Kritische Entwicklung im İmralı-Prozess: Numan Kurtulmuş sagt, wir seien an der „letzten Schwelle“!
Die Kommission für nationale Einheit, Solidarität und Demokratie, die ihre Arbeit im Rahmen des İmralı-Prozesses fortsetzt, ist zum 20. Mal zusammengetreten. Der Parlamentspräsident Numan Kurtulmuş erklärte bei der Eröffnung, dass die „letzte Schwelle“ des Prozesses erreicht sei, und kündigte an, dass anstelle separater Berichte der politischen Parteien ein gemeinsames Konsensdokument angestrebt werde.
Die im Rahmen des İmralı-Prozesses eingerichtete Kommission für nationale Einheit, Solidarität und Demokratie hat ihre 20. Sitzung abgehalten. Die Eröffnungsrede der Sitzung wurde vom Parlamentspräsidenten Numan Kurtulmuş gehalten. Kurtulmuş gab detaillierte Informationen über den Umfang der seit dem 5. August laufenden Arbeiten, den erreichten Stand und den zu verfolgenden Fahrplan.
„EINE HISTORISCHE MISSION ÜBERNOMMEN“
Kurtulmuş erinnerte daran, dass die Kommission ihre Arbeit am 5. August aufgenommen habe, und sagte, dass der Prozess sowohl angesichts des Gewichts des behandelten Themas als auch im Hinblick auf die Anwendung demokratischer Verhandlungsmethoden eine historische Aufgabe darstelle. Kurtulmuş erklärte, dass jeder bei den Gesprächen seine Meinung offen geäußert habe, alle geführten Reden öffentlich protokolliert worden seien und der Prozess transparent verlaufen sei.
86 STUNDEN ARBEIT, 4 Tausend 139 SEITEN PROTOKOLL
Kurtulmuş teilte die numerischen Daten der bisherigen Arbeit der Kommission mit und erklärte, dass ein wichtiges Archiv für die politische Geschichte der Türkei geschaffen worden sei. Den veröffentlichten Informationen zufolge:
In den ersten 19 Sitzungen wurden insgesamt 58 Zusammenkünfte abgehalten.
Die Gespräche dauerten insgesamt 86 Stunden.
135 Personen, bestehend aus Vertretern der Zivilgesellschaft, Akademikern und Meinungsführern, wurden angehört.
Als Ergebnis aller geführten Gespräche wurden 4 Tausend 139 Seiten Protokoll erstellt.
Kurtulmuş drückte aus, dass kritische Schwellen durch sorgfältige und gewissenhafte Arbeit überwunden wurden und man nun die letzte Phase des Prozesses erreicht habe.
POLITISCHE PARTEIEN HABEN IHRE BERICHTE VORGELEGT
Kurtulmuş erklärte, dass alle in der Kommission vertretenen politischen Parteien ihre eigenen Berichte an das Parlamentspräsidium übermittelt hätten, und sagte, dass diese Texte für jede Partei den Charakter eines „politischen Standpunktdokuments“ hätten. Kurtulmuş erinnerte daran, dass diese Berichte seit letzter Woche auf der Website des Parlaments veröffentlicht und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurden, und erklärte, dass die Diskussionen über die Berichte andauerten.
BETONUNG EINES GEMEINSAMEN BERICHTS
Kurtulmuş betonte, dass trotz der separaten Berichte der Parteien das eigentliche Ziel die Erstellung eines gemeinsamen Textes sei, und äußerte seinen Wunsch diesbezüglich mit folgenden Worten:
„Unser Wunsch ist es, dass ein gemeinsamer Bericht erstellt wird, den jeder akzeptieren kann, ohne dass abweichende Meinungen geäußert werden müssen. Wenn dies gelingt, wird eine weitere sehr wichtige und lebenswichtige Schwelle überschritten sein.“
Kurtulmuş sagte, dass die Intensivierung der Kontakte zwischen den politischen Parteien im kommenden Prozess dazu beitragen werde, die Gemeinsamkeiten zu stärken.
Kurtulmuş erklärte, dass der geplante gemeinsame Bericht der Generalversammlung des Parlaments vorgelegt werde, und drückte aus, dass dieser Text den Gesetzgebungsprozess und die Umsetzung notwendiger Regelungen anführen werde. Zudem äußerte er den Wunsch, dass die in der Kommission gezeigte demokratische Höflichkeit und der Arbeitsstil auch für die Generalversammlung beispielhaft sein mögen.
ABSTIMMUNG ÜBER DIE MANDATSDAUER
Kurtulmuş erklärte, dass für die Fertigstellung des Abschlussberichts zusätzliche Zeit benötigt werde, und teilte mit, dass infolge der Gespräche mit den Parteivertretern eine Verlängerung der Mandatsdauer der Kommission auf die Tagesordnung gekommen sei. Er teilte mit, dass die Entscheidung hierüber am Ende der Sitzung den Kommissionsmitgliedern zur Abstimmung vorgelegt werde.
Im weiteren Verlauf der Sitzung wurde bekannt gegeben, dass die Ansichten der bisher angehörten 135 Personen mit wissenschaftlichen Methoden untersucht wurden. Es wurde mitgeteilt, dass die „Protokollanalyse“, die durchgeführt wurde, um aufzuzeigen, auf welche Themen sich die verschiedenen politischen Strömungen konzentrierten, von Prof. Dr. Havva Kökaslan und Dr. Murat Sevencan erstellt wurde. Die Sitzung wurde mit den Präsentationen der Akademiker zu diesen Analysen fortgesetzt.
Nachrichtenquelle: 12punto
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