Was plant die CHP nach der 5. Operatonswelle gegen die IMM? Der Fahrplan steht fest
Der CHP-Vorsitzende für Istanbul, Özgür Çelik, reagierte auf die 5. Operationswelle gegen die IMM und einige weitere Kommunen und erklärte, das Ziel sei eine Türkei ohne Opposition. Çelik erläuterte zudem die nächsten Schritte der CHP nach den Razzien.
Im Rahmen einer von der Istanbuler Generalstaatsanwaltschaft geführten „Korruptionsermittlung“ wurde eine 5. Operationswelle gegen die Stadtverwaltung Istanbul (IMM) und einige von der CHP geführte Kommunen durchgeführt. Im Zuge der Ermittlungen wurden Haftbefehle gegen 47 Personen erlassen, darunter amtierende Bürgermeister und CHP-Funktionäre.
Zu den Personen, gegen die Haftbefehle vorliegen, gehören der Bürgermeister von Büyükçekmece, Hasan Akgün, der Bürgermeister von Gaziosmanpaşa, Hakan Bahçetepe, der Bürgermeister von Avcılar, Utku Caner Çaykara, der Bürgermeister von Adana-Ceyhan, Kadir Aydar, die Bürgermeisterin von Adana-Seyhan, Oya Tekin, die stellvertretende Generalsekretärin der IMM, Erdal Celal Aksoy, das Mitglied des CHP-Parteirats, Baki Aydöner, sowie der ehemalige Abgeordnete Aykut Erdoğdu.
CHP LEITET „KRISENMANAGEMENT“ EIN
Nach der Operation beschloss der Istanbuler CHP-Landesverband eine außerordentliche Sitzung. Der Istanbuler CHP-Vorsitzende Özgür Çelik kündigte an, dass er sich mit Abgeordneten, Bezirksvorsitzenden, Bürgermeistern sowie Mitgliedern des Parteirats und des Hohen Disziplinarausschusses in der Parteizentrale treffen werde, um den Prozess zu steuern.
Çelik erklärte in einer Live-Sendung bei Halk TV: „Unser Krisenmanagementplan ist in Kraft. Wir werden unsere Freunde für die betroffenen Kommunen einteilen. Unsere Anwälte werden den Prozess bei der Polizeidirektion in der Vatan Caddesi genau verfolgen.“ Er betonte, dass kein organisatorischer Aufruf zu Protesten erfolgt sei.
„SYSTEM DER VERLEUMDUNG“
Çelik reagierte scharf auf die Operationen. „Wir haben den Tag wieder mit einer Razzia im Morgengrauen begonnen. Wir erleben einen operativen Prozess, an den man die Gesellschaft seit über 200 Tagen zu gewöhnen versucht“, sagte Çelik und fügte hinzu: „Da man keine Straftat findet, werden neue Operationen durchgeführt. Es wurde ein System etabliert, das das Recht auf den Kopf stellt.“
Çelik argumentierte, das eigentliche Ziel der Regierung sei es, die CHP auszuschalten, und führte weiter aus:
„Der Name dieses Systems ist das ‚Verleumde und komm frei‘-System. Menschen werden durch Drohungen gegen ihre Freiheit, ihre Familien und ihre Kinder zu Falschaussagen gezwungen. Sie träumen von einer Türkei ohne CHP. Sie wollen eine Türkei ohne Opposition, in der die Wahlurne nur noch symbolisch ist. Denn die CHP wurde bei den Kommunalwahlen 2024 zur stärksten Partei der Türkei. Sie hat ihren Präsidentschaftskandidaten mit 15,5 Millionen Stimmen bestimmt. Wir sind eine Partei, die entschlossen an die Macht marschiert. Sie wollen diesen Marsch stoppen, aber das wird ihnen nicht gelingen. Wir werden diesen Kampf gemeinsam mit unserem Volk führen.“
Özgür Çelik gab an, am Morgen zwei separate Telefonate mit dem CHP-Vorsitzenden Özgür Özel geführt und ihn über den Prozess in Istanbul informiert zu haben. Çelik betonte, dass es bisher keine Änderungen am allgemeinen Kundgebungsprogramm gebe: „Das Programm des Vorsitzenden wurde nicht abgesagt. Es gibt keine Entscheidung bezüglich der Kundgebungen.“
Nachrichtenquelle: 12punto
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