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Nach Erzincan und Ordu nun Muğla... Die Bergbaukatastrophen in der Türkei nehmen kein Ende!

Das Latmos-Gebirge, ein Naturwunder zwischen den Provinzen Aydın und Muğla, das für seine fünf fingerartigen Felsformationen bekannt ist, ist nun durch Bergbauaktivitäten bedroht. Die Naturschützer Selahattin Aydın und Dr. Varol Aydın machten die Zerstörung in der Region über ihre Social-Media-Kanäle öffentlich.

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Nach Erzincan und Ordu nun Muğla... Die Bergbaukatastrophen in der Türkei nehmen kein Ende!

Im Çörlen-Hochland des Latmos-Gebirges, das zwischen den Provinzen Aydın und Muğla liegt, für seine fünf fingerartigen Felsformationen berühmt ist und seit Jahren als Nationalpark ausgewiesen werden soll, haben Bergbauaktivitäten begonnen.

Der Naturschützer Selahattin Aydın und Dr. Varol Aydın wiesen auf die Zerstörung in der Region hin und machten auf die dort betriebene Landwirtschaft und Viehzucht aufmerksam.

KEINERLEI INFORMATIONEN!

Wie Evrensel berichtet, erklärte Dr. Varol Aydın, dass Baumaschinen der Firma Egamin durch ein archäologisches Schutzgebiet gefahren seien, um das Bergbaugelände zu erreichen. Er sagte: „Das Unternehmen hat keine Genehmigung, den bestehenden Weg zu nutzen, daher mussten sie durch das archäologische Schutzgebiet fahren. Es ist unklar, ob die notwendigen Genehmigungen für den neuen Weg im Waldgebiet vorliegen.“ Er fügte hinzu, dass keinerlei Informationen über die Mine geteilt würden.

Aydın wies darauf hin, dass sich etwa einen Kilometer südlich des Lizenzgebiets der Firma Egamin ein weiteres Bergbaugelände befinde. Er erklärte, dass Bergleute diese Gebiete betreten könnten, da die jahrhundertealten landwirtschaftlichen Terrassen und historischen Artefakte rund um diese beiden Betriebsgelände nicht geschützt seien.

„DAS IST VERRAT“

Selahattin Aydın äußerte sich auf seinem X-Account zum Latmos-Gebirge mit den Worten: „Kann man an einem solchen Ort Bergbauaktivitäten erlauben? Das ist Verrat.“

Der Beitrag von Selahattin Aydın lautet wie folgt:

„Im Herzen des Latmos- bzw. Beşparmak-Gebirges befinden sich hunderte, vielleicht tausende Jahre alte landwirtschaftliche Terrassen. Dort wird alles Mögliche an Obst und Gemüse angebaut. Kann man an einem solchen Ort Bergbauaktivitäten erlauben? Das ist Verrat. Latmos liegt auf der Linie zwischen Muğla und Aydın.“

Der Verein zum Schutz der Nordwälder (Kuzey Ormanları Savunması Derneği) teilte auf seinem X-Account mit: „Wir verteidigen das natürliche und historische Erbe. Werden Sie unsere Stimme.“

Der Beitrag des Vereins lautet wie folgt:

„Sie zerstören ein Gebiet, das überall sonst auf der Welt unter höchstem Schutz stehen würde, für die Gier nach Bergbau. Wir verteidigen das natürliche und historische Erbe. Werden Sie unsere Stimme.“

WAS WAR IN ERZİNCAN UND ORDU PASSIERT?

Im Bezirk İliç in Erzincan war am 13. Februar 2024 nach einem Laugungsprozess in der Çöpler-Goldmine ein Erdhaufen abgerutscht, wobei 9 Arbeiter ihr Leben verloren hatten.

(Perşembe-Hochland)

Im Rahmen einer Bergbausuchlizenz, die vom Ministerium für Energie und natürliche Ressourcen an ein Privatunternehmen für die Grenzen der Stadtteile Beypınar und Terzili im Bezirk Korgan vergeben wurde, hatte das Gouverneursamt von Ordu eine Vor-Ort-Prüfung gefordert.

Nach der Prüfung wurde der Vorschlag für Bergbauerkundungsarbeiten im Perşembe-Hochland abgelehnt. Die Ablehnung wurde am selben Tag vom Gouverneur von Ordu, Muammer Erol, bestätigt.


Nachrichtenquelle: 12punto

Aydın Muğla Latmos-Gebirge Beşparmak-Gebirge