Real Madrid fordert Entschädigung von der UEFA
Der spanische La-Liga-Klub Real Madrid hat angekündigt, aufgrund der Streitigkeiten um das Projekt der European Super League Entschädigungszahlungen von der UEFA zu fordern.
In einer Stellungnahme des spanischen Klubs heißt es: "Wir begrüßen die Entscheidung des Madrider Provinzgerichts, die Einsprüche der UEFA und der La Liga zurückzuweisen. Diese Entscheidung bestätigt, dass die UEFA im Hinblick auf die European Super League ihre marktbeherrschende Stellung missbraucht und damit in Übereinstimmung mit dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs die Wettbewerbsregeln der Europäischen Union schwerwiegend verletzt hat."
In der Erklärung wurde zudem betont, dass das Urteil den Weg für eine Entschädigung der erheblichen Verluste ebne, die Real Madrid erlitten habe. Weiter hieß es: "Der Klub kündigt an, weiterhin zum Wohle des Weltfußballs und seiner Fans zu arbeiten, und fordert von der UEFA den Ersatz des entstandenen großen Schadens."
DIE INITIATIVE DER EUROPEAN SUPER LEAGUE
Die Vereine Arsenal, Manchester United, Chelsea, Liverpool, Manchester City und Tottenham aus England, Milan, Inter und Juventus aus Italien sowie Atletico Madrid, Barcelona und Real Madrid aus Spanien hatten am 19. April 2021 den Start der European Super League bekannt gegeben. Dem ursprünglichen Format zufolge sollten 15 Gründerklubs dauerhaft an der Liga teilnehmen, in der insgesamt 20 Mannschaften spielen sollten, während die übrigen Teilnehmer nach Erfolgskriterien in ihren jeweiligen nationalen Ligen bestimmt werden sollten.
Nach heftigen Reaktionen seitens der FIFA, der UEFA und der Sportöffentlichkeit hatten neun der Klubs – mit Ausnahme von Real Madrid, Barcelona und Juventus – ihren Rückzug aus der Organisation erklärt. Die UEFA und die FIFA hatten die drei verbliebenen Teams davor gewarnt, dass ihnen Sanktionen drohen könnten, wie etwa der Ausschluss aus den ihnen unterstellten Wettbewerben und nationalen Ligen sowie ein Verbot, Spieler für internationale Spiele abzustellen.
Nach diesen Ereignissen wurde der Fall vor den Europäischen Gerichtshof gebracht. Der Europäische Gerichtshof entschied, dass das Vorgehen der UEFA und der FIFA gegen die Gründung der European Super League einen Verstoß gegen das Wettbewerbsrecht und die Dienstleistungsfreiheit darstellt.
Nachrichtenquelle: 12punto
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