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Neue Ära der 'Profitgier' in Wäldern: Kohlenstoff-Zuweisungen an Unternehmen geplant!

Ein neuer Gesetzesentwurf, der derzeit im Parlament debattiert wird, fügt dem Forstgesetz einen Artikel hinzu, der die Wälder der Türkei unter dem Deckmantel von "Kohlenstoffsenken" für die Nutzung durch Unternehmen öffnet. Experten und Naturschützer warnen: Nach Bergbau und Tourismus werden die Wälder nun über den "Kohlenstoffmarkt" verschleudert.

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Neue Ära der 'Profitgier' in Wäldern: Kohlenstoff-Zuweisungen an Unternehmen geplant!

Eine neue Gefahr droht den türkischen Wäldern und steht kurz vor der Verabschiedung. Ein Artikel, der in dem in der Öffentlichkeit als "Omnibus-Gesetz" bekannten Entwurf versteckt ist, ebnet den Weg für die Zuweisung von Staatswäldern an Privatunternehmen. Der geplante "Zusatzartikel 21" zum Forstgesetz Nr. 6831 überträgt die Verwaltung und die Nutzungsrechte von Wäldern unter dem Vorwand von "Kohlenstoffsenken" an Marktakteure.

ZUWEISUNG UNTER DER MASKE DER "KOHLENSTOFFSENKE" 

Der Regelung zufolge wird die Generaldirektion für Forstwirtschaft (OGM) unter dem Vorwand des Kampfes gegen den globalen Klimawandel "Kohlenstoffsenken-Wälder" anlegen oder diese Wälder gegen Entgelt von Einzelpersonen und Unternehmen anlegen lassen können. Die kritischste Formulierung in dem Artikel besagt, dass selbst bereits bestehende Wälder an Unternehmen zugewiesen, verwaltet und betrieben werden können, und zwar auf Basis des Marktpreises für Kohlenstoff.

KOHLENSTOFF-OFFSET WIRD KOMMEN 

Diese Regelung birgt das Risiko, dass Wälder, die Gemeingut sind, zu "Reinwaschungsflächen" (Carbon Offset) für umweltverschmutzende Industrieanlagen und Energieunternehmen werden. Während natürliche Waldökosysteme der Profitgier von Unternehmen im Kohlenstoffhandel überlassen werden, sind der Zugang der Öffentlichkeit zu diesen Gebieten und die natürliche Struktur der Wälder gefährdet.

Hier sind die wichtigsten Gefahren, die der Artikel mit sich bringt:

Eigentums- und Zuweisungsproblem: Wälder können Unternehmen zu einem Preis zugewiesen werden, der über den Kosten liegt.

Kommerzialisierung: Die Waldbewirtschaftung wird mit rein kommerziellen Begriffen wie "Marktpreis für Kohlenstoff" definiert und ihrer öffentlichen Natur beraubt.

Ein neues Tor zur Profitgier: Wälder, die bereits durch Bergbau-, Energie- und Tourismusprojekte durchlöchert sind, werden nun unter dem Namen "Grüne Wirtschaft" für Profitinteressen geöffnet.

Regulierungsunsicherheit: Die Grenzen und Bedingungen der Anwendung sind im Gesetz nicht klar definiert; durch den Verweis auf eine "Verordnung" bleibt alles offen.

Naturschützer betonen, dass im Falle einer Verabschiedung dieses Artikels die Rechte der Waldbauern und der Bevölkerung an den Wäldern usurpiert würden. Umweltschützer, die darauf hinweisen, dass der Anspruch, die Kohlenstoffbindungskapazität zu erhöhen, lediglich als Vorwand dient, um Wälder in Handelsbetriebe zu verwandeln, fordern die sofortige Rücknahme des Entwurfs.


Nachrichtenquelle: 12punto