Der Rat für Laizismus hat Strafanzeige wegen des Vorfalls erstattet, bei dem Grundschulkinder im Rahmen des umstrittenen ÇEDES-Projekts zum Moscheeputzen geschickt wurden.
''WIR HABEN STRAFANZEIGE GEGEN DIE VERANTWORTLICHEN ERSTATTET''
In einer Presseerklärung, die Berkay Çelen, einer der Sprecher des Rates für Laizismus, nach der Einreichung der Strafanzeige vor dem Justizpalast Çağlayan verlas, hieß es: „Religiöse Bezüge werden leider bis in die Grundschulbildung hinein verankert. Auch wenn wir wissen, dass in unserem Land keine Institution im Hinblick auf Rechtsorgane und deren Arbeitsweise mehr ein ausreichendes Niveau besitzt, haben wir soeben Strafanzeige gegen die Verantwortlichen des Präsidiums für Religionsangelegenheiten (Diyanet), des Ministeriums für Jugend und Sport sowie des Bildungsministeriums erstattet, um unseren Kampf erneut zu bekräftigen.“
In der Erklärung, in der es hieß: „Wir werden nicht zulassen, dass Grundschulkinder Moscheen putzen müssen und dass unsere Kinder in den Wohnheimen von Sekten und religiösen Gemeinschaften ihr Leben verlieren“, wurde weiter betont: „Wir erklären hiermit erneut, dass wir den Kampf für den Laizismus und für unser Land in allen Lebensbereichen gegen all diese reaktionären Praktiken verstärken werden.“
''NEHMEN SIE IHRE HÄNDE VON UNSEREN KINDERN''
Die Erklärung des Rates für Laizismus lautet wie folgt:
„Wir als hier anwesende Bürger haben soeben bei der Staatsanwaltschaft Strafanzeige erstattet. Mit dieser Anzeige haben wir uns gegen den Versuch gewehrt, Kinder, die eigentlich eine Grundschulausbildung erhalten sollten, zum Moscheeputzen einzusetzen.
Die politische Macht setzt ihre reaktionären Angriffe in allen Bereichen der Gesellschaft ungebremst fort; es findet ein umfassender Angriff auf alle Dynamiken des Landes statt. Rechtsinstitutionen werden in unserem Land zunehmend funktionsunfähig gemacht, und religiöse Bezüge werden leider bis in die Grundschulbildung hinein verankert. Auch wenn wir wissen, dass in unserem Land keine Institution im Hinblick auf Rechtsorgane und deren Arbeitsweise mehr ein ausreichendes Niveau besitzt, haben wir soeben Strafanzeige gegen die Verantwortlichen des Präsidiums für Religionsangelegenheiten, des Ministeriums für Jugend und Sport sowie des Bildungsministeriums erstattet, um unseren Kampf erneut zu bekräftigen. Was Grundschulkinder erhalten sollten, ist eine gleichberechtigte, wissenschaftliche und laizistische Bildung. Wir werden nicht zulassen, dass diese Bildung durch religiöse Bezüge geformt wird.
Als Rat für Laizismus erheben wir erneut unsere Stimme gegen die zunehmenden reaktionären Angriffe in allen Bereichen der Gesellschaft. Wir werden diesen reaktionären Angriffen mit einer geschlossenen Kampflinie entgegentreten. Wir werden nicht zulassen, dass Grundschulkinder Moscheen putzen müssen und dass unsere Kinder in den Wohnheimen von Sekten und religiösen Gemeinschaften ihr Leben verlieren. Wir erklären hiermit erneut, dass wir den Kampf für den Laizismus und für unser Land in allen Lebensbereichen gegen all diese reaktionären Praktiken verstärken werden. Nehmen Sie Ihre Hände von unseren Kindern, wir werden uns dieser Finsternis nicht beugen.“
Nachrichtenquelle: 12punto