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Imamoğlu nennt 'Ahmak-Prozess' eine 'Armseligkeit': Wird er Präsidentschaftskandidat?

Imamoğlu äußerte sich bei der Eröffnung des Sancaktepe-Stadtrestaurants. Auf Fragen von Journalisten zu dem gegen ihn laufenden 'Ahmak'-Prozess, in dem ein politisches Betätigungsverbot gefordert wird, kritisierte Imamoğlu das Verfahren scharf.

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Imamoğlu nennt 'Ahmak-Prozess' eine 'Armseligkeit': Wird er Präsidentschaftskandidat?

Der Bürgermeister der Stadt Istanbul, Ekrem İmamoğlu, eröffnete heute in Sancaktepe ein neues Stadtrestaurant. Nachdem er Journalisten und Gästen das Essen serviert hatte, beantwortete Imamoğlu die Fragen der Presse.

Er erklärte, dass dies das 15. Stadtrestaurant sei, das sie eröffnet hätten, und betonte das Ziel, in Zukunft in jedem Bezirk ein solches Restaurant zu eröffnen. Nach der Eröffnung stellte sich Imamoğlu den Fragen der Journalisten.

Auf die Frage nach seiner Meinung zu dem in der Öffentlichkeit als 'Ahmak'-Prozess (Dummkopf-Prozess) bekannten Verfahren sagte Imamoğlu:

'Es ist eine absolute Armseligkeit, dass sich ein Prozess, der sich in den letzten Tagen entwickelt hat und diskutiert wird – und der eigentlich gar nicht existieren sollte –, zu einem Verfahren entwickelt hat, das sowohl ein politisches Betätigungsverbot als auch eine Haftstrafe von 2 Jahren und 7 Monaten vorsieht. Allein darüber zu sprechen, hinterlässt ein schlechtes Gefühl.'

Andererseits ließ der Bürgermeister von Istanbul die Frage der Journalisten zu einer möglichen Präsidentschaftskandidatur unbeantwortet.

CHP-JURISTEN BERATEN ÜBER DEN PROZESS

Führende Juristen der CHP trafen sich, um über das laufende Berufungsverfahren zu beraten. Die CHP-Anwälte diskutieren in diesem Treffen einen Fahrplan für den Fall, dass ein Urteil gefällt wird, das ein politisches Betätigungsverbot für Imamoğlu zur Folge hätte.

Imamoğlu gab Informationen über den Prozess, den die Partei in dieser Angelegenheit führt, und sagte:

'Wir befinden uns in einer solchen Situation. Natürlich ist dies ein politisches Thema und betrifft daher unsere Partei. Unser Vorsitzender und die Parteiführung hielten es für angemessen, dass die Angelegenheit hier in Istanbul mit unseren Juristen diskutiert und besprochen wird. Unsere Freunde führen derzeit diesbezügliche Gespräche. Ich hatte andere Termine in meinem Büro in Emirgan und habe sie beim Verlassen begrüßt. Das ist alles, was ich weiß.'

Imamoğlu fügte hinzu: 'Sie werden eine rechtliche Analyse und Bewertung des Prozesses vornehmen.' Er fuhr fort: 'Die Gedanken, die sich unsere Partei nach diesem Thema bilden wird oder die sie präsentieren wird, werden entweder von unseren Parteifunktionären oder unserem Vorsitzenden geteilt werden. Unser Vorsitzender ist in die USA abgereist, um am Treffen der Sozialistischen Internationale teilzunehmen. Sie werden Sie informieren.'

ÖZEL KRITISIERTE DEN PROZESS VOR SEINER ABREISE IN DIE USA

Der CHP-Vorsitzende Özgür Özel hatte sich ebenfalls vor seiner Abreise in die USA gegenüber Journalisten geäußert.

In seiner Erklärung sagte Özel:

'Sie haben eine Intrige gesponnen, um eine mögliche Präsidentschaftskandidatur von Ekrem İmamoğlu zu verhindern oder ihn einzuschränken. Die Marionette dieser Intrige ist Süleyman Soylu... Niemand sollte versuchen, die Möglichkeit eines solchen Urteils zu normalisieren. Wir akzeptieren das nicht. So einen Unsinn, so eine Bewusstlosigkeit gibt es nicht.'

WAS IST DER 'AHMAK-PROZESS'?

Der Begriff 'Ahmak-Prozess' kam im Zusammenhang mit einem Verfahren gegen den Istanbuler Bürgermeister Ekrem İmamoğlu auf. Der Prozess basiert auf den Entwicklungen nach der Annullierung der Istanbuler Kommunalwahlen vom 31. März 2019 durch den Hohen Wahlausschuss (YSK).

Ekrem İmamoğlu steht vor Gericht, weil er in einer Rede nach der Annullierung der Wahlen das Wort 'ahmak' (Dummkopf) verwendet hat.

Dem Bürgermeister von Istanbul droht eine Haftstrafe von 2 Jahren, 7 Monaten und 15 Tagen wegen angeblicher Beleidigung der Mitglieder des Hohen Wahlausschusses. Zudem könnte dieses Urteil ein politisches Betätigungsverbot für Imamoğlu nach sich ziehen.

Imamoğlu argumentiert jedoch, dass er in seiner Rede nicht die Absicht hatte, die Mitglieder des YSK zu beleidigen, sondern dass sich seine Worte gegen den damaligen Innenminister Süleyman Soylu richteten.


Nachrichtenquelle: 12punto

Ekrem İmamoğlu Städtische Kantine