Nordkorea schließt ein Viertel seiner diplomatischen Vertretungen weltweit
Nach den Botschaften in Angola und Uganda hat Nordkorea Berichten zufolge nun auch die Entscheidung getroffen, seine Botschaft in Spanien zu schließen. Als Grund für diesen Schritt wird die Wirtschaftskrise angeführt, die durch internationale Sanktionen verschärft wurde.
Nachdem Nordkorea bereits beschlossen hatte, seine diplomatischen Vertretungen in Angola und Uganda zu schließen, wurde nun bekannt, dass auch die Aktivitäten der Botschaft in Spanien eingestellt werden.
VORWURF DER WIRTSCHAFTSKRISE
In einer Erklärung der Kommunistischen Partei der Völker Spaniens (PCPE) wurde mitgeteilt, dass Pjöngjang die Entscheidung auf diplomatischem Wege an die spanische Regierung übermittelt habe. Es wurde bekannt, dass die nordkoreanische Botschaft in Rom, Italien, die Aufgaben der schließenden Botschaft in Madrid übernehmen wird; eine offizielle Stellungnahme aus Pjöngjang zu diesem Thema liegt bisher nicht vor. Es wird erwartet, dass am Ende dieses Prozesses etwa 25 Prozent der diplomatischen Vertretungen Pjöngjangs weltweit geschlossen sein werden.
Berichten südkoreanischer Medien, die sich auf Regierungsquellen stützen, zufolge hat Pjöngjang die Entscheidung zur Schließung seiner Auslandsvertretungen aufgrund der durch internationale Sanktionen verursachten Wirtschaftskrise getroffen.
ABSCHIEDSBESUCHE WURDEN BEKANNT GEGEBEN
Die offizielle nordkoreanische Nachrichtenagentur hatte vor Kurzem die Schließung der Botschaften in Uganda und Angola gemeldet. Es wurde bekannt gegeben, dass der nordkoreanische Botschafter in Luanda, Jo Pyong-chol, am Montag einen Abschiedsbesuch beim angolanischen Präsidenten Joao Lourenço absolvierte, während der Botschafter in Kampala, Jong Tong Hak, den ugandischen Präsidenten Yoweri Museveni zu einem letzten Treffen besuchte.
Es wird erwartet, dass Nordkorea etwa 25 Prozent seiner weltweiten Vertretungen schließt. Nordkorea unterhält diplomatische Beziehungen zu insgesamt 159 Ländern und verfügte vor Beginn der Schließungen über 53 diplomatische Vertretungen im Ausland.
WIRTSCHAFTSKRISE HÄLT AN
Trotz der Resolutionen des UN-Sicherheitsrates und der Kritik der internationalen Gemeinschaft setzt Nordkorea sein Programm für Atomwaffen und ballistische Raketen fort, weshalb das Land mit schweren internationalen Wirtschaftssanktionen belegt ist. Es ist bekannt, dass das Land aufgrund dieser Sanktionen unter einer Wirtschaftskrise leidet.
Nachrichtenquelle: İHA
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