Kızılcahamam verlief kontrovers: Vorschlag zur 'Schließung' jenes Ministeriums beim AKP-Parteitag
Beim AKP-Parteitag in Kızılcahamam standen parteiinterne Diskussionen und Kritik im Vordergrund. Der Vorschlag zur Schließung des Familienministeriums sowie Unsicherheiten bezüglich eines neuen Öffnungsprozesses sorgten für Aufmerksamkeit.
Beim Wochenend-Parteitag der AKP in Kızılcahamam bestimmten parteiinterne Diskussionen und Kritik die Agenda. Der Abgeordnete aus Diyarbakır, Sait Yaz, beschwerte sich beim AKP-Vorsitzenden und Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan über das Theaterstück "Karımın Kocası" (Der Ehemann meiner Frau) und erklärte, es sei nicht mit der konservativen Struktur von Diyarbakır vereinbar. Kulturminister Mehmet Nuri Ersoy gab bekannt, dass der Titel des Stücks in "Evlilik Komedisi" (Ehekomödie) geändert und es anschließend abgesetzt wurde.

VORSCHLAG ZUR SCHLIESSUNG DES "FAMILIENMINISTERIUMS"
Wie Veli Toprak von Sözcü berichtet, kritisierte der sehbehinderte Parteigründer Lokman Ayva die Familienministerin Mahinur Göktaş und bezeichnete die Arbeit des Ministeriums als unzureichend. Während Ayva die Schließung des Ministeriums vorschlug, äußerte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Leyla Şahin Usta, dass sie diese Kritik an der einzigen Ministerin im Kabinett für ungerechtfertigt halte.
ERDOĞANS ÄUSSERUNGEN ZUR DEM SORGTEN FÜR VERWIRRUNG
Erdoğans Aussagen, dass AKP, MHP und DEM gemeinsam handeln würden, sorgten bei den Teilnehmern des Parteitags für Verwirrung. Während sich AKP-Mitglieder fragten, ob sie nun Bündnispartner seien, stellten Erdoğan und die Parteiführung klar, dass diese Zusammenarbeit nur für den neuen Öffnungsprozess gelte, der als "Türkei ohne Terror" bezeichnet wird.
Auf dem Parteitag, bei dem auch wirtschaftliche Themen erörtert wurden, forderten Abgeordnete, dass die für Rentner und Beamte gewährten Gehaltserhöhungen auch auf Mindestlohnempfänger angewendet werden sollten. Die Abgeordneten, die zum Ausdruck brachten, dass sich die Bürger über wirtschaftliche Schwierigkeiten, steigende Preise und hohe Zinssätze beklagten, forderten eine Diversifizierung der Umstrukturierungen. Finanzminister Mehmet Şimşek erklärte hingegen, dass Umstrukturierungen in allen Bereichen nicht korrekt seien, da dies zu einer Gewohnheit führen könne, Schulden nicht zu begleichen.
Nachrichtenquelle: 12punto
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