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Imamoğlus letzter Ausweg: 'Es ist Zeit, sich zurückzuziehen'

Die Vorladung von Mehmet Pehlivan, dem Anwalt des Istanbuler Bürgermeisters Ekrem İmamoğlu, als „Beschuldigter“ verdeutlicht, wie sehr die rechtlichen Grenzen in diesem Verfahren verwischt sind. Der Journalist Alican Uludağ bewertet diese Entwicklung als politisches Manöver und fordert, dass sich İmamoğlu aus allen juristischen Prozessen zurückziehen sollte, bis eine unabhängige Justiz gewährleistet ist.

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Imamoğlus letzter Ausweg: 'Es ist Zeit, sich zurückzuziehen'

Das Gerichtsverfahren gegen den Istanbuler Bürgermeister Ekrem İmamoğlu wird von Tag zu Tag umstrittener. Dass nun sein Anwalt Mehmet Pehlivan zum zweiten Mal vorgeladen wurde und diesmal als Beschuldigter aussagen muss, zeigt erneut, wie weit die Grenzen des Falls gedehnt wurden und wie sehr man sich von rechtsstaatlichen Normen entfernt hat.

Der Journalist Alican Uludağ, der die Ereignisse analysiert, erklärt, dass dieser Prozess längst nicht mehr juristischer Natur sei, sondern direkt auf die politische Ebene verlagert wurde. Laut Uludağ hat der Fall İmamoğlu einen Punkt erreicht, an dem jeder, der mit ihm zusammenarbeitet oder ihm auch nur nahesteht, zum Beschuldigten gemacht werden könnte. In einem Umfeld, in dem selbst das Recht auf Verteidigung mit Füßen getreten werde, betont er, dass der einzig richtige Schritt für İmamoğlu darin bestehe, sich unter der Forderung nach einer „unabhängigen und unparteiischen Justiz“ vollständig aus den Gerichtsverfahren zurückzuziehen.

Hier ist die Einschätzung, die der Journalist Alican Uludağ in diesem Zusammenhang verfasst hat:

"Ekrem İmamoğlus Anwalt Mehmet Pehlivan wurde zum zweiten Mal vorgeladen und sagt Berichten zufolge als Beschuldigter am Justizpalast Çağlayan aus. Der Fall İmamoğlu hat mittlerweile ein Stadium erreicht, in dem jeder, der an İmamoğlu vorbeiläuft, als Beschuldigter in die Akte aufgenommen wird.

Wenn man sogar den Anwalt eines Beschuldigten in den Fall einbezieht, ignoriert man dessen Recht auf Verteidigung.

Das einzig Richtige, was Ekrem İmamoğlu tun kann, ist, sich aus allen juristischen Verfahren zurückzuziehen, bis er unabhängigen und unparteiischen Richtern und Staatsanwälten gegenübersteht. In einem politischen Prozess vor einen Staatsanwalt zu treten und zu versuchen, sich vor Gericht zu verteidigen, bedeutet, Teil der Inszenierung zu werden. Ein Teil davon zu sein, wird das Ergebnis jedoch nicht ändern. Es bedeutet, im juristischen Sumpf steckenzubleiben. 

So wie Selahattin Demirtaş seit 8,5 Jahren inhaftiert ist und selbst nach 13 Monaten noch nicht einmal die schriftliche Urteilsbegründung erhalten hat, wird auch İmamoğlu einen ähnlichen Prozess durchlaufen.

Aus diesem Grund bleibt Ekrem İmamoğlu kein anderer Weg, als sich mit der Forderung nach einer unabhängigen und unparteiischen Justiz aus allen juristischen Verfahren zurückzuziehen."


Nachrichtenquelle: 12punto