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İmamoğlu weist auf Ungerechtigkeit bei der Einkommensverteilung hin: 2025 wird ein noch schwierigeres Jahr

Der Bürgermeister von Istanbul, Ekrem İmamoğlu, erklärte, dass das Jahr 2025 noch schwieriger werde, und betonte: „Die Ungerechtigkeit bei der Einkommensverteilung schmerzt uns in einem Ausmaß, wie es in der Geschichte noch nie dagewesen ist.“

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İmamoğlu weist auf Ungerechtigkeit bei der Einkommensverteilung hin: 2025 wird ein noch schwierigeres Jahr

Der Bürgermeister der Stadtverwaltung Istanbul (İBB), Ekrem İmamoğlu, sprach auf dem „8. Istanbuler Wirtschaftsforum“, das in einem Hotel in Beşiktaş stattfand.

İmamoğlu wies darauf hin, dass sich die Welt in einem Prozess des großen wirtschaftlichen Wandels und Umbruchs befinde, und äußerte sich wie folgt:

„WIR BEFINDEN UNS IN EINEM WIRTSCHAFTLICHEN ENGPASS VON EINEM AUSMASS, WIE WIR ES NOCH NIE ERLEBT HABEN“

„Ich würde hier gerne ein positives Bild zeichnen, aber leider befinden wir uns in einem wirtschaftlichen Engpass von einem Ausmaß, wie wir es bisher nicht erlebt haben. Die Wirtschaftspolitik, die die Türkei jeden Tag weiter in Bedrängnis bringt, hat sich nach den Parlamentswahlen 2023 neu formiert. Einige überraschende Entscheidungen, die ohne Folgenabschätzung und ohne Konsultation getroffen wurden, haben leider das Gleichgewicht der Wirtschaft gestört und in dieser Phase viele Unternehmen und Sektoren gelähmt. Anstatt die Ursachen der Probleme in der Praxis anzugehen und an der Wurzel zu lösen, wurden leider typische Sparmaßnahmen übernommen, die noch aus den 1980er und 90er Jahren stammen. Dabei handelt es sich schlicht um eine Politik, die auf Zinserhöhungen, Steuererhöhungen sowie der Unterdrückung von Wechselkursen und Löhnen basiert. Da die strukturellen Probleme der türkischen Wirtschaft und die Nachhaltigkeitssorgen aus der Vergangenheit fortbestehen, konnten wir leider keine nennenswerte Wirksamkeit der Sparmaßnahmen feststellen, abgesehen von einer Verringerung des hohen Wechselkursrisikos. Darüber hinaus schmerzt uns die Ungerechtigkeit bei der Einkommensverteilung in unserem Land in einem Ausmaß, wie es in der Geschichte noch nie dagewesen ist. Die Armut in der Bevölkerung nimmt zu. Ein großer Teil der Gesellschaft hat ernsthafte Probleme beim Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen wie Bildung, Gesundheit und sozialer Sicherheit. Zusammenfassend lässt sich sagen: Die vorliegenden Daten zeigen, dass im Realsektor eine scharfe Schrumpfung begonnen hat und die Fragilität auf dem Arbeitsmarkt zunimmt, die umgesetzte Politik jedoch noch nicht die gewünschte Wirkung auf Konsum, Erwartungen und Vermögenspreise erzielt hat.“


„WIR MÜSSEN SEHEN, DASS DAS JAHR 2025 NOCH SCHWIERIGER WIRD“

„Diese Entwicklungen führen uns auch vor Augen, dass die Geldpolitik allein nicht ausreicht, um die Inflation zu senken. Um eine Bestandsaufnahme für alle Sektoren vorzunehmen: Wir müssen sehen, dass das Jahr 2024-25 für alle noch schwieriger wird. Wenn das der Fall ist, müssen wir uns alle die Frage stellen: ‚Was ist zu tun‘ und, noch wichtiger, ‚Wie ist es zu tun‘. Zuallererst braucht die Türkei einen ernsthaften mentalen Wandel. Damit unser Land stärker wachsen und widerstandsfähiger gegen wirtschaftliche Schocks sein kann, brauchen wir eine umfassende neue Wirtschaftsreform, die dazu beiträgt, Wettbewerbsfähigkeit, Produktivität und das Wachstumspotenzial zu steigern. Mehr noch, es ist ein vollständiger wirtschaftlicher Paradigmenwechsel erforderlich. Denn wenn wir die soziale Stagnation und den wirtschaftlichen Engpass überwinden wollen, ist es völlig klar und deutlich, dass wir eine neue Geschichte und ein neues Wirtschaftsmodell brauchen, das neue politische Ansätze zur Förderung unseres Landes umfasst.“


„ES GIBT KEIN RESSOURCENPROBLEM“

„Andererseits wissen wir auch, dass die Türkei kein Ressourcenproblem hat. Insbesondere was das Humankapital sowie die Kraft erfahrener Investoren und Unternehmer angeht. Das ist eine sehr wertvolle Ressource in unserer Türkei. Sie liegt weit über dem, was geschätzt wird. Unsere unterirdischen und oberirdischen Ressourcen sind unsere größte Stärke. Ebenso ist die Lage der Türkei, unabhängig von den jeweiligen Regierungen, ein Merkmal, das unser Land durch seine strategische Position sehr stark macht. Als Ergebnis der Schritte, die seit Beginn unserer Republik unternommen wurden, verfügt unser Land über eine wichtige geografische Eigenschaft, die es zu einem regionalen Produktionszentrum gemacht hat. Natürlich muss man sagen: Die Türkei ist das größte Produktionsgebiet zwischen Italien und China. Genau deshalb wird unser Platz in der globalen Arena in einem Umfeld, in dem wir eine neue Geschichte und ein neues Wirtschaftsmodell präsentieren können, schnell auf ein ganz anderes und viel stärkeres Niveau steigen.“



Nachrichtenquelle: 12punto

İBB Ekrem İmamoğlu