Yılmaz Tunç bricht Schweigen zum CHP-Parteitag in Istanbul! Antwort an Özgür Özel
Justizminister Yılmaz Tunç äußerte sich zur Annullierung des CHP-Provinzparteitags in Istanbul. Tunç kritisierte die Äußerungen des CHP-Vorsitzenden Özgür Özel und betonte, dass die Einhaltung gerichtlicher Entscheidungen für einen Rechtsstaat unerlässlich sei.
Justizminister Yılmaz Tunç äußerte sich gegenüber TRT Haber zur Annullierung des CHP-Provinzparteitags in Istanbul. Tunç erklärte, dass das Gerichtsverfahren noch andauere und solche Entscheidungen von den Gerichten getroffen würden.
Tunç sagte: "Das Verfahren wurde auf Antrag von CHP-Delegierten eingeleitet. Der Rechtsweg zum Berufungsgericht steht offen, das Verfahren läuft weiter." Zudem wies er die Vorwürfe der CHP gegen die Justiz als unbegründet zurück.
Tunç bezeichnete die Äußerungen des CHP-Vorsitzenden Özgür Özel als "bedauerlich" und betonte: "Die Einhaltung gerichtlicher Entscheidungen ist ein Gebot des Rechtsstaates."
Die Rede von Yılmaz Tunç im Wortlaut:
'(Zu den jüngsten Entwicklungen in der CHP) Als Politiker wünscht sich keiner von uns, dass unsere politischen Parteien mit einer solchen Situation konfrontiert werden. Wir möchten, dass alles gemäß dem Gesetz, der Verfassung und dem Gesetz über politische Parteien abläuft. Das ist unser aller Wunsch für alle Parteien. Natürlich läuft derzeit ein Gerichtsverfahren. Der Fall ist noch nicht abgeschlossen. Es gibt sowohl in Ankara Straf- und Zivilverfahren im Zusammenhang mit dem Parteitag der Parteizentrale als auch in Istanbul ein Strafverfahren bezüglich des Provinzparteitags, bei dem die Anklageschrift dem Gericht vorgelegt und angenommen wurde, sowie ein Zivilverfahren, von dem die Öffentlichkeit durch die gestern bekannt gegebenen einstweiligen Verfügungen erfahren hat. Daher können wir uns hier weder positiv noch negativ zu den laufenden Gerichtsverfahren äußern.
Die aktuelle Situation wird bereits von Kommentatoren bewertet. Bei der getroffenen Entscheidung handelt es sich um eine einstweilige Verfügung. Dies ist eine Entscheidung, die auf Antrag eines Delegierten der Republikanischen Volkspartei (CHP), der sowohl Provinzdelegierter als auch Parteitagsdelegierter ist, im Rahmen eines laufenden Gerichtsverfahrens getroffen wurde. Wenn wir uns die Begründung der Entscheidung ansehen, so basiert die einstweilige Verfügung des Gerichts auf der Annahme, dass die laufenden Ermittlungen in Ankara und Istanbul sowie die Vorwürfe bezüglich der Erlangung materieller Vorteile auf dem Parteitag und der Beeinflussung des Willens der Delegierten eine hinreichende Glaubhaftmachung darstellen.
Neben den laufenden Verfahren in Istanbul gab es, wie Sie wissen, auch in Ankara bereits frühere Entwicklungen. Der ehemalige Bürgermeister der Stadtverwaltung Hatay, ein CHP-Delegierter, hatte einen Antrag gestellt. Sie hatten sowohl Strafanzeige erstattet als auch Klagen auf Annullierung des Parteitags beim Zivilgericht erster Instanz eingereicht. Diese laufen parallel; für den 15. September war ein Verhandlungstermin angesetzt. Es gibt einerseits strafrechtliche Ermittlungen und Strafverfahren und andererseits Klagen beim Zivilgericht erster Instanz unter Bezugnahme auf das Gesetz über politische Parteien und das Vereinsgesetz.
Natürlich können sich beide Verfahren gegenseitig beeinflussen. Denn die gestern bezüglich des CHP-Provinzparteitags in Istanbul verkündete Entscheidung ist noch nicht rechtskräftig, das Verfahren dauert an. Wer im Recht ist und wer nicht, das zu beurteilen, ist natürlich Sache der Justizbehörden. Letztendlich wird das Gericht entscheiden, und diese Entscheidung wird anfechtbar sein und der Berufung sowie der Revision unterliegen. Diese Prozesse laufen derzeit.
In der Entscheidung des 45. Zivilgerichts erster Instanz in Istanbul von gestern wurde die vorläufige Suspendierung der auf dem 38. Provinzparteitag in Istanbul gewählten Provinzverwaltung, der Mitglieder des Provinzvorstands und der Mitglieder des Provinzdisziplinarausschusses angeordnet sowie die Stoppung der laufenden Wahlprozesse für den 39. Parteitag in Bezug auf Istanbul – nur in Bezug auf Istanbul. Denn wie Sie wissen, wurde die Entscheidung für den 39. Parteitag von der CHP-Zentrale getroffen und die Delegiertenwahlen laufen derzeit. Wenn ein rechtlicher Mangel vorliegt, ist das Gericht der Ansicht, dass diese Delegiertenwahlen verschoben werden sollten. Deshalb gibt es in dieser Hinsicht eine einstweilige Verfügung.
Es gibt jedoch auch Anträge, die das Gericht abgelehnt hat. Insbesondere wurde vom klagenden CHP-Provinzdelegierten und Parteitagsdelegierten die Annullierung aller auf dem Parteitag getroffenen Entscheidungen gefordert. Der Antrag auf Annullierung all dieser Entscheidungen wurde abgelehnt. Dies ist natürlich eine anfechtbare Entscheidung. Gegen die stattgegebenen Anträge kann beim selben Gericht Einspruch erhoben werden. Gegen die abgelehnten Anträge kann der Antragsteller Berufung einlegen. Das Verfahren läuft weiter. Wir alle müssen uns natürlich an die Gerichtsverfahren und die Entscheidungen der Gerichte halten und diese respektieren. Denn es gibt ein Ermittlungs- und Gerichtsverfahren, das von der Justiz durchgeführt wird, und diejenigen, die diese Verfahren eingeleitet haben, sind ebenfalls Delegierte und Funktionäre innerhalb der Republikanischen Volkspartei. Wenn es also gemäß dem Gesetz über politische Parteien eine rechtswidrige Praxis oder eine Handlung gibt, die gegen das Gesetz über politische Parteien verstößt, sollte ein Delegierter einer politischen Partei während der Parteitagsprozesse natürlich sein Recht suchen können. Das ist ein Erfordernis der Demokratie und des Rechtsstaates.'
Nachrichtenquelle: 12punto
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