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NATO-Gipfel beendet, kritischer Marathon im Parlament beginnt: Renten, Studentennachlass und neues Justizpaket auf der Agenda

Die Große Nationalversammlung der Türkei (TBMM) bereitet sich nach dem NATO-Gipfel auf ein intensives Gesetzgebungsverfahren vor. Auf der Tagesordnung stehen insbesondere die Erhöhung der Renten, das 12. Justizpaket, ein Studentennachlass sowie ein neuer Rahmenentwurf für eine „terrorfreie Türkei“.

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NATO-Gipfel beendet, kritischer Marathon im Parlament beginnt: Renten, Studentennachlass und neues Justizpaket auf der Agenda

Mit dem Abschluss des NATO-Gipfels beginnt die TBMM in der kommenden Woche einen intensiven legislativen Marathon. Kurz vor der Herbstpause werden für die Abgeordneten bewegte Tage erwartet. Besonders die Anhebung der Mindestrenten, neue justizielle Regelungen und kritische Gesetzesvorhaben wie ein Studentennachlass rücken in den Vordergrund.

Im Parlament, wo die Arbeiten vor der Sommerpause an Fahrt gewinnen, wird auch ein umfassendes Rahmengesetz mit dem Ziel einer „terrorfreien Türkei“ auf dem Tisch liegen. Die AK-Partei strebt an, diesen Entwurf mit breiten Teilen der Opposition, insbesondere der DEM-Partei, zu teilen und einen möglichst breiten Konsens zu erzielen. Sollte im Gesetzgebungsprozess ein gemeinsamer Nenner mit der Opposition gefunden werden, ist die Verabschiedung des Rahmengesetzes bis Ende Juli geplant. Parteiquellen weisen jedoch darauf hin, dass sich der Prozess verlängern könnte und die Arbeiten bei Bedarf auch im August fortgesetzt werden könnten. Sollte kein Konsens erzielt werden, könnte die Regelung auf die neue Legislaturperiode verschoben werden.

Der Vorschlag zum Studentennachlass sowie das 12. Justizpaket gehören ebenfalls zu den wichtigsten Tagesordnungspunkten, die von den Abgeordneten erwartet werden. Zudem wird die durch die wirtschaftlichen Bedingungen notwendig gewordene Erhöhung der Mindestrenten im Rahmen eines Omnibusgesetzes geprüft.

BEWEGTE PROZESSE IN DER CHP

An der anderen politischen Front werden die Entwicklungen innerhalb der CHP aufmerksam verfolgt. Die neuen Pläne von Özgür Özel und seinem Team für die Partei sowie die Schritte, die der kürzlich wieder in den Vordergrund getretene Kemal Kılıçdaroğlu unternehmen könnte, haben das Potenzial, die Machtverhältnisse auf der politischen Bühne neu zu gestalten.

Darüber hinaus haben die Bemühungen um neue Bündnisse innerhalb der Opposition an Dynamik gewonnen. Der Vorsitzende der DEVA-Partei, Ali Babacan, hatte erklärt, dass sie Kontakte zu verschiedenen Parteien führen, um die mit der Gelecek-Partei und der Saadet-Partei gebildete „Yeni Yol“-Gruppe (Neuer Weg) in ein breiteres politisches Bündnis zu überführen. Es ist bekannt, dass Babacan insbesondere Gespräche mit der Yeniden Refah Partisi thematisiert hat. Der Vorsitzende der Saadet-Partei, Mahmut Arıkan, hatte seinerseits geäußert, dass sie an einem „inklusiveren Bündnismodell“ arbeiten.

Es wird erwartet, dass sowohl der Gesetzgebungsprozess als auch die Gespräche zwischen den politischen Akteuren in den kommenden Wochen erhebliche Auswirkungen auf die türkische Politik haben werden.


Nachrichtenquelle: 12punto