Tunç Soyer erklärt, warum er nicht am Wahlkampf von Cemil Tugay teilnimmt! Vorwurfsvolle Worte an die CHP...
Der Bürgermeister der Stadtverwaltung Izmir, Tunç Soyer, äußerte sich dazu, warum er nicht an den Wahlkampfaktivitäten des CHP-Kandidaten für Izmir, Cemil Tugay, teilnimmt. Soyer richtete auch Vorwürfe an die CHP mit den Worten: „Dass ich, ein Bürgermeister, der als ‚erfolglos‘ eingestuft wird, an der Seite eines Kandidaten stehe, von dem es heißt, er sei ‚makellos‘, würde ihm nur schaden.“
Der Bürgermeister der Stadtverwaltung Izmir, Tunç Soyer, der bei den Kommunalwahlen am 31. März 2024 von der CHP nicht erneut als Kandidat aufgestellt wurde, zog Bilanz über seine fünfjährige Amtszeit.
Soyer erklärte, dass bei seinem Amtsantritt im Jahr 2019 27.271 Personen in den städtischen Unternehmen beschäftigt waren, und gab an, dass diese Zahl auf 34.239 gestiegen sei.
Bezüglich der Schulden der Stadtverwaltung merkte Soyer an, dass die Schulden im März 2019 bei 5 Milliarden Lira lagen und bis Februar 2024 auf 25,7 Milliarden Lira angewachsen seien, wobei er betonte, dass die Schulden auf Euro-Basis um 3,4 Prozent gesunken seien.
Zu der Frage, warum er nicht an den Wahlkampfaktivitäten des CHP-Kandidaten für das Bürgermeisteramt von Izmir, Cemil Tugay, teilnehme, äußerte sich Soyer wie folgt:
„Letztendlich wurde ich nicht erneut nominiert. Zudem wurden Aussagen verwendet, dass ich in Umfragen als erfolglos abgeschnitten hätte. Sogar der Herr Parteivorsitzende hat kürzlich eine Erklärung abgegeben und gesagt, dass es ‚in der Vergangenheit einige Probleme gab‘. Daher würde es dem Kandidaten schaden, wenn ich, ein Bürgermeister, der als ‚erfolglos‘ gilt, an seiner Seite stünde, während er als ‚makellos‘ bezeichnet wird. Es gibt Grenzen für die Arbeit, die ich für die CHP an einem Ort leisten kann, an dem ich als erfolglos angesehen werde. Ich versuche, dies so gut wie möglich zu forcieren. Ich werde bis zur letzten Minute mein Bestes geben. Aber von mir zu erwarten, die Verantwortung dafür zu tragen, wäre nun unfair. Es wurde ein politischer Wille ausgeübt. Dieser politische Wille hat seine Entscheidungen getroffen. Wir werden alle am Ende der Woche sehen, wie diese Entscheidungen ausgehen. Aber mich nicht aufzustellen und gleichzeitig von mir zu erwarten, dass diese Sache gewonnen wird – das entspricht nicht der Fairness.“
„DER WANDEL HÄTTE NACH DEM 1. APRIL STATTFINDEN SOLLEN“
Soyer betonte, dass er mit seiner Amtszeit im Reinen sei und äußerte: „Falls jemand fragen möchte, ob ich für den Parteivorsitz kandidiere: All das könnte möglich sein, aber das ist nicht mein Anliegen. Ich werde weiterhin für dieses Land arbeiten.“
Soyer beantwortete auch Fragen von Journalisten und verwies auf den Text, den er vor dem CHP-Parteitag am 22. Juni unter dem Titel „Haltung von Izmir“ geteilt hatte, in dem er sagte, dass „ein Wandel notwendig ist“. Er erklärte: „Aber dieser Wandel hätte nach dem 1. April stattfinden sollen. Hier habe ich gesehen, dass ich mich geirrt habe. Der Prozess des Parteitags führte zu einem Ergebnis, das die Partei mit ihrer Wählerschaft versöhnte. Aber der andere Teil hat sich als richtig erwiesen, nämlich dass es in der Partei zu großen Unruhen und Chaos kommen würde. Kurz vor den Wahlen wäre das nicht richtig gewesen. Daher stehe ich immer noch auf diesem Standpunkt. Ich wünschte, dieser Parteitag hätte nach dem 1. April stattgefunden.“
Auf die Frage, ob der Bürgermeister von Istanbul, Ekrem İmamoğlu, Einfluss darauf gehabt habe, dass er nicht erneut nominiert wurde, sagte Soyer, İmamoğlu habe erklärt, er habe nicht interveniert, und er glaube ihm das.
ERKLÄRUNG ZUR DEM-PARTEI
Auf die Erinnerung hin, dass er erklärt habe, eine emotionale Bindung zur DEM-Partei zu haben, teilte Soyer Folgendes mit:
„Ich habe eine emotionale Bindung zu allen benachteiligten Gruppen. Ich habe auch eine emotionale Bindung zu denjenigen, die für die AK-Partei oder die MHP stimmen. Als ich Bürgermeister von Seferihisar war, wurden wir Partnerstadt mit der Gemeinde Sur. In Sur wurde ein Zwangsverwalter eingesetzt. Das war die erste Anwendung einer Zwangsverwaltung in der Türkei. Ich habe am nächsten Tag auf dem Konak-Platz eine Presseerklärung abgegeben und gesagt, dass dies nicht richtig sei. Die Wähler der DEM-Partei, der damaligen HDP, haben die Haltung, die ich dort gezeigt habe, nie vergessen. Kurz gesagt, eine emotionale Bindung ist eine Bindung der Liebe. Es ist sogar eine leidenschaftliche Bindung. So ist das Herz. Man bindet sich und versucht, dem gerecht zu werden. Daher ist hier kein politischer Inhalt gemeint, sondern eine menschliche Bindung.“
Nachrichtenquelle: AA
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