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Gülistan-Doku-Frage an Soylu beendet 24-jährige Tradition: Filmverbot für die Presse im türkischen Parlament

Nachdem die NOW-Reporterin Beril Ötkan vor einer AKP-Fraktionssitzung eine Frage zur „Gülistan-Doku“-Ermittlung an Süleyman Soylu gerichtet hatte, wurde bei der AKP eine bemerkenswerte Entscheidung getroffen. Während Minister angewiesen wurden, keine Erklärungen gegenüber der Presse abzugeben, wurde Medienvertretern zudem untersagt, bei der heutigen Fraktionssitzung im türkischen Parlament Aufnahmen zu machen.

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Gülistan-Doku-Frage an Soylu beendet 24-jährige Tradition: Filmverbot für die Presse im türkischen Parlament

Die im vergangenen Monat wieder aufgenommene Untersuchung zum Fall der am 5. Januar 2020 in Tunceli verschwundenen Studentin Gülistan Doku hat neue Diskussionen auf die politische Agenda gebracht.

Im Zuge der Ermittlungen, bei denen zahlreiche Personen festgenommen wurden, wurde berichtet, dass der damalige Gouverneur von Tunceli, Tuncay Sonel, und sein Sohn Mustafa Türkay Sonel inhaftiert und ins Gefängnis geschickt wurden.

SOYLU-BEHAUPTUNG SORGT FÜR AUFSEHEN

In den Aussagen gegenüber Polizei und Staatsanwaltschaft wurde behauptet, Tuncay Sonel habe erklärt, dass die Sucharbeiten nach Gülistan Doku auf Anweisung des damaligen Innenministers Süleyman Soylu gelenkt worden seien.

Nach dieser Entwicklung richteten sich alle Augen auf Süleyman Soylu, der derzeit Abgeordneter der AKP für Istanbul ist.

SPANNUNGEN BEI DER AKP-FRAKTIONSSITZUNG

Vor der AKP-Fraktionssitzung stellte die NOW-Reporterin Beril Ötkan eine Frage an Süleyman Soylu bezüglich der „Gülistan-Doku“-Ermittlung.

Den Behauptungen zufolge soll Soylu während der Fragestellung körperlich auf die Journalistin eingewirkt haben. Nach dem Vorfall wurde bekannt, dass bei der AKP neue Regeln für Fraktionssitzungen eingeführt wurden.

ANWEISUNG AN MINISTER: „GEBEN SIE KEINE INTERVIEWS“

In einer zu Wochenbeginn an die Minister versandten Anweisung wurde davor gewarnt, vor der Fraktionssitzung Interviews mit Pressevertretern zu führen.

Nach dieser Entwicklung wurde mitgeteilt, dass die AKP vor der heutigen Fraktionssitzung im türkischen Parlament eine neue Mitteilung an die Presseorgane verschickt habe.

ERSTMALS IN DER AKP-GESCHICHTE EIN FILMVERBOT

Dem Bericht von Norbir zufolge wurde in der von der AKP versandten Mitteilung darauf hingewiesen, dass es Medienvertretern untersagt sei, bei der Fraktionssitzung Aufnahmen zu machen.


Nachrichtenquelle: 12punto