu bei der polizeilichen Vernehmung gestellt wurde, lautete, ob er „von der Kronzeugenregelung profitieren wolle“. Kamburoğlu verneinte diese Frage mit dem Hinweis, dass er keinerlei Mitgliedschaft in einer Organisation habe.
Es wurde festgehalten, dass der 1977 im Bezirk Of in Trabzon geborene Kamburoğlu in der Vergangenheit als Leibwächter für verschiedene Politiker und Geschäftsleute tätig war, ab der Zeit von Ekrem İmamoğlus Amtszeit als Bürgermeister von Beylikdüzü bis zu seiner Festnahme als dessen enger Leibwächter fungierte und derzeit weiterhin bei İSTGÜVEN, einer Tochtergesellschaft der Stadtverwaltung Istanbul (İBB), beschäftigt ist.
Während des Vernehmungsprozesses wurden Fragen zu Ekrem İmamoğlus Vater Hasan İmamoğlu, seinem Sohn Mehmet Selim İmamoğlu und seinem Schwager Cevat Kaya sowie zu seiner Familie und seinem engen Arbeitsumfeld gestellt. Während Kamburoğlu zu seinen Beziehungen zu insgesamt 27 Personen befragt wurde, wurden auch die Telefonate und Funkzellendaten mit diesen Personen zum Gegenstand der Untersuchung gemacht.
In der Befragung wurde auch die Information aufgenommen, dass Kamburoğlu zwischen 2019 und 2024 insgesamt 247 Telefonate mit Murat Ongun geführt hat. Auf die Frage zu diesen Gesprächen antwortete Kamburoğlu, dass er die Kommunikation zur Koordinierung gemäß seiner Stellenbeschreibung geführt habe.
Der Vorfall mit dem Abkleben der Kameras im Le Meridien Hotel, der in der İBB-Anklageschrift enthalten ist, gehörte ebenfalls zu den Themen der Aussage. Kamburoğlu erklärte, dass er an besagtem Tag frei gehabt habe und sein Mobiltelefon aufgrund der Tatsache, dass sein Haus etwa 500 Meter vom Hotel entfernt liegt, ein Signal in der dortigen Funkzelle abgegeben haben könnte.
Auch Vorwürfe bezüglich der Demontage von Kamerageräten in der Residenz des İBB-Bürgermeisters wurden thematisiert. Kamburoğlu gab an, dass er sich zwar dienstlich in der Residenz aufgehalten habe, aber keinerlei Informationen über die Demontage oder Beschädigung der Kameras besitze.
AUCH BRIEFFOTOS IN DER AKTE
Bei der Untersuchung des Telefons wurde auch das Vorhandensein von Fotos zweier Briefe hinterfragt, die von dem inhaftierten Ekrem İmamoğlu und dem İBB-Sicherheitschef Mustafa Akın gesendet wurden. Kamburoğlu sagte, dass ihm die Briefe über Anwälte zugestellt worden seien und er sie aufbewahrt habe, da sie freundschaftlichen Inhalt hätten.
Es wurde bekannt, dass Bektaş Kamburoğlu unter der Auflage, sich alle zwei Wochen bei der Polizei zu melden, und mit einem Ausreiseverbot aus dem Land wieder auf freien Fuß gesetzt wurde.
Nachrichtenquelle : 12punto
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