Neue Entwicklung in der Untersuchung zur Stadtverwaltung Bolu
Im Rahmen der Ermittlungen zur Amtszeit von Tanju Özcan wurde für die inhaftierte stellvertretende Bürgermeisterin von Bolu, Leyla Beykoz, Hausarrest angeordnet, während das CHP-Stadtratsmitglied Aydan Özdemir unter Auflagen aus der Haft entlassen wurde.
Die Anwälte der stellvertretenden Bürgermeisterin von Bolu, Leyla Beykoz, und des CHP-Stadtratsmitglieds Adnan Özdemir, die im Zuge der gegen die Stadtverwaltung Bolu eingeleiteten Ermittlungen am 11. April von Gendarmerieeinheiten festgenommen und inhaftiert worden waren, legten Beschwerde gegen die Untersuchungshaft ihrer Mandanten ein.
Das Gericht prüfte den Einspruch und entschied, Aydan Özdemir unter gerichtlicher Aufsicht freizulassen und die Untersuchungshaft von Leyla Beykoz in Hausarrest umzuwandeln. Vorwurf der Weiterleitung von Opfergaben an eine Stiftung
Es wurde festgestellt, dass die genannten Personen Vorstandsmitglieder der BOLSEV-Stiftung sind, die vom zuvor im Rahmen der Ermittlungen inhaftierten Bürgermeister von Bolu, Tanju Özcan, gegründet wurde.
Wie zu erfahren war, wird die Untersuchung aufgrund des Vorwurfs geführt, dass im vergangenen Jahr während des Opferfestes gesammelte Spenden nicht für die Schlachtung verwendet, sondern an die BOLSEV-Stiftung weitergeleitet wurden.
Unterdessen war gegen Özcan, der wegen des Vorwurfs der „erzwungenen Vorteilsnahme“ inhaftiert ist, sowie gegen das BOLSEV-Stiftungsmitglied Ali Sarıyıldız in diesem Fall ein zusätzlicher Haftbefehl erlassen worden.
WAS WAR GESCHEHEN?
In der unter Koordination der Generalstaatsanwaltschaft Bolu geführten Untersuchung wurden zunächst am 3. März Bürgermeister Tanju Özcan und der stellvertretende Bürgermeister Süleyman Can inhaftiert, gefolgt von der Inhaftierung des CHP-Stadtratsmitglieds Cihan Tutal, des Leiters der Finanzabteilung Naim Ayhan und Ali Sarıyıldız am 6. April, die daraufhin in ein Gefängnis überstellt wurden.
Am 17. April wurden der Vorsitzende der Kammer der Gemüsehändler und Marktleute von Bolu, Mustafa Altındal, sowie der Kammerangestellte Mesut Kalafat aufgrund von Tonaufnahmen, die im Zusammenhang mit Bestechungsvorwürfen aufgetaucht waren, inhaftiert.
In der gegen die Stadtverwaltung Bolu fertiggestellten Anklageschrift werden gegen 19 Angeklagte, von denen sich 7 in Haft befinden, Vorwürfe wie „Vorteilsnahme“, „Versuch der Vorteilsnahme“, „Bestechungsannahme“, „qualifizierter Betrug“, „Verstoß gegen das Stiftungs- und Vereinsgesetz“, „Beihilfe zur Vorteilsnahme“, „Vermittlung von Bestechung“, „falsche Zeugenaussage“ und „Begünstigung von Straftätern“ erhoben.
Nachrichtenquelle: 12punto
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