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Kritik von Tuncer Bakırhan an der MHP: 'Inakzeptabel'

Der Ko-Vorsitzende der DEM-Partei, Tuncer Bakırhan, wies in seiner Bewertung des laufenden Lösungsprozesses auf Versuche hin, die CHP aus dem Prozess auszuschließen. Bakırhan forderte die CHP dazu auf, mehr Initiative zu ergreifen, um die Demokratisierung des Prozesses voranzutreiben. Gleichzeitig übte er Kritik an der Haltung der MHP.

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Kritik von Tuncer Bakırhan an der MHP: 'Inakzeptabel'

Der Ko-Vorsitzende der DEM-Partei, Tuncer Bakırhan, äußerte sich zum Jahreswechsel 2026 zu dem mit der Regierung geführten und in der Öffentlichkeit aufmerksam verfolgten 'Prozess'.

Bakırhan betonte die Rolle der CHP in diesem Prozess besonders und erklärte: „Wenn jemand versucht, die CHP aus dem Prozess herauszuhalten, dann steckt ein ernstes Spiel dahinter. Die CHP sollte dieses Spiel erkennen, eine aktivere Rolle einnehmen und die Initiative ergreifen.“

Bakırhan äußerte die Befürchtung, dass der Bericht der im Parlament eingesetzten Kommission seine langfristige Legitimität verlieren könnte, falls er sich lediglich auf die Sicherheitsperspektive des AKP-MHP-Bündnisses beschränke. Bakırhan sagte: 'Der Prozess lässt sich nur kurzfristig verwalten; wenn jedoch langfristig nicht auf die gesellschaftlichen Erwartungen eingegangen wird, könnten die Spannungen in der kurdischen Gesellschaft erneut eskalieren.'

Der Ko-Vorsitzende der DEM-Partei fasste seine wichtigsten Ansichten aus seinem letzten Interview wie folgt zusammen:

DER VERLAUF DES PROZESSES UND DIE HALTUNG DER POLITISCHEN AKTEURE

Bakırhan bezeichnete es als eine wichtige Entwicklung, dass der MHP-Vorsitzende Devlet Bahçeli von seiner gewohnten politischen Haltung abgewichen sei und seine harte Rhetorik geändert habe. Bakırhan wies jedoch darauf hin, dass solche Veränderungen nicht allein durch die Haltung einzelner Akteure erklärt werden könnten, sondern dass auch die sich wandelnden Bedingungen im Land, in der Region und weltweit den Hintergrund des Prozesses bildeten. Bakırhan bewertete dies wie folgt: 'Man muss die Geschehnisse nicht nur anhand persönlicher Einstellungen, sondern aus einer breiteren Perspektive betrachten. Nur so lassen sich gesündere Schritte bei der Suche nach einer demokratischen Lösung unternehmen.'

Bakırhan erklärte, dass der Druck auf die CHP insbesondere nach den Operationen vom 19. März zugenommen habe und dass dieser Druck zu einem Rückzug und einer vorsichtigen Haltung innerhalb der CHP führen könnte. Er betonte, dass Parteien, die außerhalb des Prozesses stünden, auch in der Geschichte keinen Platz finden würden, und sagte: „Anstatt vor dem Sturm zu fliehen, ist es möglich, diesen Sturm mit der richtigen Strategie in einen Vorteil zu verwandeln.“

KRITIK AN DER MHP 

Bakırhan ging auf die negativen Ansichten im Bericht der MHP zur kurdischen Identität und zum muttersprachlichen Unterricht ein und betonte, dass dieser Ansatz inakzeptabel sei. Gleichzeitig merkte Bakırhan an, dass die MHP einige korrekte historische Feststellungen getroffen habe, und unterstrich, dass das türkische und das kurdische Volk gemeinsam handeln müssten.

Bakırhan äußerte sich auch zur Haltung der AKP in der Kommission und erklärte, dass sie zwar die Notwendigkeit von Übergangsgesetzen anerkenne, jedoch Unklarheit in Bezug auf die Demokratisierung und die Zukunft des gesellschaftlichen Rechts zeige. Bakırhan betonte, dass ein rein sicherheitsorientierter Ansatz keine Lösung hervorbringen werde und dass ein dauerhafter Frieden nur durch die Einbeziehung der Gesellschaft und des zivilen Raums in den Prozess erreicht werden könne.

Bakırhan schloss seine Worte wie folgt: „Unsere Position ist es nicht, uns aus dem Parlament zurückzuziehen, sondern dort die Lösung zu verteidigen. Damit sich die Forderungen der Gesellschaft im Prozess widerspiegeln, müssen zivilgesellschaftliche Organisationen, Frauen- und Jugendbewegungen aktiver eingebunden werden. Frieden kann nur durch gesellschaftlichen Konsens dauerhaft werden.“


Nachrichtenquelle: 12punto

DEM-Parteiko-Vorsitzender Tuncer Bakırhan