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Özgür Özel fordert Regierung zum Mindestlohn auf

CHP-Parteivorsitzender Özgür Özel kritisierte die Regierung nach einem Besuch bei der Gewerkschaft DİSK und erklärte, dass der Mindestlohn an Kaufkraft verloren habe.

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Özgür Özel fordert Regierung zum Mindestlohn auf

Der CHP-Parteivorsitzende Özgür Özel besuchte die Gewerkschaft DİSK und äußerte sich dort zu wichtigen Punkten bezüglich des Mindestlohns. Özel betonte, dass der Mindestlohn trotz der Anhebung auf 22.000 Lira in kurzer Zeit an Wert verloren habe und eine Zwischenerhöhung im Juli notwendig sei. Andernfalls, so Özel, werde die kommende sechsmonatige Periode noch schwieriger als das vergangene Jahr.

Özel sagte: "In der Türkei gab es ein Jahr lang keine Erhöhung des Mindestlohns. Die Regierung hatte vor den Wahlen in einem inflationären Umfeld erklärt, dass bis zu viermal im Jahr eine Anpassung möglich sei. Doch nach den Wahlen wurde den Arbeitnehmern der Rücken zugekehrt." Er erklärte, dass die vom Statistikamt TÜİK veröffentlichten Inflationszahlen nicht der Realität entsprächen, was die Kaufkraft der Beschäftigten schwäche und zu Einbußen bei der Grundversorgung führe.

Özel rief alle Arbeiter dazu auf, sich gewerkschaftlich zu organisieren, und sagte, dass die Arbeit von nicht gewerkschaftlich organisierten Beschäftigten ausgebeutet werde und sie zum Mindestlohn verdammt seien. "In der Türkei ist der Mindestlohn mittlerweile zum Grundlohn geworden", so Özel, der betonte, dass die berechtigten Forderungen der Arbeiter auf demokratischem Boden verteidigt werden müssten.

Özel erinnerte daran, dass in der Vergangenheit alle politischen Parteien Forderungen nach einer Erhöhung des Mindestlohns gestellt hätten, und erklärte, dass die CHP darauf abziele, Entscheidungen in Zusammenarbeit mit den Gewerkschaften zu treffen. Er fügte hinzu, dass es politischer Selbstmord wäre, wenn die Regierung im Juli keine Zwischenerhöhung vornehme, und betonte, dass die Arbeitnehmer dies nicht verzeihen würden.


Nachrichtenquelle: 12punto