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Imamoğlu ruft zur Versöhnung auf: „Ist es so schwer, solange man lebt?“

Der im Gefängnis Silivri inhaftierte Istanbuler Oberbürgermeister und CHP-Präsidentschaftskandidat Ekrem İmamoğlu hat sich zur Trauerfeier für Sırrı Süreyya Önder geäußert. Mit den Worten „Ist es so schwer, sich zu versöhnen, solange man lebt? Wir müssen endlich die Vorurteile abbauen“, sandte er eine Botschaft der Einheit und Solidarität.

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Imamoğlu ruft zur Versöhnung auf: „Ist es so schwer, solange man lebt?“

Nach dem Tod des DEM-Politikers Sırrı Süreyya Önder gestern fand heute die Trauerfeier statt. Der im Gefängnis Silivri inhaftierte Istanbuler Oberbürgermeister und CHP-Präsidentschaftskandidat Ekrem İmamoğlu erklärte, er habe die Zeremonie verfolgt und gab eine neue Stellungnahme ab.


In seiner Erklärung äußerte sich İmamoğlu wie folgt:

„Ich habe heute von meiner Zelle in Silivri aus die Trauerfeier für einen wunderbaren Menschen verfolgt.

Wir standen alle gemeinsam Seite an Seite, Schulter an Schulter, als wir Sırrı Süreyya Önder auf seinem letzten Weg verabschiedeten.

Als Kinder unserer Nation, als Führungskräfte und Politiker aus allen Ansichten und Identitäten haben wir unsere Gefühle vor Gott lautstark zum Ausdruck gebracht: ‚Wir kannten ihn als guten Menschen‘, ‚Wir vergeben ihm unsere Rechte‘…

Ist es so schwer, sich zu versöhnen, solange man lebt? Einander zu verstehen, zu fühlen, miteinander zu sprechen…

Warum ist das alles so schwierig geworden?

Natürlich ist es keine Voraussetzung, derselben Meinung zu sein. Wir wissen, dass wir durch unsere Unterschiede schön und reich sind. Die Weisheit und Toleranz Anatoliens sind unsere Sicherheit.

Wir müssen diese Vorurteile endlich abbauen, wir müssen miteinander sprechen, diskutieren und vor allem uns umarmen können, solange wir leben.

Wir müssen in der Lage sein, alle Segnungen dieses paradiesischen Vaterlandes, dessen gleichberechtigte Teilhaber wir sind, gerecht zu teilen.

Unser Kampf gilt dem Frieden, der Eintracht, der Brüderlichkeit, der Einheit und Solidarität unserer Nation sowie dem Ziel, unter der rot-weißen Flagge gleichberechtigt und frei leben zu können.

Unser Kampf gilt dem Ziel, ‚wie ein Baum einzeln und frei und wie ein Wald brüderlich‘ zu leben.

Bei dieser Gelegenheit wünsche ich dem geschätzten Sırrı Süreyya Önder erneut Gottes Barmherzigkeit.“


Nachrichtenquelle: 12punto

Ekrem İmamoğlu Sırrı Süreyya Önder