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Türkei fällt bei Internetfreiheit durch: Das Zeugnis bleibt unverändert

Laut dem Bericht „Freiheit im Netz 2025“ von Freedom House zählt die Türkei weiterhin zu den „nicht freien Ländern“ in Bezug auf die Internetfreiheit. Der Bericht hebt Praktiken wie die Sperrung von Social-Media-Konten und die Einschränkung von Online-Inhalten hervor.

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Türkei fällt bei Internetfreiheit durch: Das Zeugnis bleibt unverändert

Im Bericht „Freiheit im Netz 2025“, der von der in Washington ansässigen Organisation Freedom House erstellt wurde, wird die Situation der Internetfreiheit in der Türkei analysiert. In dem Bericht, in dem 72 Länder bewertet wurden, landete die Türkei mit 31 Punkten in der Kategorie „nicht freie Länder“. Diese Punktzahl basiert auf einer Skala von 0 (am wenigsten frei) bis 100 (am freiesten).

Dem Bericht zufolge verzeichneten neben der Türkei auch Länder wie Ägypten, Pakistan, Russland und Venezuela einen Rückgang bei der Internetfreiheit. Es wurde festgestellt, dass die Regierungen in diesen Ländern die Beschränkungen für Online-Inhalte verschärft und während Protesten härtere Maßnahmen ergriffen haben. Insbesondere wurde betont, dass die Kontrolle über soziale Medien in der Türkei seit den Gezi-Park-Protesten deutlich zugenommen hat.

INTERNETBESCHRÄNKUNGEN IN DER TÜRKEI

Im Bericht wird darauf hingewiesen, dass der Zugang zu Social-Media-Plattformen in der Türkei während Protesten eingeschränkt und zahlreiche Konten gesperrt wurden. So wurde beispielsweise im Juli 2024 während der Demonstrationen gegen syrische Flüchtlinge in Kayseri der Internetzugang für eine Woche gedrosselt. Zudem wurde während der Proteste im Zusammenhang mit der Verhaftung von Ekrem İmamoğlu im März 2025 der Zugang zu sozialen Medien für 42 Stunden blockiert.

Die türkische Behörde für Informations- und Kommunikationstechnologien (BTK) sperrte Instagram im August 2024 für neun Tage. Diese Entscheidung wurde getroffen, nachdem die Plattform Beiträge gelöscht hatte, die nach der Tötung des Hamas-Führers Ismail Haniyeh veröffentlicht wurden. Darüber hinaus enthält das im März 2025 verabschiedete Cybersicherheitsgesetz Bestimmungen, die den Behörden weitreichende Zugriffsrechte auf Daten einräumen und die Meinungsfreiheit im Internet einschränken könnten.

EINSCHÄTZUNGEN VON ÖZTURAN

Gürkan Özturan, der Türkei-Berichterstatter von Freedom House, erklärte, dass der Bericht zeige, dass der digitale Raum weltweit repressiver werde. Özturan betonte, dass die Einschränkung des Zugangs zu sozialen Medien und die Zunahme von Anordnungen zur Löschung von Inhalten in der Türkei die Meinungsfreiheit einengten. Er fügte jedoch hinzu, dass dieser Druck auch die Bedeutung des Kampfes für digitale Rechte unterstreiche.

AUSWIRKUNGEN DER HAUSHALTSKRISE IN DEN USA

Die Haushaltskürzungen in den USA haben sich auch auf die Berichterstattung von Freedom House ausgewirkt. Auf der Website, die Daten zur Türkei enthält, wird darauf hingewiesen, dass der Bericht aufgrund von Budgetbeschränkungen gekürzt wurde. Unterdessen hat der US-Senat einen vorläufigen Haushaltsentwurf verabschiedet, um die Wiederaufnahme der Arbeit der Bundesregierung zu ermöglichen.


Nachrichtenquelle: 12punto