Riss in der AKP wegen des neuen 'Öffnungsprozesses': Warnung vor Wahlverlusten
Der innerhalb der AKP vorangetriebene neue „Öffnungsprozess“ hat sich innerhalb der Partei zu einer Krise ausgeweitet. In politischen Kreisen wird die Tatsache, dass die syrischen Ableger der PKK die Waffen nicht niederlegen, als größtes Hindernis angesehen. Zudem wird diskutiert, dass die öffentliche Unterstützung zunehmend schwindet und diese Situation die Regierung politisch in eine schwierige Lage bringen könnte. Hier sind die Details...
In den Kulissen der AKP wachsen die Diskussionen über die Art und Weise, wie der „Öffnungsprozess“ geführt wird. Wie zu erfahren war, haben einige Stimmen innerhalb der Partei die Warnung ausgesprochen: „Wenn wir so weitermachen, werden wir politisch die Verlierer sein.“
In der Parteiführung wird das größte Dilemma des Prozesses darin gesehen, dass „die syrischen Ableger der PKK die Waffen nicht niederlegen“. Quellen berichten, dass das Fortbestehen der Präsenz der Organisation vor Ort in der türkischen Öffentlichkeit für ernsthafte Fragezeichen sorgt.
„OHNE ENTWAFFNUNG IST EIN FORTSCHRITT SCHWIERIG“
Den vorliegenden Informationen zufolge ist eine der am häufigsten geäußerten Ansichten in den parteiinternen Diskussionen folgende:
„Jeder Schritt, der ohne eine Entwaffnung unternommen wird, ist der Gesellschaft nur schwer zu vermitteln. Dies schadet dem Vertrauen in den Prozess.“
Einige AKP-Mitglieder äußern, dass der Prozess in seiner jetzigen Form die Opposition stärke und sich in der Öffentlichkeit zunehmend die Wahrnehmung festsetze, dass „die AKP Zugeständnisse macht, während die Organisation ihre Waffen nicht niederlegt“.
„DIE BEVÖLKERUNG VERTRAUT DEM PROZESS NICHT“
Parteiquellen zufolge wächst auch der Widerstand der Bürger gegen den Prozess. In parteiinternen Bewertungen, die darauf hinweisen, dass Schritte in einem Umfeld, in dem der Terror nicht vollständig beendet ist, die gesellschaftliche Unterstützung schwächen, dominiert die Ansicht: „Die Bevölkerung vertraut dem Prozess nicht.“
Auch die Verlagerung des Prozesses in das Parlament hat die Diskussionen verschärft. Die öffentliche Wahrnehmung der Kommissionsarbeit hat sowohl innerhalb der AKP als auch in breiteren Kreisen zu neuen Polemiken geführt.
Einige Parteifunktionäre kommentierten: „Die Kommission hat den Prozess zwar transparenter gemacht, aber gleichzeitig der Opposition Munition geliefert.“
In den AKP-Kulissen wird die Ansicht vertreten, dass die Sicherheitsrisiken für die Türkei bestehen bleiben, solange die syrischen Strukturen der PKK nicht entwaffnet werden. Parteiquellen bewerten die Lage so: „Solange an der Grenze eine bewaffnete Struktur existiert, sind die Erfolgschancen des Prozesses gering.“
UNTERSCHIEDLICHE STIMMEN IN DER PARTEI
Innerhalb der Partei zeichnen sich zwei unterschiedliche Ansätze ab:
Ein Teil plädiert dafür, den Prozess fortzusetzen.
Der andere Teil vertritt die Ansicht: „Es ist schwer, diese Last ohne die Unterstützung der Bevölkerung zu tragen.“
In den Kulissen wird zudem darüber gesprochen, dass Präsident Recep Tayyip Erdoğan seine endgültige Entscheidung über den Prozess erst treffen werde, nachdem er die Entwicklung der „gesellschaftlichen Unterstützung“ beobachtet habe.
Nachrichtenquelle : 12punto
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