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Die stille Gefahr hinter dem Mobbing: Emotionale Vernachlässigung! Was ist Mobbing unter Gleichaltrigen?

Experten weisen darauf hin, dass die zunehmende Gewalt und das Mobbingverhalten im Jugendalter nicht nur die Opfer, sondern auch die Jugendlichen, die dieses Verhalten zeigen, negativ beeinflussen. Es wird betont, dass emotionale Vernachlässigung im Elternhaus eine der Hauptursachen für Mobbing in der Schule sein kann.

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Die stille Gefahr hinter dem Mobbing: Emotionale Vernachlässigung! Was ist Mobbing unter Gleichaltrigen?

Experten, die darauf hinweisen, dass Gewalt- und Mobbingvorfälle in den letzten Jahren insbesondere unter Jugendlichen zugenommen haben, betonen, wie wichtig es ist, die Ursachen dieses Verhaltens richtig zu verstehen und das Bewusstsein der Familien zu schärfen.

Die klinische Psychologin İnci Nur Ülkü erklärte, dass die zunehmende Gewaltneigung im Jugendalter nicht nur die Opfer, sondern auch die Kinder, die mobben, negativ beeinflusst.

Ülkü äußerte, dass die Darstellung von Gewalt als eine Art Machtdemonstration oder Heldentum durch soziale Medien, digitale Spiele und Serien dazu führen könne, dass dieses Verhalten unter Jugendlichen normalisiert werde.

Ülkü betonte, dass es von großer Bedeutung sei, im familiären Umfeld sichere Räume zu schaffen, in denen Kinder ihre Gefühle auf gesunde Weise ausdrücken können, und unterstrich, dass hinter Mobbingverhalten oft ein Bedürfnis, Vernachlässigung oder ein falsch erlerntes Modell stehe.

WAS SIND DIE ANZEICHEN VON MOBBING?

Ülkü erklärte, dass es nicht immer einfach sei zu erkennen, ob ein Kind mobbt, aber dass einige Hinweise von Familien bemerkt werden könnten, und teilte folgende Beispiele mit:

„Die ständige Verwendung von herabwürdigenden oder spöttischen Äußerungen gegenüber anderen, eine defensive Haltung wie 'aber er/sie hat es verdient' nach gewalttätigen Vorfällen, drohendes oder manipulatives Verhalten gegenüber Geschwistern, häufiges negatives Reden über Freunde und das Führen oberflächlicher Beziehungen können Anzeichen für eine Neigung zu Mobbing sein.“

Ülkü erklärte, dass es bei Erkennen dieser Signale wichtig sei, dass Familien ohne zu urteilen mit offenen Fragen mit ihren Kindern kommunizieren, und sagte, dass eine frühzeitige Erkennung von Mobbing sowohl für das mobbende als auch für das betroffene Kind heilend wirken könne.

FÄHIGKEIT ZUM UMGANG MIT GEFÜHLEN MUSS VERMITTELT WERDEN

Ülkü wies darauf hin, dass Mobbing auch auf der Unfähigkeit beruhen kann, mit intensiven Gefühlen wie Wut, Eifersucht oder Minderwertigkeitsgefühlen umzugehen, und erklärte, dass Familien in diesem Prozess eine unterstützende Rolle einnehmen sollten.

„Dem Kind muss Raum gegeben werden, um Gefühle wie Wut oder Enttäuschung auszudrücken. Bei familiären Diskussionen sollten keine Gewalt, sondern gesunde Kommunikationswege genutzt werden. Es muss klar vermittelt werden, dass Gewalt unter keinen Umständen akzeptabel ist. Es sollte eine Zusammenarbeit mit Lehrern und schulpsychologischen Beratern erfolgen“, sagte sie.

DIE AUSWIRKUNGEN VON MOBBING SIND SOWOHL FÜR DEN TÄTER ALS AUCH FÜR DAS OPFER GROSS

Ülkü erklärte, dass Mobbing nicht nur bei den Opfern, sondern auch bei den mobbenden Kindern langfristige negative Auswirkungen haben könne, und warnte: „Während bei Opfern Depressionen, Angststörungen, mangelndes Selbstvertrauen, Schulphobie und schulischer Misserfolg auftreten können, können sich bei den mobbenden Individuen eine Neigung zur Kriminalität und ungesunde soziale Beziehungen entwickeln.

Ülkü betonte, dass die Pubertät eine kritische Phase sei, in der das Individuum soziale Beziehungen aufbaut, und schloss ihre Worte wie folgt:

„Gewalt- und Mobbingverhalten, das in dieser Zeit auftritt, sollte niemals unterschätzt werden. Hinter jedem Mobbingverhalten kann ein Bedürfnis, eine Vernachlässigung oder ein falsch erlerntes Modell stecken. Es ist von großer Bedeutung, Kindern durch die Zusammenarbeit von Familien, Lehrern und Experten Empathie, gesunde Kommunikation und emotionales Bewusstsein zu vermitteln.“


Nachrichtenquelle: 12punto

Mobbing unter Gleichaltrigen Pubertät emotionale Vernachlässigung